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Eine der Edur-Pumpen, die bei ProColor ausgetauscht wurden. - Bild: Weinzierl

Pulverbeschichten ist ein höchst energieintensives Geschäft. Vor allem die diversen Pumpen sind keine leichte Last für den Geldbeutel des Anlagenbetreibers. Das ging auch Hans Lange, Inhaber der ProColor in Lorch, nicht anders. „Im Februar 2016 hatten wir 63 100 kWh auf dem Zähler“, erklärt Lange, der sein Unternehmen seit inzwischen zehn Jahren im Remstal betreibt und dort rund 22 Leute beschäftigt. „Da mussten wir was machen“, sagt Lange.

ProColor-Chef Hans Lange (l.) und Edur-Experte Alexander Haffelder. - Bild: Weinzierl
ProColor-Chef Hans Lange (l.) und Edur-Experte Alexander Haffelder. - Bild: Weinzierl

Lange beschichtet in seinem Betrieb für viele große und namhafte Kunden wie BMW, Daimler oder Fresenius. Er bietet eine 6-Zonen-Vorbehandlung für Stahl, Alu oder Druckgussteile, Eisendickschichtphosphatierung in Verbindung mit chromfreier Passivierung, setzt digitale Dichtstrompulverbeförderung und Ultraschall-Siebtechnologie ein. Das alles für Bauteile bis maximal 2.500 x 2.500 x 6.500 Millimeter und 1.000 Kilogramm Gewicht.

Das Geschäft läuft gut, doch die hohen Energiekosten waren dem Unternehmer ein Dorn im Auge – ökologisch wie ökonomisch: „Wir wollten uns als energiesparender Betrieb zertifizieren lassen – denn dann gibt es auch Zuschüsse“, erklärt Lange. Außerdem winkte eine Rückerstattung vom Staat in Höhe von rund 30 Prozent.

Als verhältnismäßig energiehungrig gerieten schnell diverse Pumpen in Verdacht. Also wandte sich Lange an Alexander Haffelder, seinen Ansprechpartner bei der Edur-Pumpenfabrik. Die beiden nahmen den Betrieb unter die Lupe. Schnell stand fest, dass die Pumpen, die seit Produktionsbeginn am Standort im Einsatz waren, modernen Ansprüchen an Energieverbrauch und -effizienz nicht mehr genügten.

„Insgesamt haben wir dann fünf Pumpen ersetzt“, sagt Haffelder. Besonders wichtig war dabei, dass sich am Einbauraum und den Anschlüssen nichts änderte. Denn die neuen Pumpen sollten mit so wenig Aufwand wie möglich umgebaut werden.

Beim Pulverbeschichter ProColor laufen diverse Pumpen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Fünf davon wurden von Edur umgerüstet. - Bild: Weinzierl
Beim Pulverbeschichter ProColor laufen diverse Pumpen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Fünf davon wurden von Edur umgerüstet. - Bild: Weinzierl

Bei der Auswahl wurde auch darauf geachtet, eine gewisse Redundanz im Bezug auf Ersatzteilhaltung zu gewährleisten. „Es sollte auch Flexibilität für das Handling der Anlage bezogen auf Sprühbild und Druckstärke nach dem Umbau erreicht werden, die nicht über eine Schieberwegdrosselung, sondern über tatsächliche Energieeinsparung erfolgt“, erklärt Haffelder. Deshalb wurde die Möglichkeit geschaffen, die Pumpen zusätzlich neben der Anlagenregelung auch an den einzelnen Zonen zusätzlich fein, über ein Potenziometer, nachzusteuern.

Die größte, der ersetzten Pumpen sitzt in der Reinigungszone der Anlage. Sie hat eine Motorleistung von 30 kW, fördert 214 m3/h und hat eine Nennweite von 125/100 (Saug-/Druckstutzen). Sie wird ebenso mit einem Frequenzumrichter betrieben wie die weitere Pumpe in der Reinigungszone (4 kW, 30 m3/h, 65/40) und die beiden Pumpen in der Spüle (jeweils 7,5  kW, 59 m3/h, 65/50). Lediglich die Heizungspumpe (4 kW, 30 m3/h, 65/40) hat keinen Umrichter.

Die Lösung hat sich bewährt, denn in der Regel werden die Pumpen einmal auf das Optimum an den zu behandelnden Werkstücken eingestellt und laufen dann auf diesem Niveau. „So war es auch bei uns“, sagt Firmenchef Hans Lange. „Einmal eingestellt und sie laufen.“