BERLIN (Dow Jones/ks)–Die Rohstoffversorgung sei nicht länger allein eine Frage, die den Beschaffungsabteilungen in den Unternehmen zufalle, sondern ein geopolitisches Thema, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel am Dienstag zur Eröffnung des 3. BDI-Rohstoffkongresses in Berlin. Das Thema habe gegenüber den Vorgängerkonferenzen in den Jahren 2005 und 2007 noch ganz enorm an Bedeutung gewonnen.

Der freie Zugang zu Rohstoffen sei Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Industrielandes Deutschland. Aber es bestünden Export- und Wettbewerbsbeschränkungen, die in den Lieferländern begännen. “Die Lage hat sich nicht verbessert, sondern verschlechtert”, sagte Keitel. Die Existenzfähigkeit einiger Unternehmen sei gefährdet, das gelte vor allem bei Seltenen Erden. Es bestehe die Gefahr, dass “unsere produzierenden Industrien dorthin gehen, wo es die Rohstoffe vor Ort gibt”, sagte der BDI-Präsident.