Patrick-Benjamin Bök, Weidmüller, TOP-Transfer-Forum, Rohde & Schwarz, Verlag Moderne Industrie

Patrick-Benjamin Bök erläutert im Interview mit Produktion, was man bei der Einführung von Augmented Reality beachten sollte. - Bild: Ecki Diehl/Produktion

Produktion: Herr Bök, was sind die größten Herausforderungen, wenn man Augmented Reality in industriellen Anwendungen einführen will?

Patrick-Benjamin Bök: „Momentan ist es noch so, dass die technischen Basisvoraussetzungen noch nicht immer geschaffen sind. Das heißt, für diese digitale Durchgängigkeit, die wir eigentlich benötigen, ist es derzeit schwierig, die richtigen Anknüpfungspunkte zu finden. Die Systeme im Unternehmen sind noch nicht so weit, um einfach Augmented Reality zu ermöglichen. Man muss noch viele Schnittstellen schaffen, um die Systeme passend integrieren zu können."

Video: Weidmüller-Experte Bök: Augmented Reality in der Industrie

Produktion: Welche Rolle spielen dabei strukturierte Daten?

k: „Strukturierte Daten spielen dabei eine Schlüsselrolle. Daten müssen abrufbar sein, liegen aber im Unternehmen in der Regel nicht in strukturierter Form in Datenbanken einfach abrufbar vor, sondern in vielen Systemen häufig in Dateistrukturen. Und diese müssen entsprechend übertragen und strukturiert abgelegt werden, um eine einfache Durchsuchbarkeit und Verbindbarkeit für digitale Durchgängigkeit erreichen zu können."

Produktion: Inwiefern sollte man die Mitarbeiter bei der Einführung von Augmented Reality einbeziehen?

Bök: „Die Mitarbeiter müssen sich ganz stark daran gewöhnen, was wirklich neue Technologien an dieser Stelle sind, welche Auswirkungen diese haben. Es muss dem Mitarbeiter erlebbar gemacht werden, was dort angeboten wird und was möglich ist. Der Mitarbeiter spielt für uns an dieser Stelle eine Schlüsselrolle, er wird sehr früh in der Pilotphase eingebunden, so dass wir ihm Ängste nehmen können, die möglichweise auftreten, ihn aber auch frühzeitig an diese Technologie heranführen, mit der er zukünftig vielleicht einmal arbeiten soll."