Shuttle-Systems Stingray mit ihrem Twister Lastaufnahmemittel mit fixer oder variabler Teleskoplichte von TGW

Variabilität gefragt: Das Herzstück des Shuttle-Systems Stingray mit ihrem Twister Lastaufnahmemittel mit fixer oder variabler Teleskoplichte. So können Lagergüter mit unterschiedlichster Größe, im Normal- und Tiefkühlbereich, einfach-, doppelt- und mehrfachtief gelagert werden. - Bild: TGW

Der ständig wachsende Online-Handel stellt die Produktionslogistik vor neue Herausforderungen, „denn der zunehmende Grad der Individualisierung hat Einfluss auf alle Unternehmen entlang der gesamten Supply Chain“, beschreibt Philipp Wrycza, Projektleiter AutoID-Technologien, Abteilung Verpackungs- und Handelslogistik am Fraunhofer-IML, Dortmund.

So werde das Ziel verfolgt, den Entkopplungspunkt der kundenindividuellen Produktion möglichst am Ende der Supply Chain, nahe dem Endkunden, durchzuführen. „Intention ist es, eine optimale Auslastung der Produktion bei einem niedrigen Lagerrisiko zu erreichen. Trotz aller Anstrengungen führt diese Entwicklung zu kleineren Losgrößen in Produktion und Logistik und damit zu neuen Anforderungen an die Unternehmen“, sagt Wrycza.

Flexible Systeme in der Intralogistik

Dadurch steige die Nachfrage nach flexiblen Logistiklösungen. Das Stichwort für die technischen Entwicklungen in diesem Bereich laute Skalierbarkeit. „Kaum ein Unternehmen kann heute noch sein Artikelspektrum oder seinen Durchsatz in fünf oder gar zehn Jahren vorhersagen und dementsprechend schwierig ist es, Produktionsanlagen, Lager- oder Fördertechnik langfristig auszulegen“, berichtet Wrycza. Technische Lösungen müssten somit anpassbar sein und könnten nicht mehr auf einen gleichbleibenden Durchsatz oder eine bestimmte Artikelgröße ausgelegt werden.

„Neben skalierbaren Lösungen, wie dem klassischen Gabelstapler und den fahrerlosen Transportfahrzeugen, gibt es daher auch zunehmend neue dezentrale, skalierbare Konzepte, wie beispielweise Drohnen. Im Bereich der Produktion spielen neben neuen Produktionsverfahren wie dem 3D-Druck auch alternative Produktionsprinzipien, wie die Auflösung des Taktes oder die vollkommen vernetzte Produktion, eine große Rolle“, erklärt Wrycza.

Das Thema Flexibilität spricht auch Christian Brauneis von Knapp Industry Solutions an: „Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen die Unternehmen sehr flexible Systeme, die dem Kundengeschäft, das sich sehr dynamisch verändert, anpassen kann. Im Produktionsbereich wird dieser Trend mit Industrie 4.0 in Verbindung gebracht.“