TOP Transfer Forum

Für Hans-Georg Lander (l.), Head of Supply Chain Management/Smart Factory bei der T-Systems und Prof. Dr. Karlheinz Blank, Portfolio & Innovation-Manager Automotive Sales & Aftersales bei T-Systems, hängt die Profitabilität einer Fabrik vom Digitalisierungsgrad aller Ressourcen und Prozesse ab. - Bild: Faces by Frank

„Die Profitabilität der Fabrik der Zukunft hängt wesentlich vom Digitalisierungsgrad aller Ressourcen und Prozesse ab“, sagt Hans-Georg Lander, Head of Supply Chain Management/Smart Factory bei der T-Systems International GmbH. Dabei lohne es sich, mutig erste Schritte zu tun, auch auf die Gefahr hin, dass nicht alles klappt.

Einen Einstieg, um erste Ideen auszuprobieren, will man Unternehmen in den neuen Digital Co-Innovation-Labs von T-Systems geben. Das gilt auch für das Thema Predictive Maintenance, das aus Sicht von Prof. Dr. Karlheinz Blank, Portfolio & Innovation-Manager Automotive Sales & Aftersales bei T-Systems, nach wie vor nicht von allen Produktionsunternehmen angegangen worden ist.

„Durch Stillstände selbst in Roboterumgebungen entstehen immer noch hohe Kosten. In der Autoindustrie kommen durch Stillstände von Schweißrobotern einer aktuellen Untersuchung zufolge jährlich knapp unter einer Milliarde Euro Kosten zusammen“, so Blank. Als besondere Herausforderung sieht er zudem die Verfügbarkeit von Tele-Maintenance-Experten, die ohne lange Anreise direkt bei Problemen weiterhelfen können.

Predictive Maintenance verbessert Servicekette

Beim Ziel, die Qualität weiter zu steigern, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, könnten digitale Störungs- und Wartungsbücher helfen. „Wenn ich alle Stillstände und Fehler dokumentiert habe, kann ich mit KI-Verfahren schauen, wie die Daten vor den Störungen aussahen“, erklärt Blank. Diese Verfahren aus der Künstlichen Intelligenz wie Deep Learning und Machine Learning könnten zu verhältnismäßig geringen Kosten sehr große Datenmengen durchsuchen: Ein Unterfangen, das bis vor relativ kurzer Zeit noch unerschwinglich war.

So ließen sich frühzeitiger Ersatzteile bestellen und geplante Stillstände für kurzfristig prognostizierte Reparaturen nutzen. T-Systems stockt derzeit aufgrund der Nachfrage sein Team im Bereich KI-Verfahren auf. Die gesamte Servicekette lasse sich durch Predictive Maintenance der nächsten Generation noch weiter verbessern: „Entscheidend ist, Produktschwächen ins Engineering zurückzuspielen, um langfristig Servicekosten zu senken“, rät Blank.

Erfahrung tut Not

Ein Einstieg ins Thema Predictive Maintenance muss nicht teuer sein, sind sich die Experten einig. „Man kann für wenig Geld mit vorhandenen Daten starten. Es ist wenig sinnvoll, zuerst teure Big-Data- oder Analyse-Systeme zu kaufen und Leute mit wenig Erfahrung daran zu setzen“, meint Blank. Daten-Experten könnten in kurzer Zeit feststellen, was sich aus vorhandenen Daten machen lässt. Allerdings müssten Daten über zwei bis drei Monate vorliegen, um ein aussagefähiges Ergebnis zu bekommen.

Bildergalerie: Das TOP-Transfer-Forum bei Rohde & Schwarz

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    Johann Kraus, Leiter des Werks Teisnach von Rohde & Schwarz, gab als Gastgeber Einblick in das Erfolgsrezept seiner Fabrik. - Bild: Faces by Frank

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    Rohde & Schwarz in Teisnach ist auch der Gewinner des GEO-Awards des Benchmark-Wettbewerbs "Die Fabrik des Jahres". - Bild: Faces by Frank

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    Stefan Waldeisen, Verlagsleiter des Verlags Moderne Industrie, hieß die ausgewählten Gäste des TOP-Transfer-Forums 2017 in Teisnach willkommen. - Bild: Faces by Frank

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    "Wir haben heute ein Ziel: Ein Weltklasseunternehmen - Rohde & Schwarz - in all seinen Facetten und im Detail kennenzulernen", sagte Claus Wilk, Chefredakteur der Fachzeitung Produktion. - Bild: Faces by Frank

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    „Man muss nicht auf jeden Trend reagieren, sondern kann langfristig denken und Strategien umsetzen“, sagt Dr. Marc Sesterhenn, Leiter des Unternehmensbereiches Operations und Mitglied der Geschäftsleitung der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. - Bild: Faces by Frank

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    „Möglicherweise werden wir einige Ausprägungen – zum Beispiel, dass Bauteile eigenständig ihren Weg durch die Montage finden – nie in breiter Fläche erleben. Vielleicht sollten wir die Vision Industrie 4.0 als Leitstern sehen", sagte Frank Lennings, Leiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz am Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. - Bild: Faces by Frank

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    Rohde & Schwarz in Teisnach lebt die Veränderung und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden. „Veränderung, Wandel, Überraschung - das sind die wirklich verlässlichen Größen in unserer Branche.“. Das ist das Motto des Standorts, der sich als Systemlieferant und Zentrum für mechanische und elektronische Fertigung im Werksverbund von Rohde & Schwarz versteht. - Bild: Faces by Frank

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    Handfestes Praxiswissen und Tipps von ausgewiesenen Experten konnten die Teilnehmer des TOP-Transfer-Forums 2017 in Teisnach anpacken. - Bild: Faces by Frank

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    Dr. Marc Sesterhenn (l.), Leiter des Unternehmensbereichs Operations und Mitglied der Geschäftsleitung von Rohde & Schwarz, und der Teisnacher Werksleiter Johann Kraus (r.) teilten ihr breites und fundiertes Fachwissen mit dem Publikum des TOP-Transfer-Forums. - Bild: Faces by Frank

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    „Man muss den Menschen zeigen, wo man hin will: das ist der entscheidende Schritt“, gab Johann Kraus, Werksleiter Rohde & Schwarz Teisnach, dem Publikum mit auf den Weg. - Bild: Faces by Frank

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    "Die Digitalisierung ist unabhängig von Technologie", sagt Dr. Patrick-Benjamin Bök, Vice President Global Digitalization der Weidmüller-Gruppe. - Bild: Faces by Frank

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    Thomas Kasparbauer stellvertretender Leiter Lean-Management bei Rohde & Schwarz Teisnach, gab den Teilnehmern des TOP-Transfer-Forums 2017 Einblick in sein Wissen. - Bild: Faces by Frank

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    An Thementischen und in Foren diskutierten die Gäste mit Experten die Führung der Zukunft oder wie Praktiker und Digital Natives ein Team werden können. - Bild: Faces by Frank

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    Die Themenvielfalt in den Foren und an den Tischen umfasste auch Themen wie "Industrie 4.0 und IT" oder "Lean und die Fabrik der Zukunft". - Bild: Faces by Frank

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    Die Experten standen dem Publikum auch für Nachfragen und Fachsimpeleien zur Verfügung. - Bild: Faces by Frank

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    Selbst in den Pausen wurden Fachgespräche geführt - und natürlich Kontakte geknüpft. - Bild: Faces by Frank

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    Wie man Industrie 4.0 pragmatisch umsetzen kann, erläuterten die T-Systems-Manager Hans-Georg Lander und Professor Karlheinz Blank. - Bild: Faces by Frank

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    Auch Fachvorträge können unterhaltsam sein, wenn sie pointiert auf die Probleme eingehen. - Bild: Faces by Frank

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    Martin Jauß, Geschäftsleiter Marketing & IT von Würth Industrie Service, zeigte auf, wie man mit neuen Logistikkonzepten die Produktivität erhöht. - Bild: Faces by Frank

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    Martin Jauß ging in seinem Vortrag auch darauf ein, wie sich ein Unternehmen auf Industrie 4.0 vorbereiten kann. - Bild: Faces by Frank

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    Peter Rosenbaum, Manager Central Production Peißenberg von Agfa-Gevaert Healthcare, erklärte, wie man den Ansatz Industrie 4.0 umsetzen kann. - Bild: Faces by Frank

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    Angeregte Gespräche am Kaffeebüffet direkt in der Werkshalle von Rohde & Schwarz. - Bild: Faces by Frank

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    Die Fachbesucher interessierten sich für das Angebot des Premiumsponsors T-Systems. - Bild: Faces by Frank

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    Professor Karlheinz Blank, Portfolio & Innovationsmanager Automotive Sales & Aftersales von T-Systems, diskutiert mit Teilnehmern. - Bild: Faces by Frank

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    In den Pausen tauschten sich die Produktionsfachleute angeregt aus. - Bild: Faces by Frank

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    Reinhard Lindner, der über die Bedeutung der Intuition für die künftige Führung referierte, im Gespräch mit Produktion-Chefredakteur Claus Wilk. - Bild: Faces by Frank

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    Der Geschäftsführer der Reinhard Lindner Trainings- und Managementberatung begeisterte die Teilnehmer des TOP-Transfer-Forum mit seinem Vortrag über den Samurai Kodex. - Bild: Faces by Frank

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    Die Teilnehmer des TOP-Transfer-Forums 2017 nutzten die Veranstaltung zum eifrigen Netzwerken. - Bild: Faces by Frank