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Der M-2000iA-Roboter erfüllt Aufgaben herkömmlicher Kräne oder Hebevorrichtungen. Mit dem neuen Schwergewicht von Fanuc lassen sich Produktionsabläufe flexibilisieren und die Produktionsleistung erhöhen. Bild: Fanuc

Die kleineren Fanuc-Brüder haben es vorgemacht: Für Lasten von 1.350 oder 1.700 kg gibt es schon flexible Roboter, die Hallenkräne vergessen lassen, so Fanuc. Jetzt bietet der Roboterhersteller mit seinem neuen M-2000iA für eine maximale Traglast von 2.300 kg einen neuen Superschwergewichtler. Die bisherigen Einsatzbeispiele der Schwerlast-Roboter von Fanuc zeigen die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten: Handhaben von Sandkernen in einer Gießerei (Version mit 1200 kg), Handhaben von Stahlträgern (Version mit 1.700 kg), Handhaben von Bulkcontainern mit Pulver (Version mit 900 kg) oder Einsatz an einer Drahtziehmaschine (Version mit 1.200 kg). Der neue M-2000iA eignet sich für das sichere Handhaben von extremen Lasten, wie etwa größere Karossen oder ausladende Plattformen von Nutzfahrzeugen.

Um solche Lasten sicher bewegen zu können, hat Fanuc das in der Baureihe bereits bewährte Antriebskonzept beibehalten und lediglich Anpassungen an die höheren Traglasten vorgenommen. Bei der Realisierung von Applikationen stehen aus dem Software-Baukasten von Fanuc Funktionspakete wie DCS (Dual Check Safety) zur Absicherung bestimmter Arbeitsbereiche zur Verfügung.

Die M-2000iA-Roboter erfüllen Aufgaben herkömmlicher Kräne oder Hebevorrichtungen. Mit ihnen lassen sich Produktionsabläufe flexibilisieren und die Produktionsleistung erhöhen. Auch unter dem Aspekt Sicherheit sind diese Roboter ein Zugewinn, denn gefährliche oder zumindest problematische Arbeiten lassen sich sicher gestalten, heißt es. Dank der Lastkapazität am Handgelenk können mit dem M-2000iA sehr große Werkstücke, wie ganze Fahrzeuge oder Maschinenbetten, gehandhabt werden – und das mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,3 mm. Damit ist auch die Beschickung großer Bearbeitungszentren oder die Positionierung für Bearbeitungsaufgaben zu einer flexiblen Aufgabe in diesem Lastbereich geworden. Fanuc setzt selbst in der eigenen Fertigung M2000iA-Roboter beim Handhaben großer Maschinenteile ein.

Da in einer Fertigungsumgebung auch mit raueren Bedingungen gerechnet werden muss, ist der M-2000iA gut geschützt, am ‘Oberarm’ (J3) und am Handgelenk sogar staub- und wassergeschützt nach IP67. Die Positionierung der Handgelenksmotoren auf Achse 3 hat Vorteile: Damit sind die Antriebe geschützt untergebracht und die Baugröße (Störkontur) des Handgelenkes wurde auf das Minimum reduziert.

Für Vergleichswerte der Arbeitsgeschwindigkeit des sechsachsigen M-2000iA/2300 fehlt jedoch die Konkurrenz und hohe Geschwindigkeiten sind angesichts der zu bewegenden Massen ohnehin nicht zu erwarten. Sicheres Lasthandling und Flexibilität stehen im Vordergrund. Mit J1 dreht sich der Roboter fast komplett um seine eigene Achse (330°) und hat insgesamt das gleiche Bewegungsprofil wie die kleinere Variante bis 1.200 kg.

Die Reichweite der 2.300-kg-Version beträgt 3,7 m (maximaler vertikaler Hub von 4,6 m), wobei der Roboter 535 mm unterhalb seiner Standebene greifen kann. Diese Eigenschaft ist beispielsweise gefragt, wenn der Roboter auf einem Sockel oder einer Verfahrachse montiert würde. Mit Langarm-Modellen der Baureihe sind vertikale Hubwege von bis zu 6,2 m realisierbar. Anlagenplaner könnten jetzt schon mit dem M-2000iA-Roboter in die Praxis gehen. Auch dieses Robotermodell ist schon in der aktuellen Version der Simulationssoftware ‘Roboguide’ von Fanuc eingepflegt.