Thermometer

Wird es zu heiß, sinkt die Produktivität. - Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Bei den Kolleginnen und Kollegen glauben das sogar 78 Prozent zu beobachten. Und ein Viertel hat sogar schon einmal blau gemacht, um das schöne Wetter zu genießen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 1.060 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch die Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry.

Die Mehrheit der Unternehmen interessiert es jedoch nicht, ob draußen die Sonne scheint oder nicht. Die Befragten haben angegeben, dass in 69 Prozent der Fälle die Unternehmen im Sommer kein bisschen lockerer sind als zu jeder anderen Jahreszeit.

„Die Dringlichkeit von Arbeit kennt keine Jahreszeiten“, sagt Carsten Schaefer, Experte für Professional Search bei Korn Ferry. „Wenn wichtige Projekte anstehen, spielt es keine Rolle, welches Wetter vorherrscht. Dennoch geben die hier gegebenen Antworten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu denken. Wer in seinen Träumen ohnehin gerade im Blau des nächstgelegenen Sees versinkt, der wird seinen Job nicht mit der gleichen Motivation und Intensität ausfüllen wie sonst. Die Frage, inwieweit Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Zeit, in der auch häufig andere Familienmitglieder und Kinder frei haben, entgegenkommen können, sollte offen gestellt werden.“

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Wie die Unternehmen auf die Hitze reagieren

Ein knappes Drittel der Unternehmen hat das Problem erkannt und bereits eine Antwort auf diese Frage gegeben. In 29 Prozent der Fälle bieten Unternehmen modifizierte Arbeitszeiten an – zum Beispiel freie Freitagnachmittage. 39 Prozent nutzen die warme Jahreszeit dazu, um gemeinsame Veranstaltungen außerhalb des Büros für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu organisieren.

„Viele Menschen haben oft gar nicht den Wunsch, deutlich weniger zu arbeiten“, sagt Carsten Schaefer. „Eine Erleichterung ist oft schon die Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Was spricht dagegen, nachmittags mit der Familie das Freibad zu besuchen, und die Präsentation für den nächsten Tag ausgeruht am kühleren Abend zu basteln. Technisch ist das heute alles gar kein Problem mehr. Auch ein gezielter Überstundenabbau in den Sommermonaten ist denkbar, wenn die Lage des Unternehmens die Abwesenheiten zulässt. Manchmal muss es auch gar keine freie Zeit sein: der einbestellte Eiswagen, der in der Mittagspause die Belegschaft mit kühler Eiscreme versorgt, kann die Motivation ebenso heben wie das Angebot zum gemeinsamen Barbecue am späten Nachmittag. Unternehmen sollten darum prüfen, welche Angebote sie machen können, um ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entgegen zu kommen. Entscheidend für Unternehmen und ihre Führungskräfte ist es, empathisch zu reagieren und den Wunsch nach Sommer und Sonne nicht als lästig abzuwimmeln – ansonsten provozieren eine sinkende Produktivität nahezu.“

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