Rohde & Schwarz, TOP-Transfer-Forum, Teisnach, Fürhung in die Industrie 4.0

Rohde & Schwarz ist der Gastgeber des TOP-Transfer-Forum 2017, das von 20. bis 21.9. in Teisnach stattfindet. Werksleiter und Geschäftsführer erläutern dort, wie sich Führung in Zeiten von Industrie 4.0 verändern muss. - Bild: Rohde & Schwarz

Die Konferenz der Innovationsführer TOP-Transfer-Forum 2017 zeigt, wie Führung in die Industrie 4.0 funktioniert. Ausgezeichnete Werkleiter, Manager, Berater und Wissenschaftler erklären am 20. und 21.9. unter dem Motto „Das agile Unternehmen“ bei Rohde & Schwarz in Teisnach, wie sich das Management in Zeiten der Digitalisierung ändern muss.

„Früher haben sich Produkte und Abläufe nur selten verändert“, sagt der Spezialist für Unternehmensexzellenz des Instituts für Arbeitswissenschaft (Ifaa) in Düsseldorf, Dr.-Ing. Frank Lennings. „Alle Akteure im Unternehmen müssen sich daran gewöhnen, dass Veränderungen nicht mehr die Ausnahme sind.“ Veränderte Umstände dürften nicht als Bedrohung empfunden werden, sondern müssten ein selbstverständlicher normaler Vorgang sein, der zur Alltagsroutine gehöre.

„Fehlende Informationen und mangelnde Transparenz führen jedoch immer wieder zu Verunsicherung und tragen dazu bei, dass Ressourcen und Kompetenzen nicht zielorientiert genutzt werden“, stellt der Referent beim TOP-Transfer-Forum fest.

Nach Ansicht von Rohde & Schwarz-Werkleiter Johann Kraus betreffen die Veränderungen durch die Vernetzung vor allem das mittlere Management, weil dieses einen Kompetenzverlust befürchte sowie nicht mehr so stark gebraucht zu werden. Das Problem sei, diesen Führungskräften wieder eine Perspektive zu geben.

„Für diese Mitarbeiter muss man den Blick weiten“, fordert Kraus, der mit Rohde & Schwarz den GEO-Award bei der Fabrik des Jahres 2016 gewann. „Die Führungskräfte müssen zum Beispiel nicht mehr die Tätigkeiten aufteilen und überwachen, sondern sich mehr um Innovationen und Zukunftsthemen kümmern.“

Den Mitarbeitern das Warum der Veränderung erklären

Wie man die Mitarbeiter in Zeiten von Industrie 4.0 motiviert, wird der Fabrik-des-Jahres-Sieger von 2014, Pöppelmann-CEO Torsten Ratzmann, darlegen. Seiner Ansicht nach liegen die Schwierigkeiten darin zu erkennen, welche Bedürfnisse die Mitarbeiter antreiben, von denen man Veränderungen verlangt.

„Im allgemeinen sind wir sehr schnell im Wie der Veränderung und nehmen uns wenig Zeit für das Warum“, sagt Ratzmann. „Wenn die Menschen verstehen, warum es gut ist, Dinge zu verändern, ist die Bereitschaft zur Veränderung viel höher.“ Kritisch werde es immer, wenn keine Zeit mehr für eine gezielte Veränderung vorhanden sei. Daher gilt für Ratzmann: „Veränderungsprozesse frühzeitig starten – nach dem Motto: Wir verändern uns jetzt, weil wir es können.“

Und der stellvertretende Projektleiter Wertschöpfungssystem bei Rohde & Schwarz, Thomas Kaparbauer, wird den Weg des Zentrums für mechanische und elektronische Fertigung zum agilen Werk aufzeigen. Seiner Ansicht nach ist das einzig wirklich Verlässliche die Veränderung – und dies immer schneller. Daher hänge nachhaltiger Erfolg mit der Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit, sprich Agilität zusammen.

Kasparbauer rät zum Beispiel eine Fertigungslinie nicht nur nach Effizienzkriterien aufzubauen, zum Beispiel eine Linie mit 7 mal 24 Stunden Laufzeit. Denn dann sei das Werk nicht agil, wenn Veränderungen auftreten wie Maschinenstörungen, Krankheit von Mitarbeitern oder Änderungen beim Kundenbedarf.

Zusätzliche Ressourcen sind von Wert

„Man braucht zusätzliche Reserven wie qualifizierte Unterlieferanten, vielleicht Samstagsarbeit oder extrem hohe Bestände oder freie Mitarbeiter“, sagt der Projektverantwortliche. Das könne allerdings von Wert sein, wenn man in der Champios-League vorne mitspielen will. Dabei setze Agilität vor allem das Mitdenken von vielen Mitarbeitern voraus sowie die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Zielen.

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Am 20.9. werden die Teilnehmer des TOP-Transfer-Forum in die Joska Waldglashütte in Bodenmais zum Abendessen mit Beiprogramm eingeladen.- Bild: Joska Waldglashütte

Den Auftakt zu der Konferenz der Innovationführer bildet am 20.9. eine großangelegte Führung durch das Werk von Rohde & Schwarz. Dabei  wird die Varianten- und Fertigungsvielfalt der Teisnacher demonstriert und die Teilnehmer erfahren, wie Veränderung Treiber der Effizienz von Rohde & Schwarz ist. Am Abend werden sie zum Netzwerken und Kennenlernen in die Joska Waldglashütte in Bodenmais  eingeladen, Abendessen und Rahmenprogramm inklusive.

Weitere hochkarätige Vorträge kommen auf dem TOP-Transfer-Forum 2017 von Peter Rosenbaum, Agfa Gaevert Healthcare, Martin Jauß, Würth Industrie Service, Hans-Georg Lander und Professor Karlheinz Blank, beide T-Systems International, Patrick-Benjamin Bök, Weidmüller Gruppe, Reinhard Lindner, Reinhard Lindner Trainings- und Managementberatung, sowie Marc Sesterhenn, Rohde & Schwarz.

Erleben Sie, wie Führung in die Industrie 4.0 funktioniert - bei Rohde & Schwarz auf dem TOP Transfer Forum 2017!

Das TOP-Transfer-Forum 2017 steht unter dem Motto "Das agile Unternehmen: Menschen, Maschinen, Methoden".

Kommen Sie am 20. und 21. September nach Teisnach zu Rohde & Schwarz und erleben Sie Best Practice live im Werk. Zukunftsweisende Impulsvorträge und Paneldiskussionen zum Thema Führung in die Industrie 4.0 sowie interaktive Praxis-Workshops unserer Partner runden das Programm ab.

Wenn Sie am Kongress teilnehmen wollen, dann klicken Sie hier!