Tesla Roadster Heck

Auch der Tesla Roadster kann sehr schnell beschleunigen. - Bild: Tesla/James King

„Beschleunigung Null auf 100: Fünf Sekunden. Stich!“ Was mal ein typisches Gespräch beim Kartenspiel Autoquartett war, dürfte bald schnell Geschichte sein. Aber nicht, weil Kinder statt Karten zu spielen, sich lieber mit ihrem Smartphone beschäftigen.

Die Beschleunigung eines Autos verliert an Bedeutung. Etablierte Sportwagenhersteller wie Porsche, Ferrari oder Lamborghini haben die Krone des Beschleunigungskönigs verloren. Dabei war das einmal eines der Hauptargumente, einen Sportwagen zu kaufen oder zumindest um mit dem Wissen darum am Stammtisch zu reüssieren.

Autos mit Elektromotor haben den traditionellen Sportwagenbauern, also denen mit Verbrennungsmotor, nicht nur die Rekorde geklaut. Sie haben eine schnelle Beschleunigung zum Standard gemacht.

Jüngstes Beispiel dafür ist Seat. Die VW-Tochter war bislang vor allem bekannt für verhältnismäßig günstige Alltagsautos. Auf dem diesjährigen Genfer Autosalon präsentierte Seat die neue Sporttochter Cupra. Die Mission. Die neue Marke soll den Weg hin zu einem sauberen und effizienten Rennsport ebnen. Mit Blick auf dieses Vorhaben spielte der Cupra e-Racer eine besonders wichtige Rolle auf dem Stand der Marke in Genf

Seat Sporttochter Cupra zeigt Elektrorennwagen

Der e-Racer von Cupra hat einen 100-prozentigen Elektroantrieb und basiert auf dem Cup Racer mit Benzinantrieb. Seine Beschleunigung ist allerdings deutlich schneller als beim Benziner.

Denn wie bei jedem E-Auto liegt das maximale Drehmoment unmittelbar an, sobald das Gaspedal gedrückt wird. Für die maximale Leistung ist es nicht mehr nötig, eine bestimmte Anzahl an Umdrehungen pro Minute zu erreichen.

Der Cupra e-Racer verfügt über eine Dauerleistung von 300 kW (408 PS) und einer Spitzenleistung von bis zu 500 kW (680 PS). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Den Standardspurt von Null auf 100 km/h schafft der Stromer in 3,2 Sekunden.

Doch es braucht keinen Rennwagen für solch rein elektrische Beschleunigungsorgien. Ein handelsübliches Tesla Model S P100D mit Beschleungigungs-Upgrade schafft besagten Sprint in 2,7 Sekunden. Das Volumenmodell der Kalifornier, das Model 3, schafft den Null-auf-100-Sprint in 5,1 bis 5,6 Sekunden.

Auch wenn der Vergleich hinken mag: Das reicht um einen 230 PS starken Golf GTI mit Verbrennungsmotor abzuhängen. Dieser schafft den Sprint nämlich „nur“ in 6,5 Sekunden. Eine gute Beschleunigung wird damit zum Standard.

Porsche zeigt andere Qualitäten

Gefragt sind stattdessen andere Dinge. So sagte Porsche Entwicklungs-Chef Michael Steiner im Rahmen des Genfer Autosalons, dass eine sehr schnelle Beschleunigung wahrscheinlich von sehr vielen Herstellern im Zeitalter der Elektromobilität erreicht werden könne.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert den Chef-Entwickler mit den Worten, dass eine schnelle Beschleunigung für Porsche nicht genug sei. Die VW-Tochter wolle stattdessen mit Ladeleistung und Ladegeschwindigkeit hervorstechen.

Deswegen setzt der Zuffenhausener Autobauer auch auf die 800-Volt-Ladetechnologie. Laut Porsche ermöglicht die Anhebung der Spannungslage auf 800 Volt bei der Infrastruktur eine deutliche Reduktion der Ladezeit. Bereits auf Basis der derzeit verfügbaren Zellchemie seien Ladezeiten möglich, die problemlos in das Reiseprofil von Langstreckenfahrten passen. 

  • Das Unternehmen Farasis stammt aus China, betreibt aber ein Forschungszentrum im kalifornischen Hayward. Im 1. HJ 2018 verkaufte die Firma Batterien mit einer Leistung von 1,1 Gigawattstunden. Im Ranking liegen sie somit auf Platz 7.Farasis produziert derzeit in China, möchte aber in den kommenden Jahren eine Fertigung in Europa aufbauen. Auf dem Foto zu sehen sind sogenannte NCM-basierte Lithium-Ionen-Pouch-Zellen, die vor allem an den chinesischen Automobilmarkt geliefert werden.  – Bild: Farasis

    Platz 7: Das Unternehmen Farasis stammt aus China, betreibt aber ein Forschungszentrum im kalifornischen Hayward. Im 1. HJ 2018 verkaufte die Firma Batterien mit einer Leistung von 1,1 Gigawattstunden. Im Ranking liegen sie somit auf Platz 7.Farasis produziert derzeit in China, möchte aber in den kommenden Jahren eine Fertigung in Europa aufbauen. Auf dem Foto zu sehen sind sogenannte NCM-basierte Lithium-Ionen-Pouch-Zellen, die vor allem an den chinesischen Automobilmarkt geliefert werden. – Bild: Farasis

  • Platz 6: Aus Südkorea stammt das Unternehmen Samsung SDI. Neben Batterien für Elektroautos produziert die Firma auch Akkumulatoren und Bildschirme. Im 1. Halbjahr 2018 setzte Samsung SDI weltweit Batterien mit einer Leistung von 1,3 Gigawattstunden ab. Im Ranking liegen sie somit auf Platz 6. Produziert werden die Batterien nicht nur in Südkorea und in China, sondern seit 2018 auch in einer dafür umgebauten ehemaligen Fernseher-Fabrik in Göd, Ungarn. Dies soll die Belieferung des europäischen Markts sicherstellen.  – Bild: Samsung SDI

    Platz 6: Aus Südkorea stammt das Unternehmen Samsung SDI. Neben Batterien für Elektroautos produziert die Firma auch Akkumulatoren und Bildschirme. Im 1. Halbjahr 2018 setzte Samsung SDI weltweit Batterien mit einer Leistung von 1,3 Gigawattstunden ab. Im Ranking liegen sie somit auf Platz 6. Produziert werden die Batterien nicht nur in Südkorea und in China, sondern seit 2018 auch in einer dafür umgebauten ehemaligen Fernseher-Fabrik in Göd, Ungarn. Dies soll die Belieferung des europäischen Markts sicherstellen. – Bild: Samsung SDI

  • Platz 5:  Hinter dem Namen AESC verbirgt sich das japanische Unternehmen ‚Automotive Energy Supply Corporation‘. Die Firma wurde 2007 als Joint-Venture von Nissan Motor, NEC und ‚NEC Energy Devices‘ gegründet. Batterien mit einer Leistung von insgesamt 1,8 Gigawattstunden haben im 1. Halbjahr 2018 die Produktionsstätten des Unternehmens verlassen. Das sorgt für Platz 5 im Ranking. Auf dem Bild zu sehen ist CEO Shoichi-Matsumoto. – Bild: AESC

    Platz 5: Hinter dem Namen AESC verbirgt sich das japanische Unternehmen ‚Automotive Energy Supply Corporation‘. Die Firma wurde 2007 als Joint-Venture von Nissan Motor, NEC und ‚NEC Energy Devices‘ gegründet. Batterien mit einer Leistung von insgesamt 1,8 Gigawattstunden haben im 1. Halbjahr 2018 die Produktionsstätten des Unternehmens verlassen. Das sorgt für Platz 5 im Ranking. Auf dem Bild zu sehen ist CEO Shoichi-Matsumoto. – Bild: AESC

  • Platz 4: Das südkoreanische Chemie-Unternehmen LG Chem produziert ebenfalls Batterien für Elektroautos. 2014 unterzeichnete die Firma einen Vertrag mit Siemens, um gemeinsam an der Batterie-Entwicklung zu arbeiten (siehe Foto). Über Ergebnisse der Zusammenarbeit war seitdem aber nichts mehr zu hören. LG Chem verkaufte im 1. Halbjahr 2018 weltweit jedenfalls Batterien mit einer Leistung von 2,8 Gigawattstunden. Im Ranking liegt das Unternehmen damit auf Platz 4. Um den europäischen Markt bedienen zu können, baut LG Chem eine Produktionsstätte in Polen. Der Produktionsstart ist für Ende 2019 geplant. – Bild: LG Chem

    Platz 4: Das südkoreanische Chemie-Unternehmen LG Chem produziert ebenfalls Batterien für Elektroautos. 2014 unterzeichnete die Firma einen Vertrag mit Siemens, um gemeinsam an der Batterie-Entwicklung zu arbeiten (siehe Foto). Über Ergebnisse der Zusammenarbeit war seitdem aber nichts mehr zu hören. LG Chem verkaufte im 1. Halbjahr 2018 weltweit jedenfalls Batterien mit einer Leistung von 2,8 Gigawattstunden. Im Ranking liegt das Unternehmen damit auf Platz 4. Um den europäischen Markt bedienen zu können, baut LG Chem eine Produktionsstätte in Polen. Der Produktionsstart ist für Ende 2019 geplant. – Bild: LG Chem

  • Platz 3: Der Firmenname BYD steht für nichts geringeres als ‚Build your Dreams‘. Der chinesische Mischkonzern BYD will auf jeden Fall den Traum der Elektromobilität erfüllen und baut nicht nur entsprechende Autos oder Elektrobusse. Auch die notwendigen Batterien werden selbst produziert. Firmensitz ist in Shenzhen. Ganze 3,3 Gigawattstunden Leistung bringen die Batterien zusammen, die BYD im 1. Halbjahr 2018 weltweit abgesetzt hat. Im Ranking bedeutet das Platz 3. BYD baut auch Batterien für Gabelstapler. Auf dem Bild zu sehen ist der Messestand auf der Logimat.– Bild: BYD

    Platz 3: Der Firmenname BYD steht für nichts geringeres als ‚Build your Dreams‘. Der chinesische Mischkonzern BYD will auf jeden Fall den Traum der Elektromobilität erfüllen und baut nicht nur entsprechende Autos oder Elektrobusse. Auch die notwendigen Batterien werden selbst produziert. Firmensitz ist in Shenzhen. Ganze 3,3 Gigawattstunden Leistung bringen die Batterien zusammen, die BYD im 1. Halbjahr 2018 weltweit abgesetzt hat. Im Ranking bedeutet das Platz 3. BYD baut auch Batterien für Gabelstapler. Auf dem Bild zu sehen ist der Messestand auf der Logimat.– Bild: BYD

  • Platz 2: Der größte chinesische Batteriehersteller für Elektroautos ist CATL mit Sitz in Ningde. Auch dieser Firmenname ist nur eine Abkürzung und steht für ‚Contemporary Amperex Technology Co. Limited‘. Die Firma produziert auch in Deutschland, in einer Fabrik in der Nähe von Erfurt. Im 1. Halbjahr 2018 hat CATL weltweit Batterien mit einer Leistung von 5,7 Gigawattstunden verkauft. – Bild: CATL

    Platz 2: Der größte chinesische Batteriehersteller für Elektroautos ist CATL mit Sitz in Ningde. Auch dieser Firmenname ist nur eine Abkürzung und steht für ‚Contemporary Amperex Technology Co. Limited‘. Die Firma produziert auch in Deutschland, in einer Fabrik in der Nähe von Erfurt. Im 1. Halbjahr 2018 hat CATL weltweit Batterien mit einer Leistung von 5,7 Gigawattstunden verkauft. – Bild: CATL

  • Platz 1: Knapp davor liegt jedoch der japanische Batteriehersteller Panasonic. Das mag auch daran liegen, dass Panasonic Tesla beliefert und eng mit dem US-amerikanischen E-Auto-Produzenten kooperiert. So betreibt Panasonic eine eigene Zellfertigung in Elon Musks Gigafactory in Nevada, USA. Im 1. Halbjahr 2018 hat Panasonic weltweit Batterien mit einer Leistung von 5,9 Gigawattstunden verkauft. Somit ist das Unternehmen nach wie vor der größte Batteriehersteller für Elektroautos weltweit. Gegenüber dem Ranking aus dem Jahr 2015 – bei dem Panasonic noch mit Abstand vorne lag – hat das Unternehmen aber Marktanteile eingebüßt. Denn gerade der Zweitplatzierte CATL ist Panasonic schon ziemlich nahegekommen. – Bild: Panasonic

    Platz 1: Knapp davor liegt jedoch der japanische Batteriehersteller Panasonic. Das mag auch daran liegen, dass Panasonic Tesla beliefert und eng mit dem US-amerikanischen E-Auto-Produzenten kooperiert. So betreibt Panasonic eine eigene Zellfertigung in Elon Musks Gigafactory in Nevada, USA. Im 1. Halbjahr 2018 hat Panasonic weltweit Batterien mit einer Leistung von 5,9 Gigawattstunden verkauft. Somit ist das Unternehmen nach wie vor der größte Batteriehersteller für Elektroautos weltweit. Gegenüber dem Ranking aus dem Jahr 2015 (siehe unten) – bei dem Panasonic noch mit Abstand vorne lag – hat das Unternehmen aber Marktanteile eingebüßt. Denn gerade der Zweitplatzierte CATL ist Panasonic schon ziemlich nahe gekommen. – Bild: Panasonic