Tesla Model S

Teslas Model S ist mit einem sogenannten "Autopilot"-System ausgerüstet. - Bild: Tesla/Timothy Artmann

| von Gabriel Pankow

Ein Team aus drei Experten sollte am Unglücksort in Delray Beach in Florida die genauen Umstände prüfen, wie die NTSB auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Sie sollen einen neuen tödlichen Unfall, bei dem ein Tesla unter einen Lastwagen-Anhänger fuhr, untersuchen.

Die Unfallhergang erinnert nach ersten Berichten stark an einen Crash von Mai 2016, bei dem ein vom Assistenzsystem "Autopilot" gesteuerter Tesla an einem anderen Ort in Florida unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Straße überquerte. Es gab zunächst keine Angaben dazu, ob das "Autopilot"-System bei dem neuen Unfall eingeschaltet war. Tesla erklärte, das Unternehmen habe den Behörden seine Zusammenarbeit angeboten.

Tesla Model 3 in Unfall verwickelt

Im Mai 2016 ereignete sich der Unfall mit einem Model S von Tesla, jetzt war es ein Fahrzeug des neueren Model 3. Der Lastwagen überquerte die Fahrbahn an einer Straßenkreuzung, wie die lokalen Polizeibehörden dem Fernsehsender WPTV mitteilten. Der Tesla fuhr demnach auf der Fahrerseite unter dem Anhänger durch und blieb erst einige hundert Meter später stehen. Der Fahrer sei dabei ums Leben gekommen. Auf Fotos eines WPTV-Verkehrshubschraubers war ein roter Tesla mit beschädigtem Dach zu sehen.

Tesla hatte zu dem Unfall von Mai 2016 erklärt, möglicherweise habe das "Autopilot"-System die weiße Seite des Anhängers vor dem Hintergrund eines hellen Himmels nicht erkannt oder für ein Autobahn-Schild gehalten. Die NTSB hatte bei der Untersuchung des damaligen Unfalls festgestellt, dass das System wie angekündigt funktionierte.

"Autopilot" ist lediglich ein Fahrassistenz-System und Tesla weist stets darauf hin, dass der Mensch am Steuer immer den Überblick über die Verkehrssituation behalten soll.

Fahrer nahm Hände vom Lenkrad

Zugleich bemängelte die Behörde damals, die Technik habe es zugelassen, dass der Fahrer nicht auf den Verkehr geachtet habe. Tesla verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen und machte es unmöglich, die Hände für eine längere Zeit vom Lenkrad zu nehmen.

Die NTSB (National Transportation Safety Board) untersucht neben Flugzeugabstürzen relevante Unfälle im gesamten Transportwesen der USA und formuliert Empfehlungen. Sie prüft bereits mehrere Tesla-Unfälle.

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Tesla will neues SUv vorstellen

Derweil will der Elektroauto-Hersteller am 14. März eine neue Modellvariante vorstellen - einen SUV auf Basis seines neueren Model 3. Das neue Fahrzeug - das Model Y - werde rund zehn Prozent größer sein und dadurch etwas weniger Reichweite als das Model 3 haben, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht zum Montag bei Twitter.

Der Preis werde etwa zehn Prozent höher sein. Das Model 3 verkauft Tesla seit kurzem schließlich auch zu dem ursprünglich angekündigten Preis von 35.000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen.

Es wird das zweite SUV-Model von Tesla. Das Model X als erstes dieser Art baut auf dem größeren Model S auf. Tesla verpasste dem Model X aufsehenerregende Flügeltüren an den Rücksitzen, deren Konstruktion jedoch zunächst viele Probleme bereitete. Solche Herausforderungen will Musk beim Model Y vermeiden. Tesla hatte erst im vergangenen Sommer die massiven Schwierigkeiten beim Produktionsanlauf des Model 3 bewältigt und die Fertigung auf die Zielmarke von 5.000 Fahrzeugen pro Woche gebracht.

Als weiteres neues Modell bereitet Tesla einen Pick-up-Truck vor. Das ist eine auf dem US-Automarkt extrem nachgefragte Fahrzeugklasse. Auch dieser Wagen solle in diesem Jahr vorgestellt werden, schrieb Musk. "Vielleicht wird er zu futuristisch für die meisten Leute sein, aber mir gefällt er", schürte der Tesla-Chef die Erwartungen.

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