Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat die Produktion in seinem Stahlwerk in Brasilien zurückgefahren. Das in Duisburg und Essen ansässige Unternehmen reagierte damit auf eine Verwarnung des Umweltinstituts im Bundesstaat Rio de Janeiro. 

SAO PAULO (DJ/ilk). In der Anlage Companhia Siderurgica do Atlantico würden nun nur noch maximal 3.500 t Roheisen erzeugt. Ursprünglich war eine Menge von 6.000 t vorgesehen. Auf diese Weise werde der Emissionsausstoß reduziert, sagte der Leiter des CSA-Projekts, Friedrich-Wilhelm Schaefer. Eine Strafzahlung sei mit der Verwarnung durch die Behörde Inea nicht verbunden gewesen.

Der Hochofen befinde sich noch nicht im normalen Produktionsstatus, sagte der Manager mit Blick auf das Emissionsproblem. Die Probleme würden nicht mehr auftreten, sobald mit der Produktion von Brammen begonnen werde. Dies sei für Anfang September geplant. Erste Brammen sollen dann im vierten Quartal zwecks Qualitätskontrollen ins Duisburger Stahlwerk geliefert werden.

Für den globalen Markt sei das Unternehmen zuversichtlich, führte Schaefer weiter aus. In Europa gehe es an den Märkten aufwärts, sogar in Deutschland. Allerdings gebe es einige Probleme in Griechenland.