Wo sehen Sie in der Antriebstechnik noch großes Verbesserungspotenzial?

Bosch Rexroth will beispielsweise mit dem Hydraulic Start-Stop HSS Hersteller von kompakten Baumaschinen unterstützen, die Abgas- und Geräuschemissionen zu verringern. „Das Funktionsmodul schaltet den Dieselmotor selbsttätig in Stillstandsphasen ab und startet ihn bei Bedarf automatisch mit zuvor gespeicherter hydraulischer Energie“, erklärt Dr. Christof Lamparski, Entwicklungsleitung Antriebseinheiten Bosch Rexroth.

WEG-Tochter Watt Drive konzentriert sich in der Entwicklung auf die Perfektionierung der Mechanik. „Die größte Herausforderung bestand darin, ein Übertragungskonzept zu entwerfen, das besonders effizient ist und sich trotz neu berechneter Zahnraddurchmesser und Achsabstände in die neu gestalteten Aluminiumdruckgussgehäuse integrieren lässt“, so Norbert Reisner, Leiter Getriebetechnik bei Watt Drive.

Das Ausreizen der Mechanik bis zum Maximum führe zu zuverlässigen, wartungsarmen Getriebemotoren mit erhöhter Laufruhe und Leistungsdichte sowie verlängerter Lebensdauer.

Wittenstein setzt auf geschickte Lageranordnung

Auch Wittenstein sieht noch enorme Verbesserungspotenziale – vor allem durch geschickte Lageranordnung und optimale Gestaltung der Schnittstellen. „Abschließend hervorzuheben sind auch die einfache Handhabung bei der Installation der Antriebe sowie das Laufgeräusch im Betrieb“, sagt Dr. Michael Engelbreit, Leiter Entwicklung und Anwendungstechnik der Wittenstein alpha GmbH.

Welches Verbesserungspotenzial in der Mechanik steckt, beweise das neue Getriebeprinzip ‚Galaxie‘ von Wittenstein. „Hier wurden entscheidende Komponentenmerkmale wie Präzision und Steifigkeit um Faktoren verbessert, was im laufenden Betrieb in den Anlagen der Maschinenhersteller einen enormen Sprung in der Produktivität zur Folge hat“, sagt Engelbreit.  Wo sehen Sie in der Antriebstechnik noch großes Verbesserungspotenzial?