Daimler will für einen verantwortungsvollen Rohstoffbezug sorgen und schließt sich jetzt vier Initiativen an.

Daimler will für einen verantwortungsvollen Rohstoffbezug sorgen und schließt sich jetzt vier Initiativen an. - Bild: Daimler AG

Die Daimler AG will die Transparenz in ihren weltweiten Rohstoffketten erhöhen. Aktuell tritt sie verschiedenen Initiativen bei, um eine saubere Herkunft von Kobalt, Stahl und Aluminium sicherzustellen.

So hat sich das Unternehmen der Responsible Cobalt Initiative angeschlossen, weil "beim Kobalt-Abbau Verletzungen von Menschenrechten nicht vollständig ausgeschlossen werden können", wie Daimler mitteilte. Zusammen mit anderen Unternehmen, NGOs, Regierungsvertretern und der OECD sollen dort Maßnahmen zur Bekämpfung von sozialen und ökologischen Risiken in der gesamten Kobaltlieferkette entwickelt werden. Dadurch soll das Risiko der Kinderarbeit ausgeschlossen sowie Transparenz und Governance erhöht werden.

Nachhaltige Beschaffung von Konfliktmineralien

Um zu verhindern, dass konfliktbehaftetes Material in die Lieferkette eingeschleust wird, beteiligt sich das Unternehmen außerdem an der Responsible Minerals Initiative. Diese setzt ein selbst entwickeltes, unabhängiges Zertifizierungsschema für Raffinerien und Hütten ein, um nachzuweisen, dass Systeme vorhanden sind, die die verantwortungsvolle Beschaffung von Mineralien sicherstellen.

Außerdem stellt die Responsible Minerals Initiative Unternehmen zahlreiche Hilfsmittel und Informationsquellen für eine verantwortungsvolle Beschaffung von Mineralien zur Verfügung. Auf diese Weise soll die nachhaltige Beschaffung von sogenannten Konfliktmineralien gefördert und mehr Transparenz in der Lieferkette geschaffen werden.

Daimler ist auch Teil der gemeinnützigen Aluminium Stewardship Initiative geworden, um die Umsetzung eines unabhängigen Zertifizierungsschemas für die Aluminium-Wertschöpfungskette zu unterstützen. In einem intensiven Dialog mit allen Stakeholdern der Aluminium-Lieferkette sollen messbare Verbesserungen im Bereich Soziales, Umwelt und verantwortungsvoller Geschäftsführung erreicht werden – von der Aluminium Herstellung, über die Verwendung bis hin zum Recycling.

Zudem ist Daimler der Responsible Steel Initiative beigetreten. Die Herstellung von Stahl ist sehr energieintensiv und somit für einen großen Anteil der CO²-Emissionen in der Herstellungsphase verantwortlich. Die Responsible Steel Initiative soll die Transparenz in der Lieferkette erhöhen, indem sie ein Zertifizierungsschema entwickelt. Außerdem setzt sie sich für die Erschließung von CO2-Potenzialen bei der Herstellung ein.

Mercedes-Benz ist auf dem TOP-Industrie-Forum präsent

Künftig soll es auch eine vollständige Transparenz der Lieferketten beispielsweise bei der Batteriezellenfertigung geben. In diesen Zellen sind neben Kobalt auch Lithium, Nickel, Kupfer und Mangan enthalten. "Der Ausbau der Elektromobilität stellt neue Anforderungen an die Automobilindustrie und speziell an den Einkauf", meinte die Bereichsleiterin Einkauf und Lieferantenqualität für Rohmaterial und Strategie von Mercedes-Benz Cars, Sabine Angermann. Sie seien sich der Verantwortung bei der Beschaffung von Rohstoffen bewusst und bündelten über die Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsunternehmen in diesen Initiativen ihre Kräfte.

Daimler hatte sich die Umwelt-Leitlinie gegeben, „Produkte zu entwickeln, die in ihrem Marktsegment besonders umweltverträglich sind“. Wie Mercedes-Benz Cars zum Beispiel eine umweltgerechte Produktentwicklung realisiert, wird die Daimler-Managerin Anita Engler bei dem TOP-Industrie-Forum: Das nachhaltige Unternehmen in Lohne am 24./25. Oktober (Oldenburg) erläutern.

TOP-Industrie-Forum: "Das nachhaltige Unternehmen: Zwischen Ökonomie und Ökologie"

Gastgeber & Ort: Pöppelmann GmbH & Co. KG, Lohne (Oldenburg)

Termin: Mittwoch 24. und Donnerstag 25. Oktober 2018

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