Weil der Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr bislang schleppend verlaufen ist, verzichtet die

Weil der Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr bislang schleppend verlaufen ist, verzichtet die Regierung in diesem Jahr auf die geplante Kürzung der Solarfördersätze (Bild: DeVice - Fotolia.com).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Als Grund führte die Bonner Reguliererungsbehörde den geringen Zubau im Frühjahr an und bestätigte damit Aussagen von Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche in der “Financial Times Deutschland” vom gleichen Tag.

Bundesregierung und Solarbranche hatten sich im Januar auf einen Kompromiss geeinigt, wonach die Vergütungssätze ab Juli um mindestens 3% gesenkt werden sollten, sofern der Zubau ein bestimmtes Volumen überschreitet. Dafür hätten von März bis Mai Anlagen mit einer Leistung von 875 Megawatt (MW) ans Netz gehen müssen, laut Bundesnetzagentur waren es jedoch nur 700 MW. “Mit den jetzt veröffentlichten Daten verschaffen wir allen Marktakteuren schnellstmöglich Klarheit, von welchen Vergütungssätzen für neue Solaranlagen sie zum 1. Juli 2011 ausgehen können”, sagte Matthias Kurth, der Präsident der Behörde.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die Regulierer den weiteren Angaben zufolge einen Zubau von etwa 1.000 MW ermittelt. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum über 1.700 MW gewesen. Die Solarunternehmen hatten zuletzt auf der Branchenmesse Intersolar von schleppender Nachfrage bis in den Mai hinein berichtet. Vertreter von Phoenix Solar oder SMA Solar Technology gingen dennoch von einer Kürzung der Vergütungen um 3% bis 6% aus.