BRÜSSEL (DJ/ilk). Wie die Brüsseler Wettbewerbshüter mitteilten, gehe es in einem Fall um eine Beschwerde der Softwareunternehmen T3 und Turbo Hercules, in der der International Business Machines Corp (IBM)vorgeworfen werde, den Betrieb der Mainframe Computer an den Einsatz bestimmter Software zu koppeln. Die Softwareunternehmen vermarkten sogenannte Emulationssoftware, die es Nutzern erlaubt, wichtige Programme auf Computern einzusetzen, die nicht von IBM stammen. Die Kommission untersuche nun, ob der Konzern aus Armonk versucht hat, dies zu unterbinden.

Bei dem anderen Fall untersuche die Europäische Kommission, ob IBM Praktiken eingesetzt habe, um Wettbewerber aus dem Mainframe-Dienstleistungsgeschäft herauszuhalten. Insbesondere untersuchen die Wettbewerbshüter den weiteren Angaben zufolge, ob IBM den Zugang zu Ersatzteilen beschränkt bzw Ersatzteile erst verspätet geliefert hat.

Die Kommission wies darauf hin, dass die Einleitung eines Untersuchungsverfahrens nicht bedeute, dass die Wettbewerbshüter Belege für die vorgeworfenen Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht haben. Vielmehr werde man die Fälle jetzt intensiv untersuchen.