Die meisten Führungskräfte haben vor einem Meeting bereits eine Lösung im Blick und möchten

Die meisten Führungskräfte haben vor einem Meeting bereits eine Lösung im Blick und möchten diese durchsetzen (Bild: Kzenon - Fotolia.com).

Wenn Führungskräfte Entscheidungen allein im stillen Kämmerlein treffen, fördert das bei der Belegschaft Frust. Das ergab eine Studie des Beratungsunternehmens Com Team AG.

Gunnar Knüpffer

LANDSBERG. Zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte sind von den getroffenen Entscheidungen in ihrem Unternehmen nicht so recht überzeugt, ergab eine Com-Team-Studie. Nur wenige Führungskräfte besitzen die Fähigkeit, eine Entscheidung über einen bestimmten Zeitraum offen zu lassen im Hinblick auf das Ergebnis. 70 % haben nach Ansicht der Befragten von Beginn an eine Lösung im Kopf und möchten diese durchsetzen: Mitarbeiter werden am Entscheidungsprozess beteiligt – jedoch nach Ansicht von über 40 % oft nur zum Schein: Es sei vorher schon klar, was herauskommen muss. Laut den Befragten verfügen nur 40 % der Führungskräfte über die Entscheider-Kompetenz, Komplexität treffend einzuschätzen und daraus Schlüsse für das weitere Vorgehen zu ziehen. „Gerade bei komplexen Unternehmensentscheidungen raten wir dazu, das Gewicht einer Entscheidung nicht allein zu tragen, sondern gemeinsam mit den Kollegen und Mitarbeitern nach Lösungen zu suchen und Alternativen gut abzuwägen“, sagt Com-Team-Vorstand Lorenz Forchhammer. Entscheidungen, die akzeptiert werden sollen, bräuchten sowohl eine bestimmte methodische Vorgehensweise als auch den Mut zur lösungsoffenen Auseinandersetzung. Forchhammer: „Komplexe Entscheidungen einsam zu fällen, verspielt Qualität und Akzeptanz. Chancen und Potenziale bleiben ungenutzt, die besten Köpfe werden frustriert.“