Auch viele mittelständische Unternehmen verfügen über Dachflächen, die sich für PV-Anlagen

Auch viele mittelständische Unternehmen verfügen über Dachflächen, die sich für PV-Anlagen nutzen lassen (Bild: Phoenix Solar).

Egal ob Eigennutzung oder Einspeisung: Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist nicht nur gut für‘s Image, sie zahlt sich auch wirtschaftlich aus.

Christian Strebe

Sulzemoos (mn). Viele Unternehmen besitzen große Werkshallen mit Flach- oder Schrägdächern. Bereits 10 000 m² nutzbare Dachfläche reichen aus, um ein Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit einer Spitzenleistung von rund 500 Kilowatt zu installieren. Je nach Standort und Sonneneinstrahlung produziert diese Anlage rund 500.000 kwh Strom im Jahr, die derzeit mit jährlich ca. 130.000 Euro vergütet würden. Da die Förderung auf 20 Jahre festgeschrieben ist, können Einnahmen von etwa 2,6 Millionen Euro entstehen.

Die zu erwartenden Erträge lassen sich gut kalkulieren
„Im Gegenzug belaufen sich die Investitionskosten für eine Solaranlage dieser Größe derzeit auf ca. 1,1 Millionen Euro“, erklärt Thomas Sanders, Leiter Dachanlagen Europa bei Phoenix Solar, Sulzemoos. Banken stehen der Finanzierung von PV-Anlagen aufgeschlossen gegenüber, da sich Ertrag und zu erwartende Rendite gut kalkulieren lassen. „In der Regel hat sich eine PV-Anlage in zehn bis zwölf Jahren amortisiert“, so Sanders.

Damit die PV-Anlage installiert werden kann, muss das Gebäude bestimmten Anforderungen genügen. Wichtig ist vor allem die Statik. So sollte ein Flachdach eine statische Lastreserve von acht bis zwölf Kilogramm pro Quadratmeter aufweisen. Je weniger Aufbauten wie Lichtkuppeln oder Schornsteine, desto besser. Befindet sich das Gebäude in einem Industriegebiet, ist es ratsam zu klären, ob auf angrenzenden Flächen hohe Gebäude geplant sind, die dann Schatten auf das Dach werfen könnten.
Bei älteren Gebäuden steht in den nächsten 20 Jahren idealerweise keine Dachsanierung an. „Es gibt jedoch auch verschiedene Möglichkeiten, die Dachsanierung mit der Errichtung einer PV-Anlage zu kombinieren, damit hier weitere Fördermaßnahmen sowie besonders günstige Baukredite genutzt werden können“, erklärt Sanders.

Vorab unbedingt Dachzustand und Statik überprüfen
Erfüllt das Dach die Anforderungen, steht die Anlage innerhalb weniger Wochen. In der Regel wird der laufende Arbeitsbetrieb durch die Installation nicht gestört. „Von der Entscheidung über die Planung und Finanzierung bis hin zur Realisierung der PV-Anlagen ist ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten üblich“, so Sanders.

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Produktion Nr. 38, 2011