FRANKFURT (ilk). „Die Photovoltaik ist, unabhängig von der Art und Ausgestaltung der Politik zu ihrer Förderung in Deutschland, eine Zukunftstechnik mit gewaltigen Marktchancen weltweit. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, Photovoltaik wettbewerbsfähig zu machen.  Photovoltaik wird künftig einen ganz wesentlichen Beitrag zur Entschärfung der globalen Energie- und Ressourcenprobleme leisten können“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand von centrotherm photovoltaics AG und Vorsitzender des Vorstands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Ganz wesentlich für den Erfolg der Photovoltaik auf globalen Märkten sei das enorme Kostensenkungspotential entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das gelte für die Produktion ebenso wie für Material- und Systemkosten. Der Zeitpfad für eine nachhaltige Reduktion der Kosten in der PV-Industrie dürfte dabei ähnlich dynamisch verlaufen wie bei Computerchips oder bei Flachbildschirmen – die Fertigungsprozesse seien durchaus ähnlich. „Die PV-Industrie befindet sich in einem Stadium, in dem sich die Elektronikindustrie Ende der 70er Jahre und die Flachdisplaybranche Ende der 80er Jahre befand. In beiden Bereichen wurden seither bekanntermaßen gigantische Kostendegressionen verwirklicht“, unterstreicht Dr. Eric Maiser, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Die im VDMA organisierten Hersteller von PV-Produktionsmitteln arbeiteten mit Hochdruck daran, in der Photovoltaik eine vergleichbare Erfolgs-geschichte zu schreiben – mit ausgezeichneten Erfolgsaussichten. „Unser Leitbild ist eine subventionsfreie Photovoltaik, die an geeigneten Standorten mit hoch effizienter Technologie am Markt aus eigener Kraft wettbewerbsfähigen PV-Strom herstellt. In gut zwei Jahren sind in Süddeutschland Erzeugungspreise von 12 bis 16 Cents pro Kilowattstunde (kWh) möglich. Ein Mix aus erneuerbaren Energien wird mit Kosten von sieben bis acht Cents pro kWh Erzeugungsparität mit konventionellen Kraftwerken Mitte des Jahrzehnts erreichen“, betont Fath mit Hinweis auf Berechnungen der centrotherm photovoltaics AG. An passenden Standorten (z.B. Kalifornien, Italien, Regionen ohne Stromnetz) werde PV-Strom schon heute wettbewerbsfähig produziert.

Die Zahlen aus der Quartalsstatistik des VDMA zeigten deutlich, wo ein Gros der Umsätze und Auftragseingänge des Photovoltaik-Maschinenbaus generiert würde: in Asien. Dennoch sei das Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland in der Branche tief verwurzelt. „Die Photovoltaik-Zuliefererindustrie wird auch in Zukunft in Deutschland produzieren und hier weiterhin kräftig investieren. Unsere Branche profitiert in Deutschland in hohen Maß von der hier gewährleisteten Investitions- und Rechtssicherheit. Die hervorragende Infrastruktur sowie der hohe Ausbildungsstand von Facharbeitern und innovativen Ingenieuren sind weitere starke Argumente für eine Produktion vor Ort“, erklärt Fath. Der Photovoltaik-Maschinenbau beschäftige deutschlandweit derzeit mehr 12 000 Arbeiternehmer – Tendenz stark steigend.