HOHENSTEIN-ERNSTTHAL (Dow Jones/rm). Der US-Solarzellenhersteller SpectraWatt habe angekündigt, den Geschäftsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen im ersten Quartal 2011 voraussichtlich einzustellen, teilte Roth & Rau am Dienstag mit. Wegen des damit einhergehenden Risikos der Zahlungsunfähigkeit bei dem Kunden entstehe bei der Roth & Rau AG voraussichtlich ein außerplanmäßiger Abwertungsbedarf zum 31. Dezember 2010 von rund 12,5 Mio EUR.

Deshalb könne die für das Gesamtjahr 2010 getroffene Umsatz- und Ertragsprognose nicht erreicht werden. Eine angepasste Prognose will das Unternehmen erst nach eingehender Analyse veröffentlichen.

Erst Mitte November hatte der TecDAX-Konzern aus Hohenstein-Ernstthal seine Prognose deutlich gesenkt. Seinerzeit hieß es, 2010 werde nur noch ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 9 Mio bis 9,5 Mio EUR erzielt, nachdem zuvor ein EBIT von bis zu rund 25 Mio EUR in Aussicht gestellt worden waren. Begründet worden war die Prognosesenkung Mitte November mit zusätzlichen Abschreibungen im Volumen von 8,5 Mio EUR, die vor allem aus Belastungen bei sogenannten Turnkey-Projekten entstünden.

An der Börse kam die Gewinnwarnung nicht gut an. Nach zwischenzeitlichen Kursverlusten von 7% notierte die Roth&Rau-Aktie um 13.08 Uhr mit 13,24 EUR rund 4,4% im Minus.