Thomas Weber Daimler

Thomas Weber: "Aus unserer Sicht sind Dieselmotoren in Lkw und Pkw unverzichtbar, wenn der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß weiter sinken soll." - Bild: Daimler

| von Stefan Weinzierl
Aktualisiert am: 11. Mär. 2016

"Ja sind denn die des Wahnsinns fette Beute?" kann durchaus als repräsentative Reaktion auf die Meldung von Daimler zum neuen Dieselmotor OM 654 gelten. Ein Selbstzünder in Zeiten von Dieselgate, rückläufigen Zulassungszahlen und Verbraucherzweifel? Und für schlappe 2,6 Milliarden Entwicklungskosten? 'Natürlich!', schallt es da aus Stuttgart den Kritikern entgegen. Schließlich wird der neue Diesel von manchen für eine Art Heilsbringer gehalten, der die moderne Dieseltechnik wieder in die Spur bringen soll.

In Stuttgart ist man mächtig stolz auf den neuen (und ersten) Vollaluminium-Vierzylinder-Vorzeige-Diesel mit der leicht sperrigen Bezeichnung OM 654. Er markiere "den Start einer richtungsweisenden Motorenfamilie bei Mercedes-Benz", so der Konzern. Im Hinblick auf die Zukunft ist man sich sicher, dass "vorbildliche Effizienz- und Emissionswerte" den neuen Selbstzünder zukunftssicher machen werden.