SULZEMOOS (Dow Jones/ks)–Mit 108,4 Mio Euro blieb der Umsatz um 62% hinter dem Vorjahreswert zurück, verdreifachte sich aber gegenüber dem ersten Quartal. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit 118 Mio Euro gerechnet. Es sei gelungen, den hohen Lagerbestand aus dem ersten Quartal signifikant abzubauen, erklärte Phoenix Solar am Donnerstag. Auf EBIT-Ebene verbuchte das TecDAX-Unternehmen einen Verlust von 9,4 Mio Euro, unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 8,2 Mio Euro. Analysten waren von einem etwas schwächeren EBIT bei zugleich geringerem Nettoverlust ausgegangen.

Positiv hob Phoenix Solar die Entwicklung des Auftragsbestands heraus: Er lag per Ende Juni mit 311,1 Mio Euro um 10,4% höher als vor Jahresfrist. Zudem habe sich der Auslandsanteil fast verdreifacht. 77% der abzuarbeitenden Bestellungen in den Büchern kommen nicht aus Deutschland. Vor Jahresfrist waren es nicht einmal 30% gewesen.

Phoenix Solar geht davon aus, dass die Nachfrage nach Solaranlagen im September anziehen und es in den letzten drei Monaten zu einer Jahresendrallye kommen wird. Der Konzernumsatz im Gesamtjahr wird deshalb nur leicht unter dem Vorjahreswert bleiben. Zur Jahresmitte liegen die Einnahmen noch um 61% zurück.
Beim EBIT traut sich das Unternehmen noch keine Prognose zu. Es werde jedoch “herausfordernd”, angesichts der aufgelaufenen Verluste mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern abzuschließen.