LANDSBER (ba). Das Bündnis soll neue Anwendungsgebiete für die Verwendung von umformbarem Magnesiumblech bzw. -band erschließen. Die verstärkte Anwendung von Magnesium im Fahrzeugbau soll ebenso gefördert werden wie die Entwicklung von Magnesium-Bauteilen für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt, von Magnesium-Reflektoren sowie einer ultraleichten Unterwasserlampe mit Magnesiumgehäuse. Dazu werden neue Verfahren zur Erzeugung, Bearbeitung und Beschichtung von Bauteilen sowie neue Fügetechniken entwickelt.

Gemeinsam mit weiteren Partnern planen die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen Magnesium als vielseitig verwendbaren Leichtbauwerkstoff zu etablieren und dessen industrielle Nutzung deutlich auszubauen. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt deshalb in der Entwicklung von seriengeeigneten und kostengünstigen Verarbeitungsprozessen, die einen wirtschaftlichen Einsatz von Magnesium in Massenanwendungen ermöglichen.

Magnesium bietet als leichtester metallischer Konstruktionswerkstoff exzellente Voraussetzungen für den industriellen Leichtbau. Gegenüber Stahl lassen sich bis zu 75%, gegenüber Aluminium bis zu 35% Gewicht einsparen, während ansonsten alle vorteilhaften Eigenschaften metallischer Werkstoffe (gute Umformbarkeit, Schweißbarkeit, gute Wärmeleitfähigkeit, elektromagnetische Abschirmung, Wiederverwertbarkeit) weiterhin genutzt werden können. Auch gegenüber anderen modernen Leichtbauwerkstoffen wie CFK und GFK stellt Magnesium eine attraktive und zudem kostengünstigere Alternative dar.

Mitglieder des Bündnisses TeMaKplus sind bisher elf Unternehmen und zwei Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Thüringen, darunter die ThyssenKrupp Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg, das Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Chemnitz, die TU Bergakademie Freiberg, Institut für Metallformung, Freiberg, die Hirschvogel Aluminium GmbH, Marksuhl und die Benseler Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG, Frankenberg.