GEA will 2011 zulegen 1

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 hatte GEA bereits Anfang Februar über die operative Entwicklung berichtet und einen Anstieg beim Auftragseingang von 12% vermeldet, mehr als ursprünglich in Aussicht gestellt. Im Jahr 2009 hatte der Konzern, zu dessen Kundenkreis die Nahrungsmittelbranche und die Energiewirtschaft zählen, unter einem der Wirtschaftskrise geschuldeten Nachfragerückgang gelitten und Rückgänge bei Erlösen und Neuaufträgen verbucht.

“Das zuletzt erfreuliche Investitionsniveau der Nahrungsmittelindustrie dürfte weiter fest bleiben und der bisher verhaltene Energiesektor sollte sich weiter erholen”, erklärte Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender der GEA, am Donnerstag.

Um für etwaige künftige Krisen besser gerüstet zu sein und die Profitabilität nachhaltig zu verbessern, hat das Unternehmen eine umfassende Restrukturierung auf den Weg gebracht. Insgesamt wurden dafür im vergangenen Jahr 119 Mio Euro an Kosten verbucht. Als mittelfristiges Ziel peilt GEA eine Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 12% an. Im vergangenen Jahr lag der Wert bereinigt um Restrukturierungskosten bei 8,1%. 2011 dürften laut GEA keine neuen nennenswerten Einmalaufwendungen anfallen.

Zuletzt ging GEA aber auch auf Einkaufstour. Ein großer Brocken ist dabei der kurz vor Weihnachten angekündigte Erwerb der niederländischen Convenience Food Systems (CFS), einem Hersteller von Prozesstechnik zur Lebensmittelverarbeitung und -verpackung. Die jüngsten Übernahmen hätten im abgelaufenen Geschäftsjahr zusammen knapp 500 Mio Euro Umsatz erzielt und würden 2011 zeitanteilig zum Geschäftsumfang der GEA beitragen, so das Unternehmen am Donnerstag.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet GEA mit einem Umsatzplus, und auch die Marge soll weiter steigen.