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An Abteilungsdenken und Verantwortlichkeiten festhalten – das ist in einem vernetzten Umfeld nicht mehr wirklich sinnvoll und zielführend. - Bild: Fotolia.com / Vege

Für eine erfolgreiche Digitalisierung braucht die Industrie einen langen Atem: Laut einer Befragung der IT-Managementberatung Kobaltblau bemängeln 49 Prozent der Unternehmen, dass sich der erwartete Nutzen nicht eingestellt hat. Aufgrund der hohen Anzahl an Projekten melden 51 Prozent Koordinationsprobleme, 45 Pozent sind der Meinung, dass die Kommunikation verbessert werden muss. Das Fazit der Berater: Um einen gewinnbringenden Digitalisierungsprozess einzuführen, muss das Unternehmen Veränderungen gegenüber aufgeschlossen sein.

Aber wie klar ist den Unternehmen, dass sie sich verändern müssen? Laut dem ‚Change Readiness Index 2017‘ der Staufen AG nehmen neun von zehn Führungskräften an, dass sich ihr Unternehmen innerhalb der kommenden fünf bis zehn Jahre stark bis sehr stark verändern wird. Die Hälfte erwartet sogar schon innerhalb von zwei Jahren gravierende Veränderungen. Die Gründe: zunehmende Individualisierung von Produkten und Services sowie der demographische Wandel.

Ohne neue Führung kein Wandel

Laut Wilhelm Goschy, dem COO der Staufen AG, sind die Unternehmen sehr offen gegenüber Wandel. „Allerdings ist eine positive Grundeinstellung noch lange kein Indiz für wirkliche Wandlungsfähigkeit“, so Goschy. Ohne ein neues Verständnis von Führung werde es den Unternehmen nur sehr schwer gelingen, Wandlungsfähigkeit zum festen Teil der eigenen DNA zu machen.

Auch die Boston Consulting Group konstatiert als Ergebnis ihrer Studie ‚Factory of the Future‘, dass die Fabrik der Zukunft für eine erfolgreiche Umsetzung nicht nur Aufgabe der Produktion sein kann, sondern alle Funktionen des Unternehmens umfassen muss.

Der Chef muss als Coach agieren

Die Führung hat hier eine Schlüsselposition: Eine Führungskraft in der Industrie kann nicht mehr Fachmann in allen Fragen sein, sagt Torsten Ratzmann, CEO der Pöppelmann Holding und ehemaliger Sieger bei der Fabrik des Jahres. Sie müsse vielmehr die Belegschaft als Coach begleiten und motivieren: „Wir nehmen uns zu wenig Zeit für das Warum einer Veränderung. Wenn die Menschen verstehen, warum es gut ist, sich zu verändern, ist die Bereitschaft dazu viel höher.“ Wichtig sei daher, Veränderungsprozesse frühzeitig zu starten.

Einer, der seinem Unternehmen die Veränderung vorlebt, ist Johann Kraus, Werkleiter von Rohde & Schwarz Teisnach, dem diesjährigen Gastgeber des TOP Transfer Forums am 21. September. Auch Kraus sieht, dass sich seine Rolle gewandelt hat: „Ich versuche mehr zu coachen. Überwachung ist für mich total out.“ Eine der Herausforderungen sei, dass ältere Mitarbeiter ganz anders denken als jüngere. Diese gelte es, in ein Team zu bringen.

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