Die Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom zeigte bereits in diesem Jahr Wirkung, nun

Die Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom zeigte bereits in diesem Jahr Wirkung, nun werden die Fördersätze nochmals deutlich gesenkt (Bild: Siemens AG).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Diese Absenkung legte die für die Berechnung verantwortliche Bundesnetzagentur am Donnerstag fest. In den zwölf Monaten bis Ende September wurde der Bonner Regulierungsbehörde ein Zubau von rund 5.200 Megawatt (MW) gemeldet. Dafür ist vor allem die starke Nachfrage zu Jahresende 2010 verantwortlich, als allein im vierten Quartal Anlagen mit 1.800 MW ans Netz gingen. Weil der Zubau im relevanten Zeitraum über den Schwellen von 3,5 Gigawatt (GW) bzw 4,5 GW lag, erhöht sich die jährlich vorgesehene Absenkung von 9% um sechs Prozentpunkte, erklärte die Behörde.

Die Bundesregierung will die zeitweise überhohe Nachfrage nach Solaranlagen in konstante Bahnen lenken und hat zu diesem Zweck die Vergütungen zum einen mehrfach außerplanmäßig gesenkt sowie vom Zubau abhängige Absenkungen festgelegt. In diesem Jahr zeigte das Vorgehen bereits Wirkung: Bis Ende September wurden 3,4 GW neu installiert. Zum Vergleich: Allein von Juni bis August 2010 waren es über 3,1 GW.

Die ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 20 Jahre geltenden Einspeisevergütungen sind entscheidend für die mit einer Solaranlage erzielbare Rendite. Weil die Tarife stetig zurückgehen, müssen die Unternehmen den Kunden entgegenkommen. Da gleichzeitig zu viele Hersteller um Marktanteile rangeln, sind die Preise im freien Fall. Vor allem europäische Hersteller kämpfen daher mit Verlusten.