Dass Systeme dennoch kaum an die gegenwärtigen Ansprüche angeglichen werden, dafür gibt es verschiedene Gründe. 79 Prozent der befragten Experten geben beispielsweise die Angst vor hohem Investitionseinsatz an. Ein Drittel sieht momentan einfach keinen akuten Bedarf einer Veränderung.

Christian Biebl, Geschäftsführer der Planat GmbH, warnt davor, anstehende Veränderungen zu negieren, verweist aber auch darauf, dass die bereits bestehenden Möglichkeiten des schon implementierten Systems oft völlig ausreichen. "Veränderungen wird es definitiv geben. Produktion und ERP werden zum Beispiel definitiv weiter zusammenwachsen. Viele Unternehmen verfügen bereits über Systeme, die nur verbessert und korrigiert werden müssten, um diese Entwicklungen abzubilden. Die einzige Herausforderung für Unternehmen wird es also sein, genau zu eruieren, über welche Möglichkeiten das Unternehmen bereits verfügt und wie diese Möglichkeiten ausgebaut werden könnten", erklärt Biebl.

Keine Systemänderungen planen 15 Prozent der befragten Experten. Sie gehen laut Studie bereits davon aus, dass ihr bestehendes System die Anforderungen des Marktes bereits konsequent abdeckt. 12 Prozent planen, einen momentanen "Digitalisierungs-Trend" einfach nur abzuwarten. Jeweils nur ein Prozent vermutet, dass ihr bestehendes System flexible Weiterentwicklung nach Bedarf ermöglicht, beziehungsweise, dass bisher noch keine branchenspezifische Lösung am Markt vorhanden ist.

Die Studie „ERP-Systeme im Zeitalter der Digitalisierung“ basiert auf einer Umfrage im Rahmen der der IT-Fachmesse IT&Business. Die Studie ist erhältlich unter team@euromarcom.de  

Planat