Ein Sondergewinn hat der Bauer Gruppe - hier die Hauptverwaltung in Schrobenhausen - das Ergbnis

Ein Sondergewinn hat der Bauer Gruppe - hier die Hauptverwaltung in Schrobenhausen - das Ergbnis für 2014 gerettet. - Bild: Bauer Gruppe

Der Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer hat sein Ergebnis durch einen Sondergewinn aus dem Verkauf von Anteilen der Tochter im Oman gerettet. Insgesamt zeigte man sich aber “nicht zufrieden”.

Das Jahr 2014 war für die Bauer Gruppe nach eigener Aussage mit einigen Belastungen verbunden. Mit einem Sondergewinn konnte der Bau- und Maschinenbaukonzern seine Ergebnisziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreichen.

Die Gesamtkonzernleistung konnte laut Mitteilung um 3,7 Prozent von 1.504,2 Millionen Euro auf 1.560,2 Millionen Euro gesteigert werden. Das Ergebnis war im vergangenen Jahr durch weitere Verluste aus dem Großprojekt Center Hill Damm in den USA, die andauernde Restrukturierung im Segment Resources sowie durch schwache Mininggeschäfte belastet.

Durch den Verkauf von 21 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft im Oman wurde ein Sondergewinn erzielt. In Summe führte dies zu einem operativen Ergebnis (EBIT) von 76,4 Millionen Euro (Vorjahr: 30,1 Millionen Euro). Das Periodenergebnis lag bei 15,7 Millionen Euro. Im Vorjahr musste ein Verlust von 19,4 Mllionen Euro ausgewiesen werden.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für 2014 eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro je Aktie auszuschütten. Im Vorjahr waren die Mittel im Unternehmen belassen worden.

“Das Jahr 2014 brachte einige Erfolge, aber insgesamt können wir nicht zufrieden sein. Dennoch wollen wir unsere Anteilseigner am durch den Sondergewinn erzielten Ergebnis beteiligen”, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der Bauer AG. “Mittelfristig wollen wir an unserer Dividendenpolitik festhalten und wieder eine Ausschüttungsquote zwischen 25 und 30 Prozent des ausgewiesenen Nachsteuerergebnisses anstreben.”

Insgesamt weist die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben zum Geschäftsjahresende einen Auftragsbestand auf gutem Niveau aus. Er liege mit 762,7 Millionen Euro in etwa auf Höhe des Vorjahres (765,2 Millionen Euro) und wäre ohne die Russland-Ukraine-Krise und den starken Rückgang des Ölpreises höher ausgefallen.

“Wir sind zuversichtlich, dass wir uns auch im laufenden Geschäftsjahr in unseren anspruchsvollen Märkten gut behaupten können, auch wenn wir wohl weiterhin mit zahlreichen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Risiken konfrontiert werden”, so Prof. Thomas Bauer. “Immerhin kann der Konzern 2015 auf 225 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.”

Der Konzern rechnet für 2015 mit einer Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,6 Milliarden Euro. Er erwartet ein Ergebnis nach Steuern von etwa 18 bis 23 Millionen Euro sowie ein EBIT von etwa 75 Millionen Euro. Dabei wird das erste Quartal wie üblich mit einem Verlust abschließen, der in den Folgequartalen ausgeglichen werden kann.

Bauer/Stefan Weinzierl