Passend zum Thema der Veranstaltung fand die Einweihung der VDMA-Ladesäule statt. Tagungsteilnehmer

Passend zum Thema der Veranstaltung fand die Einweihung der VDMA-Ladesäule statt. Tagungsteilnehmer David Demmer, Adam Opel AG (im Bild rechts), ist der erste, der in den Genuss kommt, während eines Besuchs beim VDMA sein E-Fahrzeug zu laden (Bild: VDMA).

FRANKFURT/M. (pd). Aus diesem Grund stellt sich das Forum E-MOTIVE im VDMA als Kommunikations- und Netzwerkplattform zur Verfügung, um Synergien branchenübergreifend nutzbar zu machen. Bei der gemeinsam mit der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) durchgeführten Fachtagung „Infrastruktur Elektromobilität – Ein neues Geschäftsfeld für den Maschinen- und Anlagenbau“ stehen die Kompetenzen des Maschinenbaus im Fokus. Zukunftsweisende Lösungsansätze bieten z. B. Batteriewechselanlagen und induktive Stromübertragung, wie sie für mobile Maschinen im Umfeld der Intralogistik bereits eingesetzt werden.

Branchenübergreifender Dialog zur Förderung von Innovationen

Die 70 Branchenvertreter aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und Energieversorgung diskutierten intensiv über die aktuellen Trends und Technologien bei der Elektromobilitätsinfrastruktur. Industrievorträge z. B. zu kabellosem Laden und automatischen Parksystemen und elektromobiler Infrastruktur für den Massenmarkt boten die Basis für den vertiefenden Dialog im Rahmen der Podiumsdiskussionen. Hartmut Rauen, in der VDMA-Hauptgeschäftsführung zuständig  für das Thema Elektromobilität unterstrich: „Hohe Kosten und geringe Reichweite gelten als Hauptprobleme für die Erreichung eines Massenmarkts in der Elektromobilität. Die Automationslösungen aus dem Maschinenbau können hier weiterhelfen.

Neue Geschäftsmodelle im Fokus

Bernhard Hagemann, Leiter des Forum E-MOTIVE im VDMA (im Bild links), erklärte in seinem Vortrag, wie ein System von modularen Multi-Use Batterien funktionieren könnte: „Die standardisierten Module werden durch Roboter passend zum Fahrzeugtyp gebündelt und eingebracht. Damit können mit ein und demselben Modul die unterschiedlichsten Fahrzeuge ausgerüstet werden: Vom Gabelstapler über den Reinigungsroboter bis hin zu fahrerlosen Containertransportern.“ Das Prinzip kann natürlich auch auf Autos angewendet werden. Batteriewechselsysteme eröffnen Chancen für vollkommen neue Geschäftsmodelle. So stehen dem Energieversorger derartige Batteriemodule als Netzpuffer und als Energieträger zum Verkauf von Strom zur Verfügung.