Harting

Harting möchte mit der Zertifizierung gesellschaftlicher Verantwortung den Forderungen der Kunden nach ethisch korrektem Verhalten in der Lieferkette / Wertschöpfungskette entgegenkommen (Bild: Harting).

ESPELKAMP (gk). „Es ist für uns eine große Ehre, als erstes deutsches Unternehmen das Zertifikat zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung von Seiten der DQS zu erhalten”, sagte Dietmar Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Harting Technologiegruppe. “Wir haben uns sehr bewusst für diesen Schritt entschieden, denn wir möchten einen Standard setzen, wie Unternehmen und Organisationen Auskunft über ihre gesellschaftliche Verantwortung geben können.” Für Harting stelle die Auditierung durch einen unabhängigen Dritten den geeigneten Weg dar.

Harting in Espelkamp hatte 2010 bei dem Industriebenchmark Fabrik des Jahres/GEO den Sieg in der Kategorie “Hervorragende Großserienfertigung” errungen. Harting möchte mit der vorgenommen Zertifizierung gesellschaftlicher Verantwortung in erster Linie den zunehmenden Forderungen der Kunden nach ethisch korrektem Verhalten in der Lieferkette / Wertschöpfungskette bestmöglich entgegen kommen. Aufgrund der Vielzahl individueller Verhaltenskodizes der Kunden und dem hohen Zeit- und Kostenaufwand für die jeweilige individuelle Implementierung sieht Harting die Zertifizierung als aktiven Schritt zur weiteren Verbesserung der Kundenbetreuung.

Bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung orientiert sich die Harting Technologiegruppe an der ISO 26000. Diese internationale Norm ist als Leitfaden konzipiert worden und nicht zertifizierbar. Die DQS hat daher die Konformität mit den Kernthemen der ISO 26000 geprüft und die Zertifizierung nach der österreichischen Regel ONR 192500 sowie der spanischen Spezifikation RS 10 ausgesprochen, die beide die Inhalte und Kernthemen der ISO 26000 in ein zertifizierbares Managementsystem umgesetzt haben.

Bei Harting integriert das verantwortliche Denken und Handeln auch die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter: So werden beispielsweise in der Montage Arbeitsplätze anhand eines Cardboard Engineering an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden ausgerichtet. Der Prototyp eines Arbeitsplatzes wird mit Pappkartons nachgestellt und so lange verbessert, bis er dem natürlichen Bewegungsfluss der Beschäftigten und den qualitativen Anforderungen des Prozesses gerecht wird. Weitere interne Maßnahmen wie beispielsweise das Harting Ideenmanagement oder die Auszeichnung gelungener Verbesserungsprozesse im Rahmen des Harting Learning and Improvement Systems (HARlis) ergänzen und erweitern den Weg der kontinuierlichen Verbesserung.

Darüber hinaus ist für die Harting Technologiegruppe Umwelt- und Klimaschutz bereits seit 1996 fester Bestandteil des Unternehmensalltags. Die Steigerung der Energie-Effizienz und umweltschonendes Wirtschaften gehören zur Firmenphilosophie. Die offizielle Beurkundung als „Klimaschutzunternehmen“ erhielt Harting jetzt durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der die Auszeichnung im Rahmen der Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation zusammen mit dem Bundesumweltministerium, dessen Klimaschutzinitiative und dem Bundewirtschaftsministerium verlieh.