STUTTGART (Dow Jones/ks)–Wie das im SDAX-notierte Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilte, soll das Ergebnis überproportional zum Umsatz wachsen. Die EBIT-Marge sieht Dürr bei 3,5% bis 4% nach 2,7% in 2010.

“Auch 2011 bleiben die Emerging Markets, die zuletzt mit 60% zum Auftragseingang beitrugen, der wichtigste Wachstumstreiber für Dürr”, sagte Vorstandsvorsitzender Ralf Dieter. Nach dem starken Schlussquartal 2010 sei Dürr gut in das Jahr 2011 gestartet. “Die Automobilindustrie baut ihre Produktionskapazitäten in den Schwellenländern weiter aus.”

Im vergangenen Jahr konnte Dürr nach Steuern einen Gewinn von 7,1 Mio Euro erzielen nach minus 25,7 Mio Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg, wie bei Vorlage der vorläufigen zahlen Anfang Februar angekündigt, um 17% auf rund 1,26 Mrd Euro. Das EBIT erreichte 33,7 (Vorjahr 5,7) Mio Euro.

Für 2010 will das Unternehmen wieder eine Dividende zahlen, die nun bei 0,30 Euro je Aktie liegen soll. Zuletzt hatte Dürr für das Jahr 2008 eine Gewinnbeteiligung von damals 0,70 Euro je Aktie ausgeschüttet. “Nach dem Dividendenausfall in der Krise schlagen wir für 2010 eine höhere Ausschüttungsquote als üblich vor”, erklärte CEO Dieter. “Damit bringen wir auch unsere Zuversicht für die kommenden Jahre zum Ausdruck.” Für 2011 strebe Dürr wieder eine Ausschüttungsquote von 30% bis 40% an.

Finanziell fühle Dürr sich abgesichert. “Wir sind finanziell solide aufgestellt und durch die Anleiheemission bis Herbst 2015 durchfinanziert”, sagte Finanzvorstand Ralph Heuwing. “Da wir uns zu sehr guten Konditionen refinanziert haben, können wir das Finanzergebnis 2011 um 4 Mio bis 5 Mio Euro verbessern.” 2010 hatte sich das Finanzergebnis vor allem wegen Refinanzierungskosten um 3,3 Mio Euro auf minus 21,2 Mio Euro abgeschwächt.