Roboter bei Agile Robots

Die Roboter von Franka Robotics, die zuvor im Allgäu gefertigt wurden, werden auch weiterhin in ihrer bayerischen Heimat produziert. (Bild: Agile Robots)

Die Robotik ist einer der spannendsten Bereiche der Automatisierungstechnik, in dem ständig neue Modelle, Software und Zubehör präsentiert werden. Damit Sie immer auf dem Laufenden sind, haben wir hier aktuelle Nachrichten zur Industrierobotik zusammengefasst:

07.03.2024

Agile Robots startet Franka Roboterproduktion in Kaufbeuren

(Agile Robots/lb) Agile Robots hat die Roboterproduktion von Franka Robotics (ehemals Franka Emika) an seinem Standort in Kaufbeuren aufgenommen. Agile Robots hatte das Robotikunternehmen im November 2023 übernommen und in die Agile Robots Gruppe integriert. Dank der lokalen Produktionsfähigkeiten werden die Robotersysteme nun wieder an Kunden ausgeliefert.  

Die Roboter von Franka Robotics, die zuvor im Allgäu gefertigt wurden, werden somit auch weiterhin in ihrer bayerischen Heimat produziert. Das betrifft auch den 'Yu 5 Industrial'. Beide Roboterarme wurden in Deutschland designet und entwickelt.  Auch ihre Mechanik ist ein Produkt deutscher Ingenieurskunst: Die Drehmomentsensoren, die in sämtlichen Achsen integriert sind und den Robotern ihr Feingefühl verleihen, wurden im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen erfunden. Seither wurden die Robotersysteme in den in München ansässigen F&E Abteilungen von Agile Robots und Franka Robotics kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.  

Dr. Zhaopeng Chen, CEO und Gründer von Agile Robots: „Ich freue mich sehr, dass wir die starke Nachfrage nach den Robotern von Franka Robotics ab sofort aus Kaufbeuren heraus bedienen können. Unsere Teams haben hier hervorragende Arbeit geleistet – insbesondere, wenn man bedenkt, dass Franka Robotics erst seit November 2023 Teil der Agile Robots Gruppe ist. Mit dem Produktionsbeginn haben wir nun den nächsten Meilenstein in unserer gemeinsamen Firmengeschichte gelegt“.

„Es ist schön zu sehen, dass unsere Roboter nun wieder verfügbar sind“ erklärt Sven Parusel, Senior Vice President Academia & Research bei Franka Robotics. „In der KI- und Roboterforschung sind unsere Systeme längst nicht mehr wegzudenken. Auf den internationalen Robotik Konferenzen macht sich das besonders bemerkbar: Hier sind unsere Roboter an jeder Ecke anzutreffen“.

26.02.2024

Neura Robotics verlagert Produktion nach Deutschland

(Neura Robotics/lb) Neura Robotics, Hersteller von kognitiven Robotern mit Hauptsitz in Metzingen, verlagert die Produktion im Jahr 2024 von China nach Deutschland. Derzeit produziert das Unternehmen den Großteil des Gesamtvolumens noch in China. Bis Ende des Jahres 2024 sollen die Produktionskapazitäten in Metzingen erhöht und gleichzeitig in China abgebaut werden.

David Reger, Gründer von Neura Robotics, erklärt: „Die Verlagerung der Produktion nach Deutschland ist ein Meilenstein auf dem Weg von Neura Robotics zum ‘Next German Hero’. Wir sind davon überzeugt, dass internationale Innovationsführerschaft und regionale Verbundenheit sich nicht ausschließen – ein Prinzip, das uns die Automobilunternehmen über Jahrzehnte gelehrt haben. Die kognitive Robotik wird in Zukunft eine vergleichbare Bedeutung haben. ‘Made in Germany’ ist weltweit nach wie vor ein Gütesiegel für Qualität und Exzellenz, besonders in Bereichen, in denen Spitzen-Hardware gefragt ist. Mit dieser strategischen Entscheidung wollen wir demonstrieren, dass Deutschland der optimale Standort für kognitive Robotik ist.”

Die Verlagerung der Produktion nach Deutschland markiert den zweiten Schritt von Neura hin zu einem starken Fokus auf den Heimatmarkt. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass in München sowohl ein Engineering-Hub mit Schwerpunkt ‘Künstliche Intelligenz‘ als auch eine zentrale Unit zur Steuerung des globalen Vertriebsnetzwerks entstehen wird, um von der starken Innovations- und Technologielandschaft der Region zu profitieren.

Um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken und den wachsenden Energiebedarf der Produktion effizient zu decken, setzt das Unternehmen dabei auf PV-Kraft und möglichst autarke Gebäude.

Roboter von Neura Robotics
Neura Robotics hat den ersten marktreifen kognitiven Cobot entwickelt. Jetzt verlagert der Roboterhersteller seine Produktion von China nach Deutschland als optimalen Standort für kognitive Robotik. (Bild: Neura Robotics)

20.02.2024

all about automation: Messe für Automatisierung und Industrierobotik

(easyfairs/lb) Am 5. und 6. März 2024 findet in Friedrichshafen das größte Event der Messereihe all about automation statt. Die Ausgabe setzt mit über 370 Ausstellern (im Vorjahr: 321 Aussteller), darunter 66 Neuaussteller, neue Maßstäbe für die Serie. Die Zahlen belegen das kontinuierliche Wachstum und die Relevanz der Messe, die nun ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Thematisch deckt die all about automation das gesamte Spektrum der Automatisierungstechnik und Industrierobotik ab. Digitalisierung und Vernetzung spielen ebenfalls eine große Rolle. Schwerpunkte setzen die Kompetenzpartner der Messe und das Vortragsprogramm auf den Talk Lounges. Bei der Messe geht es vorrangig um heute umsetzbare Lösungen – insbesondere für die Zielgruppe der KMUs.

In den Messehallen können sich Besucher in zwei Vortragsbereichen praxisnah weiterbilden. Der Fokus des diesjährigen Vortragsprogramms liegt auf den Themen Robotik für den Mittelstand, Digitale Transformation und Sichere Automation.

Praxisnahe Vorträge zur Robotik in KMUs

Der Deutsche Robotik Verband DRV e.V. präsentiert praxisnahe Vorträge zur Robotik. Am Dienstag, dem 5. März, findet zum Beispiel eine Podiumsdiskussion statt, die speziell die Anliegen kleinerer und mittlerer Unternehmen anspricht: Ist der Cobot noch immer ein Hype oder bereits Standard für KMUs? Werden die CE-Anforderungen zu hoch angesetzt? Kann man Cobots online verkaufen? Zusätzlich treffen Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des DRV e.V. und in zahlreichen anderen Vorträgen auf führende Experten der Branche, die sich den Themen der Robotik widmen.

Die Talk Lounge des Events behandelt neben Robotik auch Schwerpunkte wie Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und das Industrial Internet of Things (IIoT). Diskutiert werden unter anderem die einfache Integration von Condition Monitoring, Daten zur Steigerung von Transparenz und Effizienz in der Produktion sowie Use Cases, die die Frage beantworten, ob KI in der Industrie nur ein kurzlebiger Trend ist oder eine nachhaltige Chance bietet.

Das vollständige Talk Lounge Programm sowie alle Aussteller sind auf der Homepage abrufbar. Die Messe öffnet am 5. März 2024 von 9 bis 17 Uhr und am 6. März 2024 von 9 bis 16 Uhr. Sie belegt die Hallen B1 und B2 der Messe Friedrichshafen.

05.02.2024

Universal Robots: Cobots treiben Umsatz voran

(UR/lb) Der dänische Hersteller kollaborierender Roboter (Cobots), Universal Robots (UR), meldet für das vierte Quartal 2023 einen Umsatz von 103 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2022. Es war das bisher umsatzstärkste Quartal des Weltmarktführers. Der Jahresumsatz 2023 betrug 304 Mio. US-Dollar, was einem Rückgang von 7 Prozent gegenüber 2022 entspricht.

Der Präsident des Unternehmens, Kim Povlsen, erklärt, dass das Jahr 2023 von Schwierigkeiten in der Industrie geprägt war, besonders in der ersten Jahreshälfte. Dennoch konnte das Unternehmen Wachstum bei Fokuskunden und in Schlüsselsegmenten wie dem Palettieren verzeichnen. Auch der strategisch wichtige OEM-Kanal wuchs. Povlsen ist optimistisch und betont, dass Universal Robots gut aufgestellt ist, um im Jahr 2024 weiter zu wachsen.

Neueste Cobots tragen zum Wachstum bei

Ein wesentlicher Beitrag zum Wachstum kam von den neuesten Cobots, insbesondere dem UR20 für schwere Traglasten. Die starke Nachfrage in Anwendungen wie Palettieren und Schweißen trug dazu bei, dass der UR20 zusammen mit dem im November eingeführten UR30 30 Prozent des Umsatzes im vierten Quartal ausmachte.

„Wir haben die Dynamik bei der Bereitstellung von wirkungsvollen Innovationen auf dem Markt erhöht”, sagt Povlsen. „Wir liefern bereits den UR30 aus und haben die Produktion im vierten Quartal auf mehr als 1.200 Einheiten hochgefahren, um die anhaltende Nachfrage nach dem UR20 zu decken. Letztendlich hängt unser Erfolg jedoch von unserer Stärke als Plattform ab. Es sind unser fortlaufend exzellentes Software-Angebot und die Benutzerfreundlichkeit, die zusätzlich zu unserer Hardware-Innovation einen Mehrwert für unsere Partner und Endkunden schaffen.”

11.01.2024

Deutschland liegt bei Roboterdichte auf Platz 3

(IFR / lb) Deutschland zählt zu den führenden automatisierten Volkswirtschaften weltweit. Im verarbeitenden Gewerbe gibt es eine Roboterdichte von 415 installierten Industrie-Robotern pro 10.000 Arbeitnehmer. Damit belegt die deutsche Wirtschaft den dritten Platz hinter Südkorea (1.012 Einheiten) und Singapur (730 Einheiten). Diese Ergebnisse stammen aus dem World Robotics 2023 Bericht der International Federation of Robotics.


„Die Roboterdichte ist eine wichtige Kennzahl, um den aktuellen Stand der Automatisierung messbar zu machen - Regionen und Länder lassen sich so miteinander vergleichen", sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Das Automationstempo ist beeindruckend: Mit 151 Robotern pro 10.000 Beschäftigte hat die durchschnittliche Roboterdichte weltweit einen historischen Höchststand erreicht und das Ergebnis von vor sechs Jahren mehr als verdoppelt."

Mehr dazu lesen Sie auf unserem Schwesterportal "Automation NEXT":

03.11.2023

Agile Robots übernimmt Robotik-Spezialisten Franka Emika

(Agile Robots/ar) Agile Robots übernimmt den Geschäftsbetrieb des Münchner Robotik-Spezialisten Franka Emika. Der Gläubigerausschuss der insolventen Franka Emika hatte einer entsprechenden Vereinbarung zuvor zugestimmt. Zu den finanziellen Details der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Zuge der Übernahme plant Agile Robots einer Pressemitteilung zufolge, den Betrieb von Franka Emika mit seinen rund 100 Mitarbeitenden fortzuführen, und in das weitere Wachstum des Unternehmens in Bayern zu investieren. Dazu zählen die Ausweitung des Produktportfolios, die Stärkung des globalen Vertriebs, und die Weiterführung der F&E-Aktivitäten.

„Mit der Übernahme wurde eine industrielle Lösung gefunden, die uns die einmalige Chance bietet, ein bayerisches Technologieunternehmen mit einer echten globalen Perspektive zu schaffen", erklärte Zhaopeng Chen, CEO und Gründer von Agile Robots. „Mit dem Zusammenschluss beschleunigen wir die Umsetzung unserer internationalen Wachstumsstrategie. Die Kombination hoher KI- und Softwarekompetenz mit führender Robotertechnologie stärkt unsere Innovationskraft und die Fähigkeit, bedarfsgerechte und marktreife Produkte auf den Markt zu bringen", ergänzte Rory Sexton, VP Operations von Agile Robots.

Mehr zum Streit um das Roboter-Start-up Franka Emika lesen Sie in unserem Schwesterportal:

26.09.2023

Neuer IFR-Bericht: Fast vier Millionen Industrieroboter

Roboter in Fabrik
Die Europäische Union bleibt auch im Jahr 2022 der zweitgrößte Roboter-Markt der Welt (70.781 Einheiten; +fünf Prozent). Deutschland gehört mit einem Marktanteil von 36 Prozent innerhalb der EU zu den fünf größten Anwendern weltweit. (Bild: Nataliya Hora - stock.adobe.com)

(IFR) Der neue IFR-Bericht "World Robotics 2023" verzeichnet 553.052 Installationen von Industrierobotern weltweit. Das entspricht einer Wachstumsrate von fünf Prozent im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Betrachtet man die Regionen einzeln wurden 73 Prozent aller neu eingesetzten Roboter in Asien installiert, 15 Prozent in Europa und zehn Prozent in Amerika.

"Der Weltrekord von 500.000 Einheiten wurde zum zweiten Mal in Folge übertroffen“, kommentierte Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Im Jahr 2023 wird der Markt für Industrieroboter voraussichtlich um sieben Prozent auf mehr als 590.000 Einheiten weltweit wachsen.“

Der mit Abstand größte Markt ist China. Im Jahr 2022 wurden dort 290.258 Roboter installiert. Um diesen dynamischen Markt zu bedienen, haben inländische und internationale Roboterlieferanten Produktionsstätten in China errichtet und die Kapazitäten kontinuierlich erhöht. Im Durchschnitt wuchsen die jährlichen Roboterinstallationen von 2017 bis 2022 jedes Jahr um 13 Prozent.

Lesen Sie einen ausführlichen Artikel mit den wichtigsten Grafiken des IFR-Berichts auf unserem Schwesterportal all-electronics.de: China ist endgültig eine Weltmacht der Robotik

14.09.2023

ABB investiert 280 Millionen US-Dollar in Robotik-Campus

(ABB) Das Technologieunternehmen ABB will die Produktion in Europa ausbauen und im schwedischen Västerås einen modernen Robotics-Campus bauen, der die bisherigen Einrichtungen an dem Standort ersetzen wird. Die Investition im Wert von 280 Millionen US-Dollar kündigte das Unternehmen am 13. September 2023 an. Der neue Campus soll 65.000 Quadratmeter umfassen, die sich verteilen auf die automatisierte Fertigung, F&E, Customer Experience- und Schulungszentren. Der Hersteller vergrößert mit dem Neubau seine Produktionskapazitäten um rund 50 Prozent. Die Eröffnung ist für Ende 2026 geplant.

ABB reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage nach Automatisierungs- und Robotiklösungen in Europa. "Die Nachfrage unserer Kunden und das prognostizierte Marktwachstum waren für die Investition in unseren neuen Campus ausschlaggebend", sagte CEO Björn Rosengren. "Nach bedeutenden Investitionen in China und den USA werden wir mit dem neuen Campus in Schweden unsere Kunden in Europa mit lokal gefertigten Produkten in einem wachsenden Markt besser bedienen können. Bereits heute werden rund 95 Prozent der ABB-Roboter für Europa auf dem Kontinent produziert."

Mit der Fertigstellung des Campus wird ABB seit 2018 insgesamt 450 Millionen US-Dollar in seine drei Robotik-Standorte investiert haben, darunter eine Fabrik in Shanghai für den asiatischen Markt und die Fabrik in Auburn Hills für die amerikanischen Kunden.

21.07.2023

Roboter greift dank KI fast so geschickt und intuitiv wie ein Mensch

Agile Justin greift einen Bauklotz, um seine KI-generierten Fähigkeiten zu demonstrieren. Schnappschuss von der Automatica 2023 in München.
Der Roboter demonstriert seine Fähigkeiten auf der Automatica 2023 in München. (Bild: Bernhard Richter)

(DLR) Ein Team vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat dem Roboter Agile Justin beigebracht, Gegenstände richtig zu greifen, sogar wenn er sie nicht kennt. Der humanoide Roboter kann Dinge in der Hand auch in jede gewünschte Richtung drehen – ohne dabei hinzusehen. Für Menschen ist das alltäglich, für Roboter extrem schwierig. Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lernende künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Sie sehen in ihrer Entwicklung einen Durchbruch in der KI-Robotik.

Agile Justin hat Sensoren in seinen beiden vierfingrigen Roboterhänden: Er „fühlt“ damit die Gegenstände. Bisher konnte der Roboter zum Beispiel Bälle fangen, die ihm zugeworfen werden, oder Materialien durch Abtasten mit den Fingern erkennen. Jetzt hat selbstständig lernende KI Justins Möglichkeiten entscheidend erweitert.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht auf unserem Schwester-Portal ke-next.de:

07.07.2023

ABB stellt energiesparende Großroboter und kräftige Cobots vor

Frau demonstriert kollaborativen Roboter/Cobot Gofa von ABB
Die Gofa-Cobots zeichnen sich durch größere Reichweiten und höhere Traglasten aus. (Bild: ABB)

(ABB) Zur Automatica 2023 präsentierte ABB zwei neue Varianten ihres kollaborativen Roboters Gofa. „Unsere Cobot-Modelle GoFa 10 und GoFa 12 wurden als Antwort auf die Forderung nach kollaborativen Robotern mit höheren Traglasten und größerer Reichweite entwickelt“, erklärte Marc Segura, Leiter der Robotics-Division, anlässlich der Produktpräsentation auf der Automatica 2023.

Neben ihren Traglasten von bis zu zehn beziehungsweise bis zu zwölf Kilogramm zeichnen sich die Roboter durch eine TCP-Geschwindigkeit (Tool Center Point) von bis zu 2 m/s sowie einer Wiederholgenauigkeit von 0,02 Millimetern aus, laut Hersteller die höchste Wiederholgenauigkeit auf dem Markt. Die Cobots sind nach Schutzart IP67 gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit geschützt und ermöglichen die Automatisierung anspruchsvoller Aufgaben wie Maschinenbeschickung, Schweißen, Teilehandhabung, Polieren und Montieren. Der Gofa 10 ist insbesondere für Palettieranwendungen interessant, denn er hat eine Reichweite von 1,62 Metern, was ausreichend ist für US-Paletten.

Die Roboter werden mit Lead-Through-Programmierung und der Wizard-Easy-Programming-Software eingerichtet. Diese sollen auch Nicht-Spezialisten eine schnelle Automatisierung ihrer Anwendungen mithilfe grafischer Befehlsblöcke ermöglichen. Die Roboter sind für die enge Zusammenarbeit mit Menschen gemäß PL d, Kategorie 3 zertifiziert.

Frau richtet Großroboter IRB6710 von ABB ein.
Der IRB 6710 erreicht mit seiner beachtlichen Größe eine Wiederholgenauigkeit von 0,03 mm. (Bild: ABB)

ABB erweiterte außerdem das Portfolio an Großrobotern um vier neue Modelle. Hier hatte der Hersteller zum Beispiel die Automobil- und Elektrofahrzeugindustrie im Blick. Die neuen Modelle zeichnen sich durch hohe Leistung und Energieeffizienz aus sowie einer Wiederholgenauigkeit von 0,03 mm. Die Modelle mit den Bezeichnungen IRB 6710, IRB 6720, IRB 6730 und IRB 6740 decken Traglasten von 150 bis 310 Kilogramm ab und sind in Reichweiten von 2,5 bis 3,2 Metern erhältlich.

Marc Segura, Leiter der Robotics-Division, betont: „Die vier neuen ABB-Roboter sind in 22 Varianten erhältlich und ermöglichen Energieeinsparungen von bis zu 20 Prozent.“ Dieses Ergebnis erreichen die Roboter durch die Omnicore-Steuerung und ein leichteres Roboterdesign. Damit eignet sich die neue Roboterserie für komplexe Aufgaben wie das Punktschweißen, Laserschweißen, Schrauben und Nieten.

07.07.2023

EU-Kommission prüft: Darf Amazon den Hersteller für Staubsauger-Roboter iRobot übernehmen?

(EU-Kommission) Die Europäische Kommission hat eine eingehende Prüfung der geplanten Übernahme von iRobot durch Amazon nach der EU-Fusionskontrollverordnung eingeleitet. Die Kommission befürchtet, dass Amazon durch die Übernahme in der Lage wäre, den Wettbewerb auf dem Markt für Saugroboter zu beschränken und seine Stellung als Online-Marktplatz-Anbieter zu stärken. iRobot stellt Staubsauger-Roboter her und verkauft diese unter anderem über den Online-Marktplatz Amazon.

Kritisch sehen die Marktwächter, dass Amazon ein wichtiger Absatzkanal für Saugroboter in mehreren EU-Mitgliedstaaten ist und dass das Unternehmen auf den Gedanken kommen könnte, andere Hersteller von Staubsauger-Robotern zu benachteiligen, beispielsweise indem es sie daran hindert, die Programmierschnittstelle zur Alexa-Software zu nutzen. Außerdem würde Amazon Zugang zu den Daten der iRobot-Nutzer erhalten.

Die Kommission hat 90 Arbeitstage Zeit, um einen Beschluss zu erlassen. Ob der Konzern den Roboterhersteller übernehmen darf, entscheidet sich damit spätestens am 15. November 2023.

03.07.2023

Italienisches Forscherteam gewinnt Kuka-Innovation-Award 2023

Die vier Mitglieder des Innovation-Award-Gewinner-Teams Jarvis von Politecnico di Milano mit ihrer Demo-Anlage auf der Automatica am Kuka-Stand.
Das Team Jarvis von Politecnico di Milano gewann den Award mit einer Plug-and-Play-Methode für die Programmierung kollaborativer Robotik-Anwendungen. (Bild: Kuka)

(Kuka) Das Forscherteam Jarvis des Merlin Laboratory der italienischen Politecnico di Milano hat den Kuka-Innovation-Award 2023 gewonnen. Jarvis beschäftigte sich mit der Entwicklung einer Plug-and-Play-Methode für die Programmierung von kollaborativen Robotik-Anwendungen, zum Beispiel für Montage und Verpackung. Sie ist vollständig in das Kuka-IIQKA-Ecosystem integriert.

Das Konzept ermöglicht es ungelernten Bedienern, den Roboter für eine neue Aufgabe zu instruieren und auf unbekannte Situationen zu generalisieren, einschließlich neuer Aufgaben und Produktvarianten. So kann sich der Roboter dank KI ohne Produktionsausfall an Veränderungen im Arbeitsbereich anpassen. Das Forscherteam richtet sich damit vor allem an kleine und mittlere Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die kollaborative Roboter für Bestückung und Montage nutzen.

Der Award ist mit 20.000 € dotiert und wurde auf der Messe Automatica überreicht, die vom 27. Juni bis 30. Juni in München stattfand. Das Motto des Wettbewerbs war dieses Jahr „Open Platform Challenge“. Eine internationale Jury wählte die drei besten Finalteams aus, welche ihre Konzepte auf der Messe am Stand des Roboter-Anbieters dem Fachpublikum präsentierten. Zum ersten Mal basierte der Robotik-Wettbewerb auf dem neuen Roboterbetriebssystem des Herstellers und dem dazugehörigen Ecosystem.

30.06.2023

IFR: Roboterverkäufe steigen um sechs Prozent

(IFR) In Europa gibt es eine stark steigende Nachfrage nach Industrie-Robotern: Die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union installierten 2022 rund 72.000 Einheiten - ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies sind vorläufige Zahlen, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht werden.

„Die fünf wichtigsten Anwenderländer für Industrie-Roboter innerhalb der EU sind Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Polen", sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics (IFR). „Auf sie entfallen etwa 70 Prozent aller Installationen in der EU im Jahr 2022."

Deutschland ist der mit Abstand größte Robotermarkt in Europa: 2022 wurden rund 26.000 Einheiten installiert (+ drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dies entsprach einem Anteil von 37 Prozent an der EU-Gesamtzahl. Weltweit verzeichnet das Land nach Japan, Singapur und der Republik Korea die vierthöchste Roboterdichte.

Die Automobilindustrie ist traditionell der Hauptabnehmer von Industrie-Robotern in Deutschland. 27 Prozent der neu eingesetzten Einheiten wurden 2022 in dieser Branche installiert. Das entspricht 7.100 Einheiten – das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Hier zeigt sich ein bekanntes zyklisches Investitionsverhalten.

In der allgemeinen Industrie war der Hauptabnehmer die Metallbranche, die im Jahr 2022 insgesamt 4.200 Einheiten (+ 20 Prozent) installierte. Dies liegt über dem Niveau vor der Pandemie von um die 3.500 Einheiten pro Jahr, mit einem Spitzenwert von 3.700 Einheiten im Jahr 2019. Die Installationen in der Kunststoff- und Chemieindustrie erreichten wieder die Zahlen vor der Pandemie mit einem Anstieg um sieben Prozent auf 2.200 Einheiten im Jahr 2022.

15.06.2023

Takayuki Ito neuer Vizepräsidenten der International Federation of Robotics

Takayuki Ito - Vizepräsident IFR
Takayuki Ito ist seit mehr als 40 Jahren in der Robotik-Branche aktiv. (Bild: IFR)

(IFR) Der Vorstand der IFR hat den Japaner Takayuki Ito zu ihrem neuen Vizepräsidenten gewählt. Ito tritt die Nachfolge von Kenji Yamaguchi an (Fanuc).

Der 65-jährige Takayuki Ito blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Robotikbranche zurück und ist als Senior Managing Officer für die Robot-Business-and-Sales-Division tätig. Er begann seine Tätigkeit bei dem Roboterhersteller 1981 als Software-Ingenieur. Im Jahr 1997 wurde er Executive Vice President von Fanuc Robotics North America in Detroit. 2002 kehrte er zur Muttergesellschaft zurück, wo er die Rolle des General-Managers im Robot-Technology-Center am Hauptsitz übernahm.

In seiner neuen Rolle als Vizepräsident unterstützt Ito Marina Bill, die seit 2022 IFR-Präsidentin ist.

09.06.2023

Öffnet Türen: Boston Dynamics updatet Robo-Hund Spot

Standbild aus Youtube-Video von Boston Dynamics: Inspektionsroboter Spot öffnet sich eine Tür, um in einen anderen Raum zu gelangen.
Inspektionsroboter Spot öffnet sich eine Tür, um in einen anderen Raum zu gelangen. Diese Funktion befindet sich aktuell noch in der Beta-Phase, soll dem Roboter ab schon bald einen größeren Einsatzraduis ermöglichen. (Bild: Youtube/Boston Dynamics)

(Boston Dynamics) Am Mittwoch, 9. Juni, stellte Boston Dynamics die neuste Version des Roboters Spot vor. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Inspektions-Software. Für die Anwender vereinfachen sich Aufgaben wie die thermische Überwachung, die akustische Lecksuche und das Ablesen von Messgeräten. So können Anwender zum Beispiel in einem einzigen Foto mehrere Bereiche erfassen, die von Interesse sind. Für bis zu drei Bereiche lassen sich Warnmeldungen für Temperaturunterschiede setzen.

Der Roboter ist in seiner neusten Version mit einem Computer-Vision-Add-on von Levatat ausgerüstet, mit dem er analoge Messgeräte abliest. Außerdem ist Spot mit einer Akustikkamera von Fluke (SV600) ausgerüstet, die ihm beispielsweise hilft, Leckagen in Druckluftsystemen zu finden. Die Fernbedienungssoftware Scout verfügt jetzt über neue Berechtigungssätze und ein Dashboard zur Überprüfung des Fortschritts. Bei allen Inspektionstypen können Anwender die Parameter von Missionen und Aktionen später in Scout bearbeiten, ohne eine Mission neu aufzeichnen zu müssen.

Der Hersteller hat darüber hinaus die Hardware und die Verhaltensweisen des Roboters überarbeitet. Dazugekommen ist unter anderem eine Not-Aus-Taste auf der Rückseite des Roboters. Außerdem erkennt Spot sich bewegende Objekte, beispielsweise Menschen oder Gabelstapler. Er macht sich dann bemerkbar und hält Abstand.

Interessant ist eine Betafunktion, die ebenfalls am Mittwoch vorgestellt wurde: Dabei öffnet der Roboter Türen und bewegt sich selbstständig von Raum zu Raum. Somit kann sich das Gerät auch in menschenleere Gebäudeteile begeben, um dort Inspektionen durchzuführen.

02.06.2023

Energy Robotics erhält IEEE-Award für Produktinnovation

Roboter ExR-2 von Exrobotics bei Inspektionsfahrt in Fabrikumgebung nutzt Software von Energy Robotics, die jetzt mit IEEE-Award augezeichnet wurde.
Der Roboter ExR-2 von Exrobotics ist mit der Software von Energy Robotics ausgestattet. Er ist für die Durchführung von Inspektionsaufgaben in potenziell gefährlichen Anlagen der ATEX /IECEx Zone 1 zertifiziert. (Bild: Energy Robotics)

(Energy Robotics) Der IEEE Robotics and Automation Award für Produktinnovation geht dieses Jahr an Energy Robotics, ein Unternehmen, das eine Software-Plattform zur Digitalisierung industrieller Inspektions- und Securityaufgaben entwickelt und anbietet. Die Plattform ermöglicht es, Produktionsstätten mit mobilen Robotern zu inspizieren, beispielsweise im Öl-, Gas- oder Chemiesektor. Dabei können die Betreiber heterogene Flotten aus mobilen, autonomen Robotern und Drohnen einsetzen.

„Unsere Lösungen basieren auf mehr als fünfzehn Jahren Forschung. Die Unternehmensgründung erfolgte direkt aus der Technischen Universität Darmstadt heraus“, sagt Marc Dassler, Mitgründer und CEO des Darmstädter Unternehmens.

Der Einsatz von Robotern diverser Hersteller funktioniert dank Hardware-Abstraktion. Das heißt, dass das zugrundeliegende Betriebssystem sehr flexibel gestaltet ist. So verleiht das hardwareunabhängige Robot-Brain einer Flotte aus unterschiedlichen Robotern die nötige Intelligenz, sich autonom durch die Inspektionsumgebung zu bewegen.

Gesammelt werden die notwendigen Rohdaten mit Hilfe von Kameras und Sensoren. Über das Cloud-Brain werden alle eingesetzten Roboter verwaltet, Inspektionsmissionen geplant und die Daten mit Hilfe von Algorithmen und KI ausgewertet. Zu den möglichen Aufgaben gehören beispielsweise die Prüfung von Notausgängen auf Blockadefreiheit, die Detektion unbefugter Personen, das Ablesen von Manometern und die Audioanalyse von Motoren und Pumpen.

Der Preis zeichnet innovative, kommerzielle Produkte aus, die Robotik- und Automatisierungstechnik enthalten. Es können also auch Hersteller industrieferner Produkte teilnehmen, sogar Bewerbungen mit Haushaltsgeräten oder Häusern sind möglich. Die IEEE Robotics and Automation Society (RAS) ist ein Fachverband für Robotik und Automatisierung und vertritt Forschende und Lehrkräfte in Hochschulen, Behörden, Industrie und privaten Instituten.

24.05.2023

Engelberger Robotics Award 2023 für Roberta Nelson Shea and Jeff Burnstein

Roberta Nelson Shea von Universal Robots (UR) nimmt auf der Automate ihre Engelberger-Robotics-Awards-Medaille entgegen.
Der Engelsberger Robotics Award 2023 wurde auf der Automate in Detroit am 24.5.2023 verliehen. (Bild: UR)

(do) Am 24. Mai 2023 wurden im Rahmen der Messe Automate in Detroit Roberta Nelson Shea von Universal Robots (UR) und Jeff Burnstein von Association for Advancing Automation (A3) mit dem Joseph F. Engelberger Robotics Award 2023 ausgezeichnet.

Roberta Nelson Shea erhielt den Preis für ihren Beitrag zur weltweiten Robotersicherheit. Jeff Burnstein, Präsident der Association for Advancing Automation (A3), wurde in Anerkennung seines vier Jahrzehnte währenden Engagements und seiner Visionen für den globalen Automatisierungsverband ausgewählt.

Diese Auszeichnungen sind nach dem verstorbenen Joseph F. Engelberger benannt, der als Begründer der Industrierobotik bekannt ist. Seit ihrer Einführung im Jahr 1977 wurden die Engelberger-Awards an 136 Robotik-Führungskräfte aus aller Welt für herausragende Leistungen in den Bereichen Technologieentwicklung, Anwendung, Ausbildung und Führung verliehen.

Roberta Nelson Shea sagte anlässlich der Verleihung: „Ich fühle mich geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten. [...] Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für alle, die im Laufe der Jahre zur Robotersicherheit beigetragen haben. Als ich vor mehr als vier Jahrzehnten in diesem Bereich anfing, hatte ich das Gefühl, es sei meine persönliche Mission und niemand anderes wolle sich mit mir dafür einsetzen. Mittlerweile – und vor allem nach dem Aufkommen der kollaborativen Roboteranwendungen – sind wir uns alle einig, wie wichtig die Sicherheit ist.“

Burnstein hatte seine Auszeichnung bereits bei der Bekanntgabe der Nominierung mit den Worten kommentiert: "Der Preis wird nicht umsonst als 'Nobelpreis der Robotik' bezeichnet, denn er ist weltweit als Höhepunkt des Erfolgs unserer Branche anerkannt. Als Anglistikstudent ohne jeglichen technischen Hintergrund bin ich der lebende Beweis dafür, dass jeder in der Robotikbranche ein Zuhause hat."

Nelson Shea hofft, dass ihr Beispiel andere Frauen motivieren wird: „Glücklicherweise bin ich nicht die erste Frau, die diese Auszeichnung erhält. Trotzdem sind Frauen in der Robotikbranche immer noch in der Unterzahl und ich hoffe, dass meine Karriere auch eine Inspiration für jüngere Frauen sein kann. Immerhin spielen Frauen eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Entwicklung der Robotik und der Technologie im Allgemeinen", erklärte sie.

Die Preisträger werden von einem Gremium aus Branchenführern auf der Grundlage aller aktuellen und früheren Nominierungen aus der Branche empfohlen und von den früheren Vorsitzenden der RIA (Robotic Industries Association) gewählt. Der Robotik-Verband A3 verwaltet den Preis, welcher mit 5.000 US-Dollar dotiert ist. Die Preisträger erhalten außerdem eine Gedenkmedaille.

23.05.2023

Dobot stellt neue Cobot-Serie vor

Dobot-Cobot: Präsentation der CRA-Serie auf der Automate-Messe im Mai 2023, kollaborativer Roboter ohne Schutzzaun, umgeben von Messebesucher:innen
Die CRA-Serie besteht momentan aus sieben Modellen. (Bild: Dobot)

(Dobot) Auf der Automate - einer Messe für Robotik und Industrieautomation in Detroit - präsentiert der Hersteller Dobot seine neuen kollaborativen Roboter der CRA-Serie sowie die CRV500 Smart Camera. Die CRA-Cobots zeichnen sich durch Harmonic-Drive-Getriebe, elektromagnetische Bremsen, aktualisierte Software und eine überarbeitete Benutzeroberfläche aus. Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet die Serie eine verbesserte Leistung, Effizienz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Die CRA-Serie zeichnet sich insbesondere durch folgende Merkmale aus:

  • Integrierte Gelenke und Harmonic-Drive-Getriebe verbessern die Zykluszeit um 25 Prozent.
  • Optimierte Steuerungsalgorithmen erhöhen die Genauigkeit und verringern Vibrationen. Die Roboter erreichen 0,2 bis 0,4 mm Bahngenauigkeit bei komplexen Bewegungen.
  • Sicherheitsmerkmale wie elektromagnetische Bremsen, virtuelle Begrenzungen und Echtzeit-Nutzerlasterkennung wurden integriert.
  • Die neue Bediensoftware unterstützt die grafische Programmierung, Skripting und Drag-to-Teach für die Wiedergabe von Flugbahnen. Sie ist auf verschiedenen Plattformen einsetzbar und funktioniert unter anderem auf PCs, Tablets und Smartphones.
  • Das Steuergerät wurde um 25 Prozent verkleinert und ist nun optional in Schutzart IP54 erhältlich.

Die CRA-Serie umfasst sieben Robotermodelle mit Traglasten von drei bis 20 Kilogramm und Arbeitsradien zwischen 620 und 1.700 Millimeter, die verschiedene Branchen wie Unterhaltungselektronik, Automobil, Logistik und Gesundheitswesen bedienen. Sie unterstützt Anwendungen wie das Greifen und Ablegen, Sortieren, Inspektion, Schweißen und Palettieren.

Für eine verbesserte Sicherheit bei der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sind die Modelle der Serie mit 3 kg, 5 kg und 10 kg Traglast kompatibel mit Safeskin, einer berührungslosen Vorkollisionserkennungslösung des Herstellers.

Die CRV500 Smart Camera ergänzt die Roboter der CRA- und CR-Serie, indem sie präzise Objekterkennung und -erfassung mittels Dobots räumlichem Kompensationsalgorithmus ermöglicht. Die Einrichtung und Nutzung erfolgt über die Robotersteuerungssoftware des Anbieters.

23.05.2023

Roboterabsatz in Nordamerika steigt um 12 Prozent

IFR-Grafik: Jährliche Installation von Industrierobotern in Nordamerika. Seit 2020 wächst der Absatz wieder. In 2022 erreichte er 49.000 Einheiten. (Vorläufige Zahlen)
Nordamerika habe nach China den zweitgrößten Bestand an Industrierobotern in der Welt, so Marina Bill, IFR. Damit sind die USA, Kanada und Mexiko Schlüsselmärkte für das weltweite Wachstum der Roboterautomation. Führend ist der Automobilsektor. (Bild: IFR)

(IFR) Der nordamerikanische Robotikmarkt verzeichnete ein starkes Wachstum: Die Gesamtinstallationen in der Fertigung stiegen um 12 Prozent und erreichten im Jahr 2022 damit 41.624 Einheiten. Spitzenreiter ist die Automobilindustrie: Unternehmen in den USA, Kanada und Mexiko installierten 20.391 Industrieroboter - ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu 2021. Dies sind vorläufige Ergebnisse, die von der International Federation of Robotics (IFR) vorgelegt wurden.

„Nordamerika stellt nach China den zweitgrößten operativen Bestand an Industrierobotern in der Welt“, sagt Marina Bill, Präsidentin der IFR. „Die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko sind Schlüsselmärkte für das weltweite Wachstum der Roboterautomation, und der Automobilsektor ist führend.“

Zyklische Roboter-Nachfrage aus der Automobilindustrie

In den USA stieg die Nachfrage von Automobilherstellern und Herstellern von Komponenten bis 2022 um 48 Prozent. Die Anlagen zeigen damit das aus dieser Branche bekannte, zyklische Nachfragemuster. Nach einigen Jahren des Rückgangs vom Höchststand von 15.397 Einheiten im Jahr 2017 auf 9.854 Einheiten im Jahr 2021 steigen die Installationen im Jahr 2022 auf 14.594 Einheiten an.

Die Installationszahlen in Kanada hängen weitgehend von den Investitionen der Automobilindustrie ab, auf die 40 Prozent der Roboterinstallationen entfallen. Die Verkäufe an die Automobilindustrie sind mit 1.258 installierten Einheiten im Jahr 2022 um 36 Prozent zurückgegangen. Dies liegt unter dem Niveau vor der Pandemie von 1.897 Einheiten im Jahr 2019. Die Roboterinstallationen zur Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge sind mit 995 verkauften Einheiten deutlich um 45 Prozent zurückgegangen. Kraftfahrzeuge, Motoren und Karosserien hingegen wuchsen mit 263 verkauften Einheiten um 99 Prozent.

Die Roboterinstallationen in Mexiko werden auch von der Automobilindustrie bestimmt, auf die 66 Prozent der Roboterinstallationen im Jahr 2022 entfallen: Die Verkäufe stiegen um 16 Proeznt und erreichten 4.222 Einheiten im Jahr 2022 - das zweitbeste Ergebnis seit dem Spitzenwert von 4.805 Einheiten im Rekordjahr 2017.

Absatz von Robotern in nicht-automobilen Branchen

Zu den weiteren Branchen, die in Nordamerika die 4.000-Einheiten-Marke überschreiten, zählen: die Elektro-/Elektronikindustrie (+28 Prozent), die Metall- und Maschinenindustrie (-9 Prozent) sowie die Kunststoff- und Chemieindustrie (-4 Prozent). Sie haben jeweils einen Marktanteil von 9 Prozent an den Industrieroboterinstallationen im Jahr 2022.

23.05.2023

Sechsachsiger Kraftmomentsensor für mikro-robotische Systeme

Eine Hand hält den Kraftmoment-Sensor Minione von Bota Systems hoch. Er ist etwa so groß wie eine Kastanie.
Ein Kraftmomenten-Sensor für Roboter misst die auf seine Oberfläche einwirkende Kraft und das Drehmoment. Durch die Nutzung der gemessenen Signale in Echtzeit-Feedback-Steuerungen sind Roboter in der Lage, anspruchsvolle Interaktionsaufgaben auszuführen. (Bild: Bota Systems)

(Bota Systems) Seinen bisher kleinsten Sensor, den Minione, stellt Bota Systems in Kürze auf einer Ausstellung in London vor. Der Hersteller entwickelte den Sensor, um mikro-robotische Systeme mit haptischem Feedback zu verbessern. Der sechsachsige Sensor lässt sich zwischen einem Roboterarm und fast jedem End-of-Arm-Tooling (EOAT) installieren. Das Unternehmen wird die Komponente auf der ICRA, der IEEE International Conference on Robotics and Automation, vom 29. Mai bis 2. Juni 2023 in London, UK, vorstellen.

Mit seiner kleinen Grundfläche und einem Gewicht von 30 Gramm ist der Sensor insbesondere für medizinische Anwendungen, Produkttests sowie Präzisionsaufgaben wie Mikromontage und Mikropolieren geeignet. Er benötigt keine externe Hardware wie Adapter oder Schnittstellenboxen. Die Elektronik ist vollständig in das abgeschirmte Gehäuse integriert. Er ist staub- und wasserdicht gemäß IP67 und verfügt über eine USB-Kommunikationsschnittstelle. Der Hersteller stattet den Sensor mit Softwarepaketen für ROS, Matlab, Labview, TwinCAT oder Python aus.

23.05.2023

Robotik-Schulungspaket für Schule und Studium

Roboterzelle mit Cobot Gofa von ABB Robotics für Robotik-Kurse an Schulen und Hochschulen. Der Cobot ist auf einem Tisch mit Tablets montiert.
Das Herzstück des Pakets bildet die Schulungszelle mit einem voll funktionsfähigen kollaborativen Gofa-Roboter. Damit lassen sich häufige Industrieanwendungen wie Pick-&-Place-Aufgaben und 3D-Druck erlernen. (Bild: ABB Robotics)

(ABB Robotics) ABB Robotics hat ein Schulungspaket entwickelt, um die Qualifikationslücke in der Automatisierung zu schließen. Das Paket soll Schülerinnen, Schüler sowie Studierende auf die zukünftige Arbeitswelt vorzubereiten. Es beinhaltet eine kollaborative Gofa-Roboterzelle, Kursmaterial und eine weltweit anerkannte STEM-Zertifizierung.

Das Paket ist Teil einer weltweiten Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen die Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften in der Automatisierung fördert. Laut einer Umfrage mit 2.301 Befragten steht Robotik nur in 25 Prozent der Bildungseinrichtungen auf dem Lehrplan. Die Gründe dafür sind: ein Mangel an ausgebildeten Lehrkräften und die Schwierigkeit, Robotik-Schulungen zu integrieren.

Das Robotics Education Package ermöglicht es Schulen und Hochschulen, Robotik-Kurse anzubieten. Das Schulungspaket umfasst eine kollaborative Gofa-Roboterzelle, um praktische Industrieanwendungen zu erlernen. Zudem enthält es Kursmaterial mit einer Dauer von 56 Stunden; darunter Videos, interaktive Übungen, Testfragen sowie praktische Übungen mit einem Programmiertool. Pädagoginnen und Pädagogen erstellten diese Inhalte auf Basis von Schulungsmaterial aus der Industrie.

Lehrkräfte und Lernende haben außerdem die Möglichkeit, eine weltweit anerkannte STEM-Zertifizierung zu erhalten, die ihre Fähigkeiten in der robotergestützten Automatisierung belegt. ABB arbeitet aktuell mit Bildungseinrichtungen in mehr als 40 Ländern zusammen, um den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen der Roboterprogrammierung und -bedienung beizubringen.

Indien verzeichnet Roboter-Boom mit Allzeit-Hoch

Der Absatz von Industrie-Robotern in Indien hat mit 4.945 installierten Einheiten einen neuen Rekord erreicht.
Indien erreichte im Jahr 2021 mit 33.220 Einheiten ein neues Allzeithoch installierter Roboter. Das langfristige Potenzial für die Robotik in Indien lässt sich mit einem Vergleich zu China besonders verdeutlichen: Indiens Roboterdichte in der Automobil-Industrie, also die Anzahl der Industrie-Roboter pro 10.000 Beschäftigte, erreicht im Jahr 2021 insgesamt 148 Einheiten. Chinas Roboterdichte lag 2010 noch bei 131 Einheiten und stieg bis 2021 auf 772 Einheiten sprunghaft an. (Bild: International Federation of Robotics)

03.05.2023

Der Absatz von Industrie-Robotern in Indien hat mit 4.945 installierten Einheiten einen neuen Rekord erreicht. Das ist ein Anstieg von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2020: 3.215 Einheiten). Gemessen an den jährlichen Installationen rangiert Indien nun weltweit an zehnter Stelle. Dies sind die Ergebnisse des statistischen Jahrbuchs World Robotics der International Federation of Robotics (IFR).

„Indien zählt zu den am schnellsten wachsenden Industrie-Nationen weltweit", sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Innerhalb von fünf Jahren hat sich der operative Bestand an Industrie-Robotern mehr als verdoppelt und erreichte im Jahr 2021 insgesamt 33.220 Einheiten. Seit 2016 entspricht das einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 16 Prozent."

Gemessen an den Produktionszahlen des verarbeitenden Gewerbes ist Indien heute die fünftgrößte Volkswirtschaft weltweit. Nach Angaben der Weltbank belief sich die Wertschöpfung des indischen verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2021 auf 443,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Automobil-Industrie bleibt der größte Kunde für die Robotik-Industrie in Indien mit einem Marktanteil von 31 Prozent im Jahr 2021. Die Zahl der Installationen hat sich mit 1.547 Einheiten mehr als verdoppelt (+ 108 Prozent). Die General Industry wird in Indien von der Metallindustrie mit 308 Einheiten (- 9 Prozent) angeführt, gefolgt von der Gummi- und Kunststoffindustrie mit 246 Einheiten (+ 27 Prozent) und der Elektro-/Elektronikindustrie mit 215 Einheiten (+ 98 Prozent).

Quelle: International Federation of Robotics

28.04.2023

Der erste pneumatische Cobot

Pneumatischer Cobot von Festo - Roboterarm vor hellem Hintergrund
Das Besondere an dem Cobot von Festo ist, dass er statt Elektromotoren pneumatische Antriebstechnik verwendet. (Bild: Festo)

(Festo) Zur Hannover Messe 2023 stellte Festo einen pneumatischen Cobot vor, das heißt statt der sonst üblichen Elektromotoren hat der Hersteller pneumatische Aktuatoren verbaut. Dadurch sei der Roboter leichter, günstiger und sensitiv, weil keine schweren Getriebe oder Kraft-Moment-Sensorik nötig sind, erklärt das Unternehmen. Wert wurde bei der Entwicklung außerdem auf einfache Programmierbarkeit und Bedienbarkeit gelegt.

Sein Einsatzgebiet ist vor allem das Kleinteilehandling bei Nutzlasten bis zu drei Kilogramm. Der Festo Cobot besteht aus der Hardware selbst, einem Handmodul und der Robotic Suite, einer Software für die Inbetriebnahme und Programmierung. Laut Hersteller ist es möglich, den Cobot in weniger als einer Stunde in Betrieb zu nehmen und zu programmieren. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Robotik sind dazu angeblich nicht notwendig.

Die pneumatische Antriebe ermöglichen das manuelle und widerstandsfreie Führen des Roboterarms mit der Hand, um Wegpunkte und Bahnen einzulernen. Der Cobot wiegt unter 20 Kilogramm und hat eine Reichweite von 670 mm. Dank der Nachgiebigkeit der pneumatischen Antriebe agiert der Cobot feinfühlig – mit situativ angemessener Geschwindigkeit. Christian Tarragona, Leiter Robotics, erklärt: „Durch exakte Druckregler in den Gelenken erkennt der Roboter, wenn er berührt wird und reagiert mit entsprechenden Safety-Funktionen.“

25.04.2023

Kommissionieren mit KI und Roboter

KI-gestützte Kommissionier-Roboterlösung von ABB in Sicherheitseinhausung, weißer Roboterarm mit orangem Vakuumgreifer
Die vorkonfigurierte Lösung kann bis zu 1.400 unsortierte Artikel pro Stunde kommissionieren. (Bild: ABB Robotics)

(ABB Robotics) Zur Logimat stellt ABB eine Kommissionier-Lösung vor: den Robotic Item Picker. Das System ist mit einem Roboter, Vakuumgreifer und einer speziellen Bildverarbeitungssoftware ausgestattet. Es nutzt KI- und Vision-Technologie, um Artikel in unstrukturierten Umgebungen zu erkennen und zu kommissionieren, beispielsweise in Lagern und Fulfillment-Zentren.

Das System ermittelt zunächst die optimalen Greifpunkte für einen Artikel, dann nimmt der Vakuumgreifer ihn auf und legt ihn in den vorgesehenen Behälter. Die Lösung schafft bis zu 1.400 Artikeln pro Stunde. Der Greifer kommt mit einer Vielzahl von Produkten zurecht, darunter Quader, Zylinder, Beutel, Schachteln, Polybeutel und Blisterverpackungen. Drei Robotermodelle stehen zur Wahl: IRB 1200, IRB 1300 und IRB 2600. Das System ist für Traglasten bis zu drei Kilogramm geeignet und hat eine Reichweite von bis zu 1,65 Metern.

Industrieroboter von Kuka CR Cybertech Nano ARC HW Edition: Organger Roboterarm vor weißem Hintergrund, Industrieroboter
Der Schweißroboter ist an Boden und Decke montierbar. (Bild: Kuka)

25.04.2023

Roboter für den Einstieg in die Automatisierung

(Kuka) Kuka hat einen Roboter für einfache Schweißprozesse entwickelt. Das Modell KR Cybertech Nano ARC HW Edition ist nach Angaben des Herstellers insbesondere für preissensitive Märkte gedacht. Der Hohlwellen-Roboter eignet sich für einfaches Lichtbogenschweißen und wurde als Einstiegsmodell für Anwender konzipiert, die am Beginn einer Automatisierung stehen.

Das Unternehmen setzt beim Edition-Roboter auf sein aktuelles Technologieportfolio, bestehend aus der jüngst überarbeiteten KR-Cybertech-Nano-Serie sowie der neuesten Steuerungsgeneration KR C5. Dazu gehört auch die passende Schweißsoftware. Durch sein spezielles Design ist der Roboter allerdings günstiger als andere Kuka-Modelle.

Der Roboter ist für Traglasten von sechs Kilogramm ausgelegt und jeweils an Boden und Decke montierbar. Er ist aktuell in zwei Varianten erhältlich: mit bis zu 1.440 Millimetern und 2.010 Millimetern Reichweite. Der Roboter hat eine doppelseitig gelagerte Hohlwellenhand mit einem Durchmesser von 46 Millimetern und einer Wiederholgenauigkeit von 0,04 Millimetern. Die Hohlwellenhand unterstützt die richtige Positionierung für den Schweißprozess.

18.04.2023

Roboter genau positionieren mit Sensorikflächen statt Kamera

Beispiel für Positionierung: Sensorboard von RK Rose+Krieger liegt auf dem Boden unter einem Roboter-Rollwagen und leuchtet grün.
Das Sensorboard dient zur Positions- und Lageerkennung. (Bild: RK Rose+Krieger)

(RK) Das Unternehmen RK Rose+Krieger hat zu seinem Baukastensystem das Sensorboard hinzugefügt, das der Positions- und Lageerkennung von Bauteilen dient. Es besteht aus mindestens zwei Sensorikflächen, die ab einer Größe von 100 Quadratmillimeter verfügbar sind. Wird das System mit einem Cobot kombiniert, positioniert und erkennt der Roboter Bauteile, die auf einer der Sensorflächen liegen, mit einer Genauigkeit von 0,01 Millimeter. Der Roboter greift sie so präzise, als wäre das System mechanisch gekoppelt.

Eingesetzt in manuellen Cobot-Wagen (oder auch vollautomatischen FTS-Systemen), die zwischen mehreren Arbeitsplätzen oder Montagelinien verfahren, ermöglicht diese Technologie die präzise Positionierung des jeweiligen Vehikels am Zielort. Anders als bei herkömmlicher Sensor- und Kameratechnik wird die Leistung weder durch mangelnde, extreme oder sich ändernde Lichtverhältnisse noch durch Schmutz, Staub oder Öl negativ beeinflusst.

Die skalierbare Technologie wurde ursprünglich für Fernsehstudios entwickelt, um Fernsehkameras mannlos vom Regiepult aus zu verfahren. Integrator der Sensorboard-Technologie in anwenderspezifische Lösungen ist RK-AHT, ein Tochterunternehmen des Herstellers.

3.4.2023

Palettiersoftware für Cobots

Palettenmuster definieren mit neuer Omron-Software für Cobots und Roboter
Mit der Software sind Palettenmuster schnell definiert. (Bild: Omron)

(Omron) Die Firma Omron hat eine Palettierungssoftware für Cobots (kollaborative Roboter) auf den Markt gebracht. Die Software soll die Programmierung von Cobots vereinfachen und beschleunigen, welche Paletten beladen. Die SPS-basierte Software eignet sich für die NX102- und NA5-12-Hardware. Die modulare Maschinensteuerung der NX1-Serie ist mit einem speziellen Palettier-Funktionsblock ausgestattet und bildet die Basis der neuen Palettiersoftware.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Palettenmuster schnell definieren
  • Cobot einfach und schrittweise einrichten und kalibriere
  • Programmierung über eine Wizard-gestützte Schnittstelle
  • Dashboard für die Prozessübersicht und Überwachung von Robotern

01.04.2023

Fräsroboter mit hoher Genauigkeit für Alu- und Holz-Werkstücke

Fanuc: Neuer Fräsroboter R-2000iC/190S - gelber Roboterarm vor abstraktem Hintergrund
Der Fräsroboter kann eine Nutzlast von 190 Kilogramm bewegen. (Bild: Fanuc)

(Fanuc) Den Knickarmroboter R-2000iC/190S entwickelte Fanuc für Fräsarbeiten an Werkstücken aus anspruchsvolleren Materialien wie Aluminium und Holz. Die Roboterfamilie R-2000iC verfüge damit jetzt über ein Modell mit hoher Genauigkeit, sagt Ralf Völlinger, Vice President & General Manager Robot Division Europe bei Fanuc Europe. „Darüber hinaus kann der R-2000iC/190S mit seiner Nutzlast von 190 kg und einer Reichweite von 2040 mm eine Reihe anspruchsvoller Aufgaben übernehmen, die die Fähigkeiten anderer Präzisionsmodelle übersteigen.“

Das Unternehmen kalibriert jeden Roboter nach der Herstellung mit einem Lasertracker. Geprüft werden dabei die genauen Proportionen und Abmessungen. Diese verbesserte Kalibrierungsmethode wird durch den Einsatz zusätzlicher Sensoren unterstützt, die dem Roboter helfen, prozessbedingte Verzerrungen auszugleichen.

Zu den potenziellen Anwendungen gehört das Fräsen von prismatischen Komponenten, bei denen die Spindel/Schneidwerkzeug-Baugruppe am Ende des Roboterarms montiert wird. Bohr- und Lochstechaufgaben in der Luft- und Raumfahrtindustrie sind ein weiteres Beispiel.

31.03.2023

Linearachse für Cobots ohne Sicherheitsumhausung

Cobot UR 10e und die Linearachse Cobot Move von Lorch Schweißtechnik in einer Beispielanwendung - kein Sicherheitszaun - kollaborativer Industrieroboter
Effiziente Bearbeitung von Serienteilen: Während der Cobot in einer Station schweißt, können zeitgleich an der anderen Station weitere Werkstücke für den nächsten Schweißablauf vorbereitet werden. (Bild: Lorch Schweißtechnik)

(Lorch Schweißtechnik) Die neue Linearachse Cobot-Move von Lorch Schweißtechnik vergrößert den Arbeitsradius des Cobots UR 10e auf mehr als 4,5 Meter. Dadurch kann der Roboter größere Werkstücke bearbeiten oder Anwender können ein Mehrstationenbetrieb auf einem Arbeitstisch einrichten. Der Cobot kann mit dieser Lösung weiterhin ohne Sicherheitsumhausung betrieben. Die Linearachse mit einem Verfahrbereich von 2.000 Millimetern bewegt den Roboter mit 2 bis 160 mm/s. Sie kann auf jedem gängigen Schweißarbeitstisch montiert werden, sofern er mindestens 2,4 m lang ist. Wer bereits einen UR-10e-Cobot nutzt, kann die Linearachse nachrüsten.

Das Schweißen ist auch während des Verfahrens des Cobots auf der Linearachse ausführbar. Die Achse ist insbesondere auch für den sogenannten Nestbetrieb interessant, bei dem Serienteile im Mehrstationenbetrieb auf einem Arbeitstisch nacheinander bearbeitet werden. Nach dem Teachen eines Bauteils wird der Cobot einfach verschoben und arbeitet weitere Bauteile ab. Die Gelenkstellung bleibt bei jedem Bauteil dieselbe.

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23.03.2023

Kollaborative Robotics as a Service (RaaS) für Logistik und Lagerhaltung

Die GRS-Roboter sind gelbe, fahrende, relativ kleine, quadratische Transport-Plattformen. Roboter als Service, Robotics as a Service
GRS-Roboter warten auf ihren Einsatz. (Bild: GLP PF Germany Management)

(GRS) Robotics-as-a-Service-Anbieter GRS expandiert nach Deutschland. Die Firma hat verschiedene Abonnements, Roboter und Dienstleistungen im Angebot, mit denen sie sich an große und mittelgroße Unternehmen richtet, in den Märkten für Kontraktlogistik, Expressdienste und E-Commerce. „Die Kosten orientieren sich am Einsatz, gezahlt wird nach Aufwand“, sagt Jens Müller, Sales Director, Deutschland, Mittel- und Osteuropa.

Der Komplettservice umfasst Beratung, Planung, Bereitstellung der Roboter, Installation und Wartung sowie Anpassung an wechselnde Entwicklungen im Markt. Es sind aber auch kleinere Pakete möglich. Von der Vertragsunterzeichnung nach der Testphase bis zum produktiven Einsatz vergehen rund drei Monate. Die Firma stellt je nach Auftrag 600 bis 6.000 Stationen bereit.

01.03.2023

Drei neue kollaborative Leichtbauroboter

Fanuc kollaborativer Leichtbauroboter CRX-25iA/L
Das Cobot-Modell 25iA/L wird per Drag-and-Drop programmiert. Der Hersteller richtet sich damit auch an Robotik-Einsteiger. (Bild: Fanuc)

(Fanuc) Fanuc stellte Anfang März auf der IREX Virtual drei neuen kollaborativen Leichtbauroboter-Modelle vor:

  • CRX-5iA: 5 kg Nutzlast, 994 mm maximale Reichweite
  • CRX-20iA/L: 20 kg Nutzlast, 1418 mm maximale Reichweite
  • CRX-25iA: 25 kg Nutzlast, 1889 mm maximale Reichweite

Alle CRX-Modelle sind standardmäßig staub- und wasserdicht nach Schutzklasse IP67. Sie sind für einen wartungsfreien Betrieb von bis zu acht Jahren konzipiert. Darüber hinaus ermöglicht die interaktive Programmierung den Anwendern das Teachen von Punkten über eine Handführung oder eine Tablet-Oberfläche mit Drag-and-Drop-Symbolen. Die Auslieferung des Modells 20iA/L beginnt im April. Die Modelle -25iA und -5iA sind ab Juni verfügbar.

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