Vollkommen ohne Glas: Merck hat mit seinem Entwicklungspartner FlexEnable ein

Vollkommen ohne Glas: Merck hat mit seinem Entwicklungspartner FlexEnable ein Flüssigkristall-Display aus Kunststoff entwickelt. - Bild: FlexEnable

Kunststoffbasierte biegbare oder gar flexible Displays könnten schon bald Realität werden. Den Forschern ist es gelungen, ein vollkommen glasfreies Kunststoff-Flüssigkristall-Display zu entwickeln, bei dem stattdessen organische Transistoren auf einer Kunststofffolie verwendet werden. Kunststoff-LC-Displays bieten nach Angaben von Merck zahlreiche Vorteile.

Sie haben das Potenzial, Produkte zehnmal dünner, mehr als zehnmal leichter und preiswerter als herkömmliche glasbasierte Displays herzustellen. Gleichzeitig gelten sie als äußerst robust und sie können sich an gewölbte oder gebogene Oberflächen anpassen.

Zehnmal leichter und preiswerter als Glas

Der in sehr kurzer Zeit entwickelte Demonstrator vereine die wesentlichen Vorteile der organischen Transistortechnologie (OTFT) und konnte laut Merck mit einer hohen Qualität und Ausbeute hergestellt werden. Damit werde ein Weg aufgezeigt, wie LC-Displays – die derzeit am meisten verbreitete Displaytechnologie – in Zukunft noch kostengünstiger hergestellt werden könnten, hieß es. Derzeit sind Flüssigkristall-Bildschirme, etwa bei Smartphones, fast ausschließlich aus Glas.

Die Merck KGaA ist weltweit Marktführer bei Flüssigkristallmaterialien. Um die Position zu halten, setzen die Darmstädter auf Weiterentwicklungen und neue Anwendungen wie etwa Ultra-HD-Displays. Beispielsweise arbeitet das Unternehmen auch an 3-D-Darstellungen für die keine spezielle Brille mehr nötig ist.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke