Operative Verluste im Solargeschäft führen zusammen mit einer Wertminderung zu einem Verlust beim

Operative Verluste im Solargeschäft führen zusammen mit einer Wertminderung zu einem Verlust beim Bereich Renewable Energy von Siemens im 4. Quartal (Bild: Siemens).

Siemens macht gute Geschäfte. Vor allem die Bereiche Industry und Energy florieren, Probleme gibt es in der Solartechnik.

Gunnar Knüpffer

MÜNCHEN. Siemens hat im Geschäftsjahr 2011 den Umsatz um 7 % auf 73,52 Mrd Euro gesteigert und einen Gewinn bei den fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 7,01 Mrd Euro erzielt. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 4,26 Mrd Euro. Der Auftragseingang stieg 2011 um 16 % auf 85,58 Mrd Euro. Zum Gewinn trugen besonders die Siemens-Bereiche Industry und Energy bei. So stieg das operative Ergebnis des Sektors Industry um 36 % auf 3,6 Mrd Euro. Möglich wurde das durch eine Umsatzsteigerung um 9 % auf 32,9 Mrd Euro. Neue Aufträge in Höhe von 37,6 Mrd Euro konnten an Land gezogen werden: eine Steigerung um 24 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei hatte der ICx-Auftrag der Deutschen Bahn in Höhe von 3,7 Mrd Euro, der größte in der Unternehmensgeschichte, einen gewichtigen Anteil. 4,1 Mrd Euro betrug der operative Gewinn des Sektors Energy, wobei sich dieser vor allem auf ein starkes Geschäft der Division Fossil Power Generation stützte. Zum Gewinn trug auch das Kraftwerksprojekt Ras Az Zawr in Saudi Arabien bei, das mit einem Auftragswert von mehr als einer Milliarde US-Dollar zu Buche schlägt. Ergebnisbelastungen ergaben sich durch eine Wertminderung im Solargeschäft. Im 4. Quartal beendete Siemens eine Analyse des Solarthermiegeschäfts. Die Wertminderungsprüfung führte dazu, dass das Solargeschäft im 4. Quartal um 231 Mio Euro im Wert gemindert wurde, wovon 128 Mio Euro den Geschäfts- und Firmenwert betrafen. Zusammen mit anhaltenden operativen Verlusten im Solargeschäft resultierte daraus ein Verlust von 154 Mio Euro bei Renewable Energy im vierten Quartal.