BERLIN (Dow Jones/rm). “Es ist ausführlich Thema bei der Begegnung gewesen”, sagte Beatrix Brodkorb, Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), am Freitag in Berlin.

Brüderle habe Li darum gebeten, den “offenen und gerechten Zugang (zu Seltenen Erden) zu ermöglichen und über eventuelle Beschränkungen, die China plant oder schon vorgenommen hat, noch einmal nachzudenken”, sagte die BMWi-Sprecherin. Brüderle habe Li deutlich gemacht, dass er Seltene Erden als ganz klare Voraussetzung für den technologischen Fortschritt der ganzen Industrienationen betrachte.

Zugleich habe der deutsche Wirtschaftsminister in seinem Gespräch mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Verständnis dafür gezeigt, dass China diese Rohstoffe umweltschonender abbauen wolle. Brüderle habe in diesem Zusammenhang auf das “hervorrangende deutsche Know-How” auf diesem Gebiet aufmerksam gemacht, sagte Brodkorb.

Eine Reihe deutscher Unternehmen wird am Rande des Besuches von Li Keqiang am Freitag in Berlin Verträge und Memorandums of Understanding unterzeichnen. Insgesamt würden dies sechs Vereinbarungen sein, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag. Zum Umfang und den Details dieser Vertragsunterzeichnungen wollte sich der Sprecher nicht äußern. Zu den Unternehmen zählen die Volkswagen AG, die Daimler AG, die Bernhard Schulte GmbH & Co. KG und die Oerlikon Neumag Textile GmbH & Co. KG.

Ein Daimler-Sprecher hatte Dow Jones Newswires am Donnerstag gesagt, der Konzern werde seine Importpläne für die Volksrepublik unterschreiben. Es handele sich um eine Formalisierung der Pläne zur Einfuhr von Pkw im laufenden Jahr. Ein Volkswagen-Sprecher bestätigte, dass Verträge unterzeichnet werden sollen, wollte sich jedoch zu den Details nicht äußern.