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Audi ist an der Spitze des Rankings der innovationsstärksten Premium-Automarken des CAM. Doch Tesla (auf dem Bild) ist den Ingolstädtern auf den Fersen. - Bild: Tesla

Hochholdinger war zuletzt für die Fertigung des A4/A5/Q5 von Audi in Ingolstadt zuständig.

Als Produktionsverantwortlicher soll Hochholdinger dafür sorgen, dass der Output erhöht wird. Sind im ersten Quartal doch nur 15 000 Teslas ausgeliefert worden. Im Jahr 2018 will Tesla bereits 500 000 Elektro-Fahrzeuge herstellen. Eigentlich war dieses Ziel erst für 2020 avisiert worden.

Damit wirbt Tesla der innovativsten Premiummarke einen erfahrenen Produktionsfachmann ab. Denn Audi errang in diesem Jahr erstmals Rang 1 im Ranking der innovationsstärksten Premiummarken des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Mit 114 Innovationen, darunter 30 Weltneuheiten, erreichte Audi eine Innovationsstärke von 124 Indexpunkten und ließ die Vorjahressieger Mercedes und BMW mit 109 beziehungsweise 105 Punkten deutlich hinter sich.

Der Studie unter Leitung von Professor Stefan Bratzel zufolge punktete Audi vor allem mit neuartigen Fahrerassistenzsystemen wie dem aktiven Abbiegeassistenten im A4, der vor Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen schützt, und dem Ausstiegswarnsystem im Q7.

Tesla ist den Deutschen auf den Fersen

Tesla ist den Premium-Big-3 auf den Fersen und kletterte in diesem Jahr auf Rang 4 der innovativsten Premiumhersteller. Das Unternehmen von Elon Musk bringt es auf fast so viele Weltneuheiten wie BMW. Beispielsweise erfassen die elektrisch angetriebenen Flügeltüren des Model X mithilfe von speziellen Ultraschall-Sensoren Hindernisse in der unmittelbaren Umgebung und stellen ihren Öffnungsbogen entsprechend ein, so dass sie zu dicht geparkte Fahrzeuge nicht berühren. In sehr engen Parklücken öffnen sich die zweigeteilten Flügeltüren dann mehr nach oben hin. Bei sehr niedrigen Decken bewegen sich die Türen entsprechend flacher. Auch die vorderen Türen funktionieren elektronisch und sind mit Ultraschall-Sensoren ausgestattet, die durch Metall hindurch funktionieren.

Tesla kommt dem Ranking zufolge mit 42 Innovationen auf einen Indexwert von 81 Punkten.  Dabei hängen die Kalifornier die deutschen Premiummarken bereits bei der Weltneuheitenquote, die sich aus dem Quotient aus Weltneuheiten und allen Innovationen ergibt, ab: Sie erreichen einen Wert von 43 %, während Audi, Mercedes und BMW Weltneuheitenquoten von 26 bis 28 % erreichen.

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Tesla ist die Überraschung in dem neuen Ranking der innovationsstärksten Premiumhersteller des Center of Automotive Management. - Bild: Center of Automotive Management/Produktion

Volkswagen: innovativste Volumenmarke

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Bei den innovationsstärksten Volumenherstellern hat sich Volkswagen in diesem Jahr durchgesetzt. - Bild: Center of Automotive Management/Produktion

In das Ranking vom CAM gingen 606 Innovationen von 19 Premiummarken in die Wertung ein. Jede einzelne Innovation, definiert als Verbesserung des Kundennutzens, wurde anhand ihres Innovations- und Reifegrades nach gleichem Muster gewichtet.  Aus der Summe der gewichteten Einzelinnovationen errechnet das CAM das Ranking.

Bei den innovationsstärksten Volumenmarken schob sich in diesem Jahr Volkswagen an Vorjahressieger Ford vorbei. Dabei wurden Neuerungen im Abgasbereich bei VW nicht berücksichtigt. Die Wolfsburger schufen 89 Innovationen und 15 Weltneuheiten wie zum Beispiel den ersten Nothalteassistenten im Geländewagen und Van sowie die Studie V-Charge, die das vollautomatische Parken von E-Autos in einem Parkhaus an einer E-Auto-Induktions-Ladestation ermöglicht. Mit 17 % erzielt Volkswagen auch als einzige der Top 10 Volumenmarken eine weit überdurchschnittliche Weltneuheitenquote.

Verbessern konnte sich auch die Marke Renault, die vom sechsten auf den vierten Rank aufstieg, sowie Kia und Mazda, die ihre Innovationsstärke verdoppelten. Der absatzstärkste Hersteller Toyota rutschte um drei Plätze ab und landete auf Platz 10.