DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Mittelfristig strebe Demag Cranes eine Mehrheit und die industrielle Führung in dem Verbund an. Die Düsseldorfer waren schon länger auf der Suche nach einem Partner in der boomenden Region, der eine gute Marktposition und die passenden Produkte hat.

Die in der Provinz Henan in Zentralchina ansässige Weihua produziert Industrie- und Hafenkranen sowie Komponenten und ist als einer der wenigen Anbieter in China überregional vertreten. Mit rund 5.000 Mitarbeitern erwirtschaftete der Konzern 2009 den Angaben zufolge einen Umsatz von 2,5 Mrd RMB (rund 270 Mio Euro). Firmenchef Han Xianbao und seine Familie halten sämtliche Anteile an Weihua. Han Xianbao soll auch in Zukunft eine führende Position behalten.

“Die heute unterzeichnete Absichtserklärung unterstreicht zugleich die Entschlossenheit von Demag Cranes, wie angekündigt im Rahmen seiner Stand-alone-Strategie die Position in den Wachstumsmärkten auch durch Akquisitionen auszubauen und aktiv am Konsolidierungsprozess in unserer Branche teilzunehmen”, erklärte der Demag-Cranes-Vorstandsvorsitzende Aloysius Rauen auch mit Blick auf die Avancen des finnische Marktführer Konecranes vor wenigen Monaten, die die Düsseldorfer zurückgewiesen hatten.

Demag Cranes müht sich ebenso wie Konecranes, in China Fuß zu fassen und der asiatischen Konkurrenz im mittleren Qualitätssegment Paroli zu bieten. Die Düsseldorfer arbeiten derzeit in ihrem chinesischen Werk in Shanghai an einer neuen Generation von Seil- und Kettenzügen. Der derzeit im Test befindliche Seilzug – angepasst an die Anforderungen der Kunden vor Ort – soll in diesem Geschäftsjahr auf den Markt kommen. Die Finnen erwarben zuletzt eine Minderheitsbeteiligung an der japanischen Kito sowie die Mehrheit an der chinesischen Sanma. Bislang konzentrierten sich beide Konzerne in Asien auf ihre Premiumkrane.