Ist Asiens Dominanz bei der Batteriezellen-Produktion gefährlich?

Die deutschen Autobauer investieren zwar viel Geld in Batteriewerke, in denen die Blöcke je nach Verwendungszweck zusammengebaut werden. Daimler etwa will an den Standorten Sindelfingen und Untertürkheim zwei zusätzliche Batteriefabriken errichten. Die Zellen, die Herzstücke jeder Batterie, kaufen die Hersteller allerdings in Asien ein. Der Markt wird von einigen wenigen Anbietern dominiert. 

"Die Zelle ist das Kernstück der gesamten Elektrifizierung", sagte Brecht, der die Interessen von 290.000 Daimler-Beschäftigten weltweit vertritt und auch im Aufsichtsrat des Autobauers sitzt. Von ihr hänge ab, wie leistungsfähig und wie dynamisch ein Fahrzeug sei.

"Man macht sich nicht nur von der Technologie abhängig, sondern auch erpressbar, wenn die Marktmacht des Lieferanten nachher dazu führt, dass er Preise und solche Dinge diktieren kann", warnte Brecht. Eine eigene Zellfertigung unter deutscher oder europäischer Regie sei daher schon aus Selbstschutz wichtig.

Maschinenbaugipfel 2018 - Die Branche zeigt Flagge

Wann: 16. und 17. Oktober 2018
Wo: Berlin, Maritim in der Stauffenbergstraße
Was: Weltpolitische Ereignisse bleiben nicht ohne Folgen für den Maschinen- und Anlagenbau. Sei es der Brexit und seine Konsequenzen für ein gemeinsames Europa, die aktuelle Klimapolitik, die Zukunft des Antriebsstrangs oder auch Führungsthemen zu Arbeit 4.0 und Nachwuchsgewinnung – Deutschlands Innovationsbranche muss neue Strategien entwickeln.
Anmeldung und Infos: www.maschinenbau-gipfel.de