EOS, Additive Fertigung, Dr. Hans Langer, Bain & Company, Erfolg, Gründermentalität

Das Management von EOS: Dr. Adrian Keppler, Eric Paffrath, Dr. Hans Langer, Dr. Tobias Abeln und Christian Kirner (von links nach rechts). Das Unternehmen gilt als vorbildlich für seine Gründermentalität. - Bild: EOS

Der Anbieter von Additiver Fertigung, EOS, ist schnell, wenn es darum geht, von der Prototypenerstellung über die Kleinserienfertigung bis zur Serienproduktion für größere Stückzahlen zu gelangen. EOS hebt sich dabei durch seine technischen Innovationen und seine unternehmerische Gestaltungskraft von konkurrierenden Unternehmen ab. Der Einfluss der Technologie von EOS auf die Wertschöpfungsketten in der Industrie und in der Volkswirtschaft ist dabei nach Ansicht von Fachleuten enorm.

Gegründet wurde EOS von Dr. Hans J. Langer 1989. Langer baute das Unternehmen seitdem zum marktführenden Pionier in der Additiven Fertigung auf. Heute ist der Gründer Mehrheitsgesellschafter der EOS Gruppe und steuert als CEO die strategische Entwicklung des Unternehmens.

„Dr. Langer ist ein gutes Beispiel für Gründermentalität“, sagt der Managing Director von Bain & Company in Deutschland, Walter Sinn. Der EOS-CEO stehe für ein Owner-Mindset. Er sei überzeugt davon, dass er die Welt verändere.

Langfristig erfolgreiche Unternehmen haben drei Gemeinsamkeiten, die sich häufig auch bei charismatischen Gründerpersönlichkeiten finden, besagt eine brandaktuelle Studie von Bain and Company.

„Was wir Gründermentalität nennen, ist allerdings unabhängig von der Person eines Gründers“, erläutert Sinn. „Es handelt sich vielmehr um ein Set universeller unternehmenskultureller Erfolgsfaktoren, das aus Rebellentum, bedingungsloser Kundenorientierung und einer Eigentümerperspektive mit ausgeprägter Verantwortungs- und Handlungsbereitschaft besteht.“

Über den Tellerrand blicken

Das Rebellentum wirke sich dabei so aus, dass Unternehmen mit Gründermentalität sich nie als groß empfinden, auch wenn sie bereits Marktführer sind. Sie blickten über den eigenen Tellerrand hinaus und würden neue Wachstumsmöglichkeiten erkennen. Sie sind laut der Bain-Studie von einer kühnen, aufrührerischen, oft auch noblen Mission erfüllt und treten als aggressive Angreifer auf.