Bild: Markus Kauf - Fotolia.com

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Stromversorger und Politik sollen einem Zeitungsbericht zufolge über ein streng vertrauliches Konzept zur Sicherung von Investitionen in erneuerbare Energien diskutieren.

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Dieser Geheimplan sehe die Gründung einer Amtomstiftung vor, die es den Versorgern ermöglichen soll, bis zu 50 Mrd Euro in erneuerbare Energien zu investieren, schreibt das “Handelsblatt” (HB) am Donnerstag unter Berufung auf Eckpunkte des Plans. Die Investmentbank Lazard habe den Plan erarbeitet.
Nach dem Plan könnten die Konzerne ihre Reaktoren in eine staatliche Stiftung einbringen. Die Kosten für Rückbau und Entsorgung, die sie an die Stiftung abgeben, liegen bei etwa 28 Mrd Euro. Im Gegenzug müssten sie ihre gesamten Atomstrom-Einnahmen aus den verbleibenden Meilern bis 2022 bei der Stiftung abliefern. Die Summe belaufe sich auf etwa 15 Mrd Euro, schreibt die Zeitung weiter. Die Differenz von 13 Mrd Euro würde der Staat ausgleichen und er erhalte im Gegenzug Schuldscheine der ehemaligen Atomkonzerne. Die Unternehmen könnten diese Forderungen nur ablösen, wenn sie eine deutlich höhere Summe in erneuerbare Energien investierten.
Der Vorsitzende der Energiegewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadi, sagte dem Handelsblatt: “Grundsätzlich könnte das ein erfolgversprechender Weg sein, die Energiewende voranzubringen”.
Eine Sprecherin von RWE sagte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, dass sich der Konzern nicht in Gesprächen befindet, über die das Handelsblatt schreibt. Die E.ON AG wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.