Rund ein Jahr Russland-Sanktionen und kein Ende in Sicht. Zwar betreffen die Wirtschaftsanktionen in

Rund ein Jahr Russland-Sanktionen und kein Ende in Sicht. Zwar betreffen die Wirtschaftsanktionen in erster Linie Güter der Rüstungs- und Ölindustrie. Der wirtschaftliche Einbruch in Russland, die Rubelschwäche und ein zunehmender Vertrauensverlust belasten aber auch alle anderen Industriezweige. - Bild: kru

Der wirtschaftliche Einbruch in Russland, die Rubelschwäche und ein zunehmender Vertrauensverlust belasten aber auch alle anderen Industriezweige.

“Die politische Lage hat derzeit keine Einwirkungen auf unsere Produktionsstandorte in Russland. Allerdings registrieren wir eine rückläufige Geschäftsentwicklung von Neuprojekten durch die starke Rubelabwertung und die damit in Verbindung stehenden hohen Zinsätzte auf den Rubel”, heißt es etwa vom Heidenheimer Technologiekonzern Voith, der mit seinem Portfolio aus Anlagen, Produkten und Industriedienstleistungen die fünf Branchen Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe sowie Transport & Automotive bedient.

Beim deutschen Industrieriesen Siemens ist das Russlandgeschäft laut Firmenchef Joe Kaeser im Zuge der Sanktionen gar um die Hälfte eingebrochen. “Russland bietet riesige Chancen, die man momentan nicht nutzen kann. Wir wollen Know-how nach Russland geben und Produktion dort lokalisieren. Aber diese Möglichkeit gibt es momentan nicht.”

Karoline Kopp