Start-up

Finanzierung und Partner - so kann ein Start-up neue Kunden generieren. - Bild: Pixabay

Geht es nach Christof Siebert, Leiter Technologie- und Innovationsmanagement bei Trumpf, ist klar, was Start-ups brauchen: „Vor allem brauchen sie Kunden! Um erfolgreich zu sein, müssen die Gründer ihre Ideen früh an potentiellen Kunden erproben, sich also anhören, was diese Kunden wirklich wollen und dann ihr Geschäftsmodell darauf abstimmen. Man muss bereit sein, erste Annahmen komplett infrage stellen zu lassen“, erläutert er einen der wichtigsten Punkte für ein erfolgreiches Start-up.

So gab es im Jahr 2016 in Deutschland rund 282000 gewerbliche Gründungen. Rund 15 Prozent der Gründer und Gründerinnen bringen eine Produktneuheit oder eine innovative Dienstleistung auf den Markt. Laut Gründernetzwerk HighTech Startbahn (Dresden) können dabei bahnbrechende Erfindungen und neuartige Hochtechnologielösungen die Industrie und Wirtschaft eines Landes modern, wettbewerbs- und leistungsfähig halten.

"Man muss bereit sein, erste Annahmen komplett infrage stellen zu lassen." - Christof Siebert, Leiter Technologie- und Innovationsmanagement bei Trumpf

„Dem stimme ich zu, wobei es nicht nur bahnbrechende Erfindungen sind. Der Stillstand an sich und das Ausruhen auf Erfolgen sind nicht förderlich. Hochtechnologielösungen sind vor allem für Deutschland und Europa wichtig, um weiterhin führend zu sein. Die Vielfalt in Europa bietet hier die beste Grundlage. Durch internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit können bahnbrechende Ideen realisiert werden“, sagt Elisabeth Schärtl, Senior Innovation Manager bei Kuka.

Start-up als Investment-Chance

In der Innovationsleistung schließt Europa weiterhin auf zu den USA, verliert aber etwas an Schlagkraft gegenüber Südkorea und Japan. Mit ihrer Kapitaleffizienz sollte ein europäisches Start-up für Großunternehmen eine attraktive Investition sein, um im digitalen Wandel nicht zurückzufallen. Insgesamt erhielten in 2016 über 3000 Start-ups in Europa ein VC Investment und die Anzahl der technologiebasierten Unternehmen steigt jährlich.

Vergangenes Jahr haben europäische VC-Fonds insgesamt 6,4 Milliarden Euro an Finanzierung eingesammelt. Doch im internationalen Vergleich ist das nach wie vor nur ein Bruchteil dessen, was in den USA an Wagniskapital in die Entwicklung und das Wachstum komplexer und kapitalintensiver Technologiegründungen investiert wird.

HighTech Startbahn soll Start-ups unterstützen

Bettina Voßberg
Bettina Voßberg, Vorstandsvorsitzende der HighTech Startbahn. - Bild: HighTech Startbahn

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde 2010 das HighTech Startbahn Netzwerk (Dresden) gegründet: „Die HighTech Startbahn unterstützt Hightech-Start-ups und Wachstumsunternehmen im Fundraising sowie operativ beim Geschäftsauf- und -ausbau. Darüber hinaus begleitet die HighTech Startbahn Industrieunternehmen im Innovationsmanagement und im Corporate Venturing.

Zudem helfen wir Kapitalgebern bei der Suche nach Investitionsmöglichkeiten und im Aufbau ihrer Portfolios. Organisationen der öffentlichen Hand unterstützen wir in Transferprojekten und wirtschaftsfördernden Maßnahmen“, fasst Bettina Voßberg, Vorstandsvorsitzende der HighTech Startbahn, die wichtigsten Aufgaben zusammen.

Innvovationspotenzial heben

Dazu zählen ebenso Veranstaltungen wie die seit 2013 stattfindenden Hightech Venture Days, die ausgewählte kapitalsuchende europäische Hightech-Start-ups und -Wachstumsunternehmen aus den Technologiefeldern Maschinen- und Anlagenbau, Mikro- und Nanotechnologie, IKT, Umwelt- und Energietechnik, Materialwissenschaften, Life Sciences und Transport und Logistik) mit nationalen und internationalen Investoren zusammenbringt. Alleine dieses Jahr überzeugten sich 140 internationale Investoren von Europas starkem Innovationspotential.

Investoren als Unterstützung

Aber auch etablierte Industriegiganten sehen in der Förderung eines Gründers als Investor Chancen: Kuka etwa fokussiert sich auf strategische Partnerschaften und setzt vielfach schon vor der Ausgründung eines Start-ups auf eine intensive Zusammenarbeit.

„Wir sehen hier viel Potential in der Forschungs-Community. Dabei ist es uns wichtig, eine Zusammenarbeit entstehen zu lassen und für beide Parteien eine gute Form der Beteiligung zu finden. Hier spielen VC-Aktivitäten daher eine eher untergeordnete Rolle“, so Senior Innovation Manager Schärtl. Auch das Thema Crowdfunding spielt oft eher eine Nebenrolle.

"Der Stillstand an sich und das Ausruhen auf Erfolgen sind nicht förderlich." - Elisabeth Schärtl, Senior Innovation Manager bei Kuka

Sie führt als Beispiel die Digital Natives, für die der alltägliche Umgang mit Smartphone und Tablet bereits selbstverständlich ist: „Für sie wird auch der Umgang mit Robotern selbstverständlich sein und sie werden neue Einsatzfelder für ihn definieren. Oder Megatrends wie der demografische Wandel, die Globalisierung. Daraus gilt es abzuleiten, welche Bedürfnisse unsere Kunden haben werden, vor welchen Problemen sie stehen werden und welche Lösungen sie brauchen. All das sind Fragestellungen, mit denen wir uns beschäftigen. Technologie-Scouting ist ein wichtiges Thema.“

Kuka
Elisabeth Schärtl: „Für Digital Natives wird auch der Umgang mit Robotern selbstverständlich sein und sie werden neue Einsatzfelder für ihn definieren.“ - Bild: kuka

Man müsse mit offenen Augen durch die Welt gehen und über den Tellerrand blicken. „Denn es können auch Technologien interessant sein, die heute in anderen Bereichen jenseits der Robotik zu finden sind und für die Robotik adaptiert werden könnten.“ Dazu pflege Kuka langjährige und sehr intensive Kontakte zur Forschungs-Community mit einem intensiven Austausch.

Start-up als Eigengründung in der Industrie

Als Investor hat sich Trumpf in seinen Bereichen Photonics und Smart Factories im letzten Jahr rund 500 Start-ups angeschaut und mit den besten davon kooperiert, beziehungsweise darin investiert. „Aber auch vor der Gründung von Trumpf Venture im Jahr 2016 haben wir in Start-ups investiert: C-Labs und Xetics sind zwei Beispiele, beide nehmen eine wichtige Rolle bei unseren Industrie 4.0-Aktivititäten ein. Axoom ist eine Trumpf-Eigengründung, also ein Start-up im eigenen Haus; Axoom ist dabei gleichzeitig ein optimaler Partner für Start-ups, denn auf der Axoom-Plattform können sie ihre Apps platzieren und zu den Kunden bringen“, so Christof Siebert von Trumpf.

Video: AXOOM - Smarte Fertigung nagelneu zum Anfassen

Industrieunternehmen verfolgen mit der Investition in neue Start-up-Technologien sowohl strategische als auch finanzielle Ziele. Neben der Förderung mittels Finanzierung als Investor gehört auf strategischer Ebene die Entwicklung eines spezifischen Wettbewerbsvorsprungs durch den Zugang zu neuen Technologien und Märkten (in der Breite wie in der Tiefe) sowie die Beobachtung der Konkurrenz dazu.

Enge Zusammenarbeit

„Die strategische Positionierung kann dabei durch gezielte Kooperationen mit und Investitionen in junge Technologieunternehmen verbessert werden. Die Entwicklung der eigenen Geschäftsfelder sowie die Innovationsdynamik in den Entwicklungsabteilungen kann durch diese VC-Aktivitäten und durch eine enge Zusammenarbeit mit Start-ups im Bereich der Produktentwicklung gefördert werden“, so Hightech Startbahn-Chefin Voßberg.

Start-ups können durch die Finanzierung eigene Produktlinien komplementieren, Herstellungsprozesse verbessern und ressourcenschonender produzieren. „Die Folge sind eine Verkürzung interner Entwicklungszyklen und stärkeres Unternehmenswachstum“, so Voßberg weiter. „Maschinen- und Anlagenbauer profitieren vom Know-how-Zufluss der jungen Technologieunternehmen und gewinnen gegebenenfalls sogar neue Mitarbeiter.“

Warum in ein Start-up investieren?

Nach Angaben der Hightech Startbahn zeigen Studien, dass 54 Prozent der europäischen Muttergesellschaften vor allem aus strategischen Gründen als Investor auftreten, unter Berücksichtigung finanzieller Aspekte; 33 Prozent der Unternehmen investieren hauptsächlich aus finanziellen Gründen unter strategischen Gesichtspunkten. Lediglich 13 Prozent der Investments sind ausschließlich finanziell motiviert. Rein aus strategischen Motiven heraus wird nahezu nie investiert.

Investitionen in Start-ups sind eine gute Möglichkeit für Kuka, von neuen Trends und von der Geschwindigkeit eines Start-ups zu profitieren, dazu Technologie-Scout Elisabeth Schärtl: „Auf der anderen Seite können junge Unternehmen von unserer langjährigen Erfahrung und Kundenbeziehungen, aber auch von unserem großen, globalen Vertriebs- und Servicenetz profitieren.“

Know-how akquirieren

Es gibt aber auch Fälle, bei denen große Unternehmen junge Firmen akquirieren und somit nicht nur von der Entwicklungsarbeit der Gründer profitieren, die bis dato für ein bestimmtes Produkt oder Verfahren geleistet wurde, sondern auch vom Know-how der Mitarbeiter in dem dann akquirierten Unternehmen. „Dabei ist in jedem Fall zu beachten, dass eine Assimilation an bestehende Strukturen der Mutterfirma nur begrenzt zu positiven Ergebnissen führt. Die Geschwindigkeit, mit der ein Gründerteam an neuen Entwicklungen arbeitet, geht jedoch häufig nach einer vollständigen Integration wieder verloren“, so Bettina Voßberg.

„Trumpf stellt viele schlaue Köpfe ein, die beispielsweise direkt von der Uni zu uns kommen – unter anderem, weil man bei Trumpf sehr kreativ arbeiten und hochtechnologische Lösungen entwickeln kann“, sagt Trumpf-Mann Siebert. Im Falle der Start-ups müsse man das aber aus der Sicht der Gründer betrachten: Die Verantwortung für das gesamte Unternehmen habe natürlich einen großen Reiz, das bekomme man in der Form nur bei einem Start-up. „Das ist für viele Gründer attraktiv, trotz des hohen Risikos.“

  • Plan sei es, den Flugplatz dieser Flugzeuge künftig zentral in Großstädten zu stationieren und so eine völlig neue, zeitsparende Art der Personenbeförderung zu schaffen. - Bild: Lilium

    Plan sei es, den Flugplatz dieser Flugzeuge künftig zentral in Großstädten zu stationieren und so eine völlig neue, zeitsparende Art der Personenbeförderung zu schaffen. - Bild: Lilium

  • Das Wunschdenken, dem überall lauernden, zähfließenden Verkehr auf unseren Straßen zukünftig ganz bequem entgehen zu können, könnte bald schon zur Realität werden. Wie unglaublich wäre es, einfach darüber hinweg zu fliegen? - Bild: Lilium

    Das Wunschdenken, dem überall lauernden, zähfließenden Verkehr auf unseren Straßen zukünftig ganz bequem entgehen zu können, könnte bald schon zur Realität werden. Wie unglaublich wäre es, einfach darüber hinweg zu fliegen? - Bild: Lilium

  • Bedeutende Mitglieder des Silicon Valley setzen auf die Unterstützung von Start-ups, die die Produktion von Kleinstflugzeugen planen, welche allerdings nur eine sehr begrenzte Kapazität an Passagieren haben werden. - Bild: Lilium

    Bedeutende Mitglieder des Silicon Valley setzen auf die Unterstützung von Start-ups, die die Produktion von Kleinstflugzeugen planen, welche allerdings nur eine sehr begrenzte Kapazität an Passagieren haben werden. - Bild: Lilium

  • Besonders gute Chancen haben solche Start-ups, die versuchen, die Antriebe dieser Transportmöglichkeit zusätzlich so leise und abgasarm wie nur möglich zu gestalten. Dies lässt sich am Besten mit Elektroantrieben lösen. - Bild: Lilium

    Besonders gute Chancen haben solche Start-ups, die versuchen, die Antriebe dieser Transportmöglichkeit zusätzlich so leise und abgasarm wie nur möglich zu gestalten. Dies lässt sich am Besten mit Elektroantrieben lösen. - Bild: Lilium

  • Ließen sich  die Flugzeuge eines Unternehmens zusätzlich auch noch komplett ohne menschliche Bedienung steuern, so hätte diese Firma eine große Aussicht auf einen hohen Gewinn. Schließlich werden jeden Menge Personalkosten gespart. - Bild: Lilium

    Ließen sich die Flugzeuge eines Unternehmens zusätzlich auch noch komplett ohne menschliche Bedienung steuern, so hätte diese Firma eine große Aussicht auf einen hohen Gewinn. Schließlich werden jeden Menge Personalkosten gespart. - Bild: Lilium

  • Doch nicht nur in Amerika oder China tüfteln Start-ups an einem solchen Transportmittel. Auch in München verfolgt ein Start-up namens Lilium das Ziel, das erste Elektro-Lufttaxi der Welt auf den Markt zu bringen. Und kann bereits erste Erfolge verzeichnen. - Bild: Lilium

    Doch nicht nur in Amerika oder China tüfteln Start-ups an einem solchen Transportmittel. Auch in München verfolgt ein Start-up namens Lilium das Ziel, das erste Elektro-Lufttaxi der Welt auf den Markt zu bringen. Und kann bereits erste Erfolge verzeichnen. - Bild: Lilium

  • Mit einem Kapital von 90 Millionen Dollar, das Lilium von Investoren erhielt, sei die Entwicklung eines Serien-Flugzeuges geplant, das Platz für 5 Personen biete und eine Geschwindigkeit von 300 Kilometer in der Stunde erreichen soll.  Erste Testflüge sollen 2019 stattfinden. - Bild: Lilium

    Mit einem Kapital von 90 Millionen Dollar, das Lilium von Investoren erhielt, sei die Entwicklung eines Serien-Flugzeuges geplant, das Platz für 5 Personen biete und eine Geschwindigkeit von 300 Kilometer in der Stunde erreichen soll. Erste Testflüge sollen 2019 stattfinden. - Bild: Lilium

  • Wie aus Medienberichten hervorgeht, seien sowohl der chinesische Internet-Gigant Tencent, der Fonds Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström sowie LGT, die größte Investmentfirma in Familienbesitz in ganz Europa, Sponsoren der Jungfirma Lilium. - Bild: Lilium

    Wie aus Medienberichten hervorgeht, seien sowohl der chinesische Internet-Gigant Tencent, der Fonds Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström sowie LGT, die größte Investmentfirma in Familienbesitz in ganz Europa, Sponsoren der Jungfirma Lilium. - Bild: Lilium

  • Das 2015 von vier Abgängern der TU München etablierte Unternehmen habe außerdem Geld der Investment-Firma Obvious Ventures erhalten, die Ev Williams, einem Twitter-Mitgründer gehört. - Bild: Lilium

    Das 2015 von vier Abgängern der TU München etablierte Unternehmen habe außerdem Geld der Investment-Firma Obvious Ventures erhalten, die Ev Williams, einem Twitter-Mitgründer gehört. - Bild: Lilium

  • Mithilfe des ersten zu Verfügung stehenden Budgets in Höhe von circa zehn Millionen Dollar konnte Lilium bereits einen Prototypen entwickeln, der senkrecht starten und landen kann. - Bild: Lilium

    Mithilfe des ersten zu Verfügung stehenden Budgets in Höhe von circa zehn Millionen Dollar konnte Lilium bereits einen Prototypen entwickeln, der senkrecht starten und landen kann. - Bild: Lilium

  • Das Unternehmen gibt an, mit seinem Prototypen bewiesen zu haben, dass die Technologie schon jetzt funktionsfähig ist. Eine größere Herausforderung sei es, aus diesem Prototypen ein zugelassenes Serienflugzeug zu konstruieren. - Bild: Lilium

    Das Unternehmen gibt an, mit seinem Prototypen bewiesen zu haben, dass die Technologie schon jetzt funktionsfähig ist. Eine größere Herausforderung sei es, aus diesem Prototypen ein zugelassenes Serienflugzeug zu konstruieren. - Bild: Lilium

  • Voraussetzung für eine solche Zulassung seien eine Menge an Tests, so Lilium-Chef Daniel Wiegand. Außerdem erfordere die Entwicklung die Berücksichtigung vieler wichtiger Details. Für eine Serienproduktion werde aber noch Geld benötigt. - Bild: Lilium

    Voraussetzung für eine solche Zulassung seien eine Menge an Tests, so Lilium-Chef Daniel Wiegand. Außerdem erfordere die Entwicklung die Berücksichtigung vieler wichtiger Details. Für eine Serienproduktion werde aber noch Geld benötigt. - Bild: Lilium

  • Die Produktion sei langwierig, wie bei der Planung von Flugprojekten üblich. Bis die Flugzeuge autonom betrieben werden, sei ein Pilot eingeplant, so das Unternehmen. - Bild: Lilium

    Die Produktion sei langwierig, wie bei der Planung von Flugprojekten üblich. Bis die Flugzeuge autonom betrieben werden, sei ein Pilot eingeplant, so das Unternehmen. - Bild: Lilium

  • Dieses Transportmittel soll zukünftig beispielweise als fliegendes Taxi eingesetzt werden. An dieser Idee sind abgesehen von diversen Start-ups auch der Flugzeugbauer Airbus und der Fluggeräte-Entwickler Volocopter, der Daimler zu seinen Investoren zählen kann, dran. - Bild: Lilium

    Dieses Transportmittel soll zukünftig beispielweise als fliegendes Taxi eingesetzt werden. An dieser Idee sind abgesehen von diversen Start-ups auch der Flugzeugbauer Airbus und der Fluggeräte-Entwickler Volocopter, der Daimler zu seinen Investoren zählen kann, dran. - Bild: Lilium

  • Auch eine App sei geplant, die den Kunden wichtige Informationen zu ihren nächsten Flügen liefern kann.

    Auch eine App sei geplant, die den Kunden wichtige Informationen zu ihren nächsten Flügen liefern kann.

Kuka sieht sich selbst als Innovationsführer im Bereich Industrie 4.0. Um diese Vorreiterrolle weiter auszubauen, hat der Augsburger Automatisierer nicht nur die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung durch internationale Standorte erweitert, sondern auch extern in Start-ups investiert und strategische Partnerschaften geschlossen. Zu den jüngsten Beteiligungen und Partnerschaften zählen Nebbiolo, Roboception, Infosys, Salesforce und Huawei.

Neue Geschäftsmodelle durch Start-ups

„Alle diese Partnerschaften bringen uns neuen Geschäftsmodellen näher. Denn um weiter Vorreiter in der Industrie 4.0 zu sein, ist es wichtig, neue Wege zu beschreiten und neuen Impulsen gegenüber offen zu sein“, so Schärtl. Das Start-up Connyun etwa ist eine hundertprozentige Tochter von Kuka (Karlsruhe). Kuka hat Connyun mit dem Ziel gegründet, eine Industrie 4.0 Cloud-Plattform zu etablieren. Software und Services werden von Connyun entwickelt. „Für uns steht ganz klar das Technologie-Scouting im Fokus. Natürlich nutzen wir neben unserem Netzwerk aus Forschungs-Einrichtungen und Universitäten auch nationale und internationale Plattformen, um mit Start-ups direkt ins Gespräch zu kommen. Hier setzen wird auf Qualität und nicht auf Quantität“, so Schärtl weiter.