DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Mit dem Hedgefonds Centaurus Capital habe der zweitgrößte Demag-Anteilseigner den Aufsichtsrat des Düsseldorfer Unternehmens aufgefordert, umgehend eine Fusion mit einem Konkurrenten wie dem finnischen Unternehmen Konecranes zu prüfen, schreibt die “Financial Times” (FT – Dienstagausgabe) unter Berufung auf einen Brief des Hedgefonds an das Aufsichtsgremium. Ein Zusammenschluss mit Konecranes habe eine “überwältigende Logik”, heißt es in dem Brief.

Der Düsseldorfer Kranhersteller bestätigte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, einen Brief von dem Investor erhalten zu haben. “Wir haben auf diesen Brief bereits geantwortet (…)”, teilte Demag Cranes weiter mit. Die im vergangenen Jahr erhaltenen Interessensbekundungen ausländischer Unternehmen habe man aber geprüft und sei mit dem Aufsichtsrat zu dem Schluss gekommen, dass die vorgeschlagenen Gespräche “keinen Nutzen für unser Unternehmen versprechen.”

Am Mittwoch nächster Woche findet die Hauptversammlung von Demag Cranes statt. Centaurus hält etwas mehr als 5% an dem im MDAX notierten Unternehmen und gilt als aggressiv vorgehender Finanzinvestor. Dem Zeitungsbericht zufolge schätzen Analysten, dass derzeit 30% bis 40% des Aktienkapitals in Händen von Hedgefonds liegen.

Konecranes hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Interesse an den Düsseldorfern signalisiert, ist dabei aber auf Widerstand bei der Demag-Cranes-Führung gestoßen. Daraufhin hatten die Finnen zumindest von der öffentlichen Werbung für eine Übernahme der Deutschen abgelassen. Neben Konecranes wurde das amerikanische Unternehmen Terex immer wieder als möglicher Käufer für Demag Cranes ins Spiel gebracht.