KÖLN (ba). Der börsennotierte Umweltdienstleister und Rohstoffhändler erzielte in den Monaten Januar bis Juni ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 29,3 Mio Euro gegenüber -4,6 Mio Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit liegt das Ergebnis der Interseroh-Gruppe bereits nach dem ersten Halbjahr 2010 sehr deutlich über dem EBT des gesamtwirtschaftlichen Krisenjahres 2009 (3,8 Mio Euro). Das EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 6,5 Mio Euro auf 36,7 Mio Euro. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der konsolidierte Umsatz der Gruppe von 577,8 Mio Euro auf 967,7 Mio Euro. Zwischen den Segmenten war ein Umsatz von 14,9 Mio Euro zu konsolidieren (Vj.: 9,8 Mio Euro).

 Das Ergebnis spiegele die Erfogle der strategischen Weiterentwicklung der Interseroh-Gruppe wider, sagte Dr. Axel Schweitzer, der Vorstandsvorsitzende der Interseroh SE. So sei es im Segment Stahl- und Metallrecycling gelungen, die inländischen Aktivitäten weiter zu verzahnen und die Exportkompetenz auszubauen. Auch seien im Rohstoffhandel die internationalen Strukturen zur Rohstofferfassung und -Vermarktung weiter verbessert worden.

Das Working Capital ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2009 um 69,8 Mio Euro gestiegen. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Bilanzsumme der Interseroh-Gruppe allerdings nur um 13,9 Mio Euro auf 673,4 Mio Euro. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns verharrten nahezu auf dem gleichen Niveau. Die Eigenkapitalquote im Konzern stieg gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 2,9 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Auf der Grundlage des guten operativen Geschäfts rechnet der Vorstand auf Gesamtjahressicht mit einer sehr deutlichen Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr: “Wir gehen für 2010 allerdings weiterhin von anspruchsvollen Märkten aus. Der prognostizierte Anstieg der Rohstoffnachfrage – vor allem aus dem asiatischen Raum – wird zu einer positiven, aber volatilen Marktentwicklung führen. Das konkrete Ausmaß der Ergebnisverbesserung hängt somit ganz wesentlich von der Entwicklung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab“, so Schweitzer.