Immer strengere Vorschriften, kürzere Produktentwicklungszyklen und fast überall rasante Entwicklungen - die Automobilindustrie ist von einem tiefgreifenden Wandel betroffen. Hinzu kommen immer kleiner werdende Stückzahlen.

Dazu erklärt Karl Osti, Industry Manager Manufacturing von Autodesk: "Unsere Produkte werden bei der 3D-Visualisierung und virtueller Prototypenerstellung eines neuen Wagens verwendet, die Generative Design Technologie unterstützt dabei völlig neue Komponenten zu entwickeln und unsere Fertigungssoftware bietet Strategien für die additive und subtraktive Fertigung." Demnach könne alles, was das Generative Design entwirft auch gefertigt werden.

40 Prozent leichter und 20 Prozent stabiler

Ein konkretes Anwendungsbeispiel gebe es dazu bei General Motors, deren Ingenieure das Generative Design für die Gestaltung einer Sitzkonsole nutzten.

„Als Alternative zur herkömmlichen kastenförmigen Sitzkonsole aus acht Einzelteilen generierte die Software mehr als 150 Gestaltungsoptionen. Das Team von GM entschied sich schließlich für ein Modell, das im Gegenteil zur Ausgangsversion nicht aus acht einzelnen, sondern einem zentralen Bauteil besteht und um 40 Prozent leichter sowie 20 Prozent stabiler ist“, beschreibt Osti.

Whitepaper von Autodesk zum Download

Zu folgenden Themen bietet Autodesk Whitepaper zum Download an:

Mensch-Roboter-Kollaboration

Kundenspezifische Massenproduktion

Den Automobilbau neu erfinden

3D-Druck sowie 3- oder 5-Achs-Fräsen

Fertigen lässt sich das laut Osti via Metall-3D-Druck. „Das ist optimal, kann aber unter Umständen lange dauern. Es besteht aber auch die Möglichkeit andere Fertigungsmethoden auszuwählen wie beispielsweise 3- oder 5-Achs-Fräsen.

Feedback-Schleife in der Robotik

Ein weiteres spannendes Thema handele von der Robotik, "und dort besonders die Feedback-Schleife für die Qualitätssicherung. Denn damit können Daten von den Maschinen oder von den Robotern wieder in den Wertschöpfungsprozess zurückgeführt werden", sagt Osti.

Hybrid-Fertigungsprozess kommt als nächstes

Wird Osti auf die weitere Optimierung angesprochen, so kommt er auf den Hybrid-Fertigungsprozess zu sprechen: „Im Hafen von Rotterdam steht ein 6-Achsen-Roboterarm, der durch unsere Software gesteuert wird und im Additivverfahren bis zu sechs Meter große Metallteile herstellen kann. Dieser kann additive und subtraktive Fertigungsprozesse kombinieren. Dadurch können auf Abruf schneller und effizienter individuelle Ersatzteile produziert und Komponenten vor Ort computergestützt instandgesetzt werden.“

Inwieweit diese Technologien nur bei geringen Stückzahlen oder auch in der Massenfertigung verwendet werden können, verrät Osti im nebenstehenden Podcast.