FRANKFURT/M. (pd). Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (http://www.energy.frost.com), erwirtschaftete der Europamarkt für Windenergie Umsätze in Höhe von 19,18 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010, welche auf 42,48 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 ansteigen sollen. Die Studie berücksichtigt die Sektoren Offshore- und Onshore-Windenergie.

“Der europäische Markt für Windenergie wird in erster Linie von der Europa 2020 Strategie für ein ressourceneffizientes Europa der Europäischen Gemeinschaft angetrieben, die vorgibt, 20 Prozent der benötigten Energie im Jahr 2020 durch erneuerbare Energiequellen bereitzustellen,“ erläutert Frost & Sullivan Research Analyst, Neelam Patil. „Das hohe Wachstumspotenzial der Offshore-Windenergie, verbunden mit den aufkommenden Märkten in Mittel- und Osteuropa locken weitere Investitionen in den europäischen Markt.

Windenergie wird weiterhin ein bedeutender Faktor im Energieportfolio der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union darstellen, die versuchen, ihre Ziele für die EU Strategie 2020 zu erreichen. Deutschland, Spanien und Frankreich werden weitere Windkraftanlagen installieren und planen dabei, ihre Zielvorgaben zu übertreffen und die überschüssige Energie anderen europäischen Mitgliedsstaaten zur Verfügung zu stellen. Grossbritannien ist stark auf die Entwicklung von Offshore-Windenergie angewiesen, um die 2020-Ziele zu erreichen.

Vor einem Jahr war die Situation noch nicht so vielversprechend. Geringere Nachfrage nach Windenergie, aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs und der Überkapazität im Markt sorgten dafür, dass die Preise für Windturbinenenergie auf ihren niedrigsten Stand im Jahr 2010 sanken.

Gleichermassen sorgten immer heftigere Preiskämpfe zwischen neuen Marktteilnehmern aus Asien und europäischen Herstellern von Windturbinen dafür, dass ineffiziente Marktteilnehmer aus dem Markt verschwanden. Offshore-Windenergie stellt weiterhin eine Grauzone dar, für die praktische Aspekte, was den Betrieb und die Instandhaltung und Wartung der Offshore-Windturbinen im Winter angeht, noch geprüft werden müssen.

Mittel- und Osteuropa wird sich voraussichtlich als Low-Cost-Markt mit geringerem Technologie-Niveau entwickeln. Dies macht es zur attraktiven Marktregion für asiatische Hersteller.

“Während es schwierig ist, im westeuropäischen Markt Fuss zu fassen, werden die aufkommenden Märkte in Mittel- und Osteuropa mehr durch Preis- denn durch Technologiefragen bestimmt, was eine niedrigere Eintrittsbarriere darstellt,“ so Patil weiter. „Was Offshore-Technologie angeht, so ist das Timing wichtig; wenn auch eine nachweisbare Erfolgsbilanz eine kritische Rolle spielt. Unternehmen, die zu lange darauf warten, dass andere ihre Technologie testen und bestätigen, laufen Gefahr, die Wachstumsmöglichkeiten zu verpassen.“

In den gesättigten westeuropäischen Märkten müssen Unternehmen nicht nur die beste Technologie liefern, sondern auch hervorragende Servicepakete anbieten, um ihren Marktanteil zu behalten oder hinzu zu gewinnen. In den aufkommenden mittel- und osteuropäischen Märkten, werden Hersteller von Windturbinen besonders effizient und kostengünstig sein müssen, um in den Preiskämpfen bestehen zu können.

Diejenigen, die früh ins Offshore-Segment einsteigen, werden davon profitieren, indem sie einen signifikanten Marktanteil sichern können und eine Erfolgsbilanz aufbauen. Zudem werden Sie wichtige Erfahrungen sammeln können in Bezug auf die Sicherung der Finanzierung von Offshore-Windparks.

“Europäische Hersteller müssen weiterhin technologisch überlegene Windturbinen bei einem wettbewerbsfähigen Preis produzieren,” rät Patil. „Dabei können sie ihre technologische Führungsposition nutzen, um fortschrittliche Offshore-Windturbinen mit höheren Kapazitäten zu entwickeln, welche ihnen dazu verhelfen werden, Vorteile durch ihre Führungsposition im Markt zu erlangen.“