Zwischenlagen von Martin

Neuer Zwischenlagentyp von Martin für den Toleranzausgleich von Fügestellen mit unebenem Querschnitt.

In Verbindungstechnik und Baugruppenmontage ist es keinesfalls die Ausnahme, dass formschlüssige Passflächen von zwei Bauteilen nicht exakt parallel, sondern in einem definierten Winkel zueinander finden müssen. So etwa bei Verbindungen von Strukturbauteilen aus CFK im Flugzeugbau, die absolut spannungsfrei montiert werden müssen. Oder auch bei der Aufstellung von Maschinen auf unebenen Böden. Stets wollen die Anwender in solchen Fällen die Abstimmprozesse ohne Nacharbeiten durchführen können und teure Verzögerung vermeiden.

Die innovativen Feinabstimmfolien bezeichnet Martin auch als Tapered Laminated Shims und verweist damit auf deren außergewöhnlichen Aufbau: Von oben betrachtet, erkennt man auf der Passplatte aneinander gesetzte Segmente. Diese Segmente sind einzeln in der Dicke zu reduzieren, da sie aus vielen abschälbaren Folien unterschiedlicher Stärken (25 - 100 µm) bestehen. Somit können durch Abschälen von Hand reliefartige Abstufungen erzeugt werden, die sich mit einer Genauigkeit im Zehntelbereich dem Fügespalt annähern lassen. Die treppenförmige oder unebene Struktur wird abschließend mit einer dünnen, selbstklebenden Schutzfolie überzogen, so dass die gesamte Zwischenlage eine geschlossene Oberfläche mit fließenden Übergangen zwischen ihren einzelnen Niveaustufen erhält. Da es sich bei den neuen Zwischenlagen des Typs M-Tech-L TLS (Tapered Laminated Shim) immer um Zeichnungsteile handelt, ist deren Gestaltung sehr flexibel. Gesamtkontur und -höhe, Segmentierung, Folienstärke und Werkstoff sind auf der Grundlage der bestehenden Martin-Materiallisten weitgehend frei wählbar, so das Unternehmen.

Die Innovation auf dem Gebiet der Zwischenlagen hat binnen kurzem das Interesse erster Anwender in der Luftfahrt und im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau geweckt. Wo immer ein ganz individuell partitionierbarer Distanzausgleich für nicht-parallele Fügestellen benötigt wird, erweist sich der neue M-Tech-L TLS als flexible und sehr wirtschaftliche Lösung für die gesamte Prozesskette. Der Einsatz komplexer mechanischer Ausgleichsverfahren kann entfallen, teilt Martin weiter mit.

https://www.georg-martin.de