Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Bild: Messe Stuttgart

Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Bild: Messe Stuttgart

Vom 26. bis zum 28. Oktober veranstaltet die Messe Stuttgart zum zweiten Mal die Fachmesse IT & Business. Für kaufmännische Entscheider und IT-Fachleute aus Industrie-Unternehmen stehen lösungsorientierte Ansätze im Vordergrund, wie Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, im Gespräch mit Produktion erläutert.

von Claus Wilk

Herr Kromer, würden Sie die IT & Business als Nachfolgerin der Systems betrachten wollen oder sehen Sie Ihre Messe im Vergleich als absolut eigenständiges Format?

Nach der Absage der Systems sind wir mit dem Start der IT & Business dem Wunsch des Marktes nach einer starken IT-Messe im Herbst nachgekommen. Wir besetzen damit das Thema „IT im Unternehmen“ und legen den Schwerpunkt auf den industriellen Mittelstand. Diese Zielgruppe ist in Baden-Württemberg stark vertreten – ein klarer Standortvorteil. Unser lösungs- und nutzenorientierter Messe-Ansatz geht auf. Das zeigt nach der erfolgreichen Messe-Premiere 2009 auch die große Nachfrage in diesem Jahr.

Welches Wachstumspotenzial sehen Sie für die IT & Business?

Mittelfristig wollen wir die IT & Business als IT-Event im Herbst etablieren und 750 bis 1.000 Aussteller mit 20.000 bis 25.000 Fachbesuchern aus Unternehmen zusammenbringen. Das ist auch im Interesse des Marktes, der ein Gegengewicht zur CeBIT im Frühjahr wünscht. Einige Global Player und viele Marktführer in ihrem Segment haben die IT & Business bereits fest in ihren Messekalender aufgenommen. Gemeinsam mit unseren Partnern und den großen Branchenverbänden VDMA Fachverband Software, BITKOM und VOI haben wir die Erwartungen des Marktes voll und ganz erfüllt.

In welche Richtung werden Sie die Messe ausbauen?

Wir wollen die IT-Plattform im Herbst erweitern – durch neue Themen, die wir in die Fachmesse integrieren und den Ausbau bestehender Schwerpunkte. Dazu gehört eine Erweiterung des lösungsorientierten Ansatzes und noch mehr praktisches Know-how, das Lösungen für IT in mittelständischen Unternehmen aufzeigt. Dieser pragmatische Ansatz für IT-Experten und kaufmännische Entscheider bleibt auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt bei der IT & Business und der DMS EXPO.

Sie sprechen hinsichtlich der parallel stattfindenden DMS EXPO von großen Synergien mit der IT & Business. Was genau meinen Sie damit?

Der Messeverbund von IT & Business und DMS EXPO ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. Die beiden Veranstaltungen haben eine hohe gemeinsame Schnittmenge an Fachbesuchern. Die Besucher können mit einer gemeinsamen Eintrittskarte beide Veranstaltungen besuchen. Und die Aussteller treffen auf ein größeres Publikum und viele potentielle Neukunden.


Welches Rahmenprogramm und welche weiteren Nutzwerte erwarten die Besucher?

In diesem Jahr fokussieren wir uns noch gezielter als 2009auf die Schwerpunktthemen und Anwendungsbereiche. Das Rahmenprogramm haben wir in diesem Jahr erweitert: Zusätzlich zu den Themen Planung von Unternehmensressourcen (ERP), IT-Infrastruktur, Fertigungssteuerung (MES) und IT-Sicherheit, beleuchten wir in diesem Jahr auch Geschäftsprozessmanagement (BPM), Geschäftsanalytik (BI), Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Mietmodelle (XaaS) und Open Source. Unabhängige Experten – beispielsweise von der RWTH Aachen – führen kostenlose Messerundgänge durch und präsentieren verschiedene Lösungsansätze für spezifische Aufgaben. Die Trovarit AG stellt Auszüge aus ihrer diesjährigen ERP-Zufriedenheitsstudie vor, die sich mit der Transparenz und Vergleichbarkeit verschiedener Systeme beschäftigt. Einen Blick in die Zukunft ermöglicht die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihrem Ausstellungs-Truck, in dem sie zukunftsweisende Informations- und Kommunikationstechnologien und IT-Produkte vorstellt.