Bild: MASP - Fotolia.com

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München (ilk). Den größten Stolz empfinden die Deutschen im Bereich der Wirtschaft für das Markenzeichen „Made in Germany“. Dieses Gütesiegel erhält eine 1,6 in einer Befragung, die Bewertungen von 1 = sehr stolz bis 4 = nicht stolz zulässt.

Auf den beiden folgenden Plätzen mit jeweils 1,7 landen „mittelständische Weltmarktführer“ sowie „die Leistungen deutscher Ingenieure“.

Die repräsentative Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern führte die Münchner Unternehmensberatung Progenium durch.

Progenium Geschäftsführer Michael Mandat sagt: „Die Menschen haben ein gutes Gespür für den Kern der Volkswirtschaft und was die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb stark macht.“

Überdurchschnittliche Werte erzielten auch die Kategorien „Kündigungsschutz und Arbeitnehmerrechte“ (1,9) sowie „dass Arbeitnehmer über die Mitbestimmung ein Wort in den Unternehmen mitreden können“ (2). Diese beiden Aspekte stehen in der Wertschätzung noch vor der „Sozialen Marktwirtschaft deutscher Prägung“, die lediglich auf eine Bewertung von 2,2 kommt. Im Mittelfeld der Befragung landen ebenfalls die „deutsche Automobilwirtschaft“ (2,1) sowie die Tatsache, dass Deutschland neben China „Exportweltmeister“ (2,2) ist.

Mandat: „Es wird deutlich, dass sich das Globalisierungskonzept in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht vom Wirtschaftskrisenschock erholt hat.“

Obwohl die Deutschen stolz darauf sind, wie das Land wirtschaftlich in der Welt dasteht (1,9), werden wichtige Akteure dafür nicht gelobt. So erzielt die Frage, „wie stolz sind sie auf die deutsche Wirtschaftspolitik“ lediglich eine 2,7 und die „deutschen Top-Manager“ eine 3,1.

Auch auf die Art und Weise, wie Deutschland die Finanz- und Wirtschaftskrise gemeistert hat, ist die Bevölkerung nur in geringem Maße stolz (2,7). Den schlechtesten Wert in der Befragung erzielt die Deutsche Bank mit 3,4.

Mandat: „Die Deutschen sind offensichtlich auf die Leistungen der Menschen und der Volkswirtschaft als Ganzes stolz, nicht jedoch auf einzelne Manager und Unternehmen.“

Der Kongress zum Thema: Erstmals wird vom 24. bis 26. Januar 2011 in Deutschland ein „Kongress der Weltmarktführer“ unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle stattfinden. Eine zentrale Säule des weltweiten Erfolges der Wirtschaftsnation Deutschland sind neben den DAX-Konzernen die zahlreichen Weltmarktführer aus dem Mittelstand.

Der 1. Deutsche Kongress der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall zeigt, wo für diese deutsche Industrie-Elite die zukünftigen Herausforderungen liegen.