DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–”Unser Fokus liegt nun ganz darauf, auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im kommenden Jahr wieder zu steigern”, wird Finanzvorstand Carsten Bovenschen am Montag in einer Mitteilung zur Vorlage des Neunmonatsberichts zitiert.

In der vergangenen Woche hatte das TecDAX-Unternehmen, das Produktionsanlagen für die Solarindustrie herstellt, mit der Ankündigung deutlich niedrigerer Gewinne im laufenden Jahr die Aktie auf Talfahrt geschickt. Statt der geplanten EBIT-Marge von 9% wurde den Investoren eine maximale Gewinnspanne von 3,3% in Aussicht gestellt. Grund dafür waren der Ausfall von Großprojekten und Wertberichtigungen. Der Umsatz soll 2010 bei 285 Mio Euro liegen, was die Roth & Rau AG am Montag bekräftigte.

Das Unternehmen aus dem sächsischen Hohenstein-Ernstthal gründet den Optimismus für 2011 auf die gute Auftragslage und den Wegfall der Effekte, die in diesem Jahr das Ergebnis belasten. So seien in den ersten neun Monaten neue Order im Volumen von 392 Mio Euro eingegangen, hieß es in der Mitteilung. Der Auftragsbestand belief sich Ende September auf 365 Mio Euro.

Dietmar Roth, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, verwies auf die Verschiebung der Auftragslage hin zu Einzelmaschinen und auf starke Nachfrage nach effizienzsteigernden Anlagen. “Diese beiden Entwicklungen werden unsere Margen im operativen Geschäft ab 2011 deutlich verbessern”, erklärte Roth.