Das Motorenwerk Chemnitz von Volkswagen Sachsen reduzierte den Trinkwasserverbrauch um 80 % (Bild:

Das Motorenwerk Chemnitz von Volkswagen Sachsen reduzierte den Trinkwasserverbrauch um 80 % (Bild: Volkswagen).

Die Fabrik des Jahres 2011, VW Chemnitz, überzeugte die Jury auch mit ihrem Programm zur Verbesserung der Ressourceneffizienz.

Gunnar Knüpffer

LANDSBERG. Die Fabrik des Jahres 2011, das Motorenwerk Chemnitz von Volkswagen Sachsen, ist gleichzeitig Sieger in der Kategorie Hervorragende Ressourceneffizienz. Das Werk hat ein sehr umfassendes Programm (Total Energy Management) zur Verbesserung der Ressourceneffizienz aufgelegt. Dabei konnte zum Beispiel der spezifische Energieverbrauch in der Kurbelwellenfertigung um 17 % gesenkt werden. Der Trinkwasserverbrauch konnte durch eigene Brunnenanlagen sogar um über 80 % reduziert werden. „Den Standort zeichnet dabei die systematische Vorgehensweise bei der Betrachtung des Energieverbrauchs  aus, ausgehend vom Produkt über die Einzelmaschine, die Linien bis zur Halle und zum Werk“, sagt der Principal bei A.T. Kearney, Dr. Bernd Schmidt, der die Durchführung des Wettbewerbs bei der Beratung verantwortet. Dabei würde in Analogie zur bekannten Wertstromanalyse, der Energieverbrauch systematisch in „wertschöpfenden Energieverbrauch“ und „Verschwendung“ untergliedert.
Zusammen mit anderen deutschen OEMs wie zum Beispiel BMW ist das Motorenwerk Chemnitz auch ein Vorreiter bei der Realisierung alternsgerechter Arbeitsplätze. Diese ganzheitliche Optimierung des Standortes in verschiedenen Dimensionen hat aus Sicht der Fabrik-des-Jahres-Jury Vorbildcharakter und zeichnet das Motorenwerk Chemnitz als Gesamtsieger 2011 des Wettbewerbes aus.